Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 11 (1847)
- Issue
- Heft 3 (11.1.1847)
- Date
- 1847-01-11
- Page
- Seite 44 (sequence 12)
- Language
- German
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44 beobachtung, als eine Akkomodation an das Volk, das in Ermangelung eines Kalenders daran das leichteste Kennzeichen hatte, beigegeben wurde: *p»i8 2lb 11213 127 2^1 *pb2p7a 1^112 ^b3>»i ,1121211 Nb« ip3>i •>1211 »yDUiil h$ bo 12 12^732 imi »b ,121b 73bl 1123>1 pn b21. Allein dagegen streitet ebenfalls die talmudische Interpretation, die das wipi 1»1 172 für ein mosaisches Gebot (212) halten, das oft den Sabbat verdrängte! Noch größer ist die Konfusion, die durch diese Meinung entsteht, daß man in den Streit die Zaduzaer zu verwickeln suchte, die sich schon gegen jede astronomische Rechnung erklärt haben sollen und blos, dem Wortlaut der Bibel gemäß! nach dem Sichtbarwerden des Mondes ihren Kalender bestimmt haben wollten; als hätte die Tradition diese Interpretation bestritten! (vide Becha'i und Abrabanel 1. e. ‘psiis rtt “pl 013:1:33» iy 11273 1173*^73 *112121 ^hy 2^1211 tfiopb iV'iil 13>1 11211b rY»7abi i»n2'2i 1212 i2->» 113373 73 ip3> *p» '2 1173»1 11^1 ni3l2p2 172 1113>b ,i2b2 I32bi m'»i2 »2 1121211 *»"02 01211 *i2pb '121 21^121 i2^i2ib im ^7321 'oinii). Doch dies wäre bloß ein nicht ungewöhnlicher Anach ro n Ls m, der oft in Hinsicht der Karaer, deren Kontroversen großenrheils den Zaduzäern aufgebürdet wurden, begangen wird. Viel richtiger scheint Maimuni's Dafürhalten zu sein, daß die Neumondbeobachtung die Grundlage, die conditio sine qua non war; allein zur gehörigen Sicherheit und genauen Feststellung des Kalenders, vorzüglich zur Prüfung der Aussagen der Zeugen, wurde die astronomische Berechnung von Moses überkommen, die aber möglichst geheim, unter dem Namen 1123kl 112, gehalten wurde und den wenigsten Gelehrten bekannt war. R. Hillel b. Iehuda Ha-Naßi, der Schöpfer unseres Kalenders, hat davon Einiges in seinem Plane ausgenommen, vide I. e. *^02 i'hpn ib 127312 1123kl 1121 rm ,i73»2 '*”»11 12 •psniö 1121211 T« «ti '121 1121211 in»73 pbi »in la^nni» 1121211. Was man sich aber unter diesem Mysterium zu denken habe, ist schwer anzugeben; da man oft die größte Willkür und eine noch größere Meinungsverschiedenheit über jeden einzelnen Punkt bemerkt, wovon der Talmud, R. H. 20 ff., Sanhedrin llff., Erachin 9a zahlreicheBeweisstellen liefert; so z. B. unter Anderem Erachin: 1»i:i2 b2 ^72n l\n ,2^">vn 'ü ^21 iMi 1123-73 111 11213'73 1312 »7312 121 ib 173» ,127372 12111. Ein gleiches Bewandniß waltet auch bei der Bestimmung der Jahreszeiten, Tekufot, ob, wo ebenfalls eine geheim gehattne und eine öffentliche Berechnung, nach der gewöhnlichen Methode der Alten, wie Jeßod Olam bemerkt, im Gebrauche war*). 123332 »2» 21 nsipn aronon b»773i2 nölpm. Wir können daher nicht umhin, die am Meisten sich kritisch bewährende Meinung eines altern Astronomen, die sich uns in dem bereits seltenen Kommentar zum Kosri von Moskato erhalten hat, in möglichster Kürze und Treue dem geehrten Leser hiehec zu zitiren. 12m) 11222 2n2 l»2i 'l l^ili h|1l2‘173 ln* tT*ir 13»12 171 : b'n 11221 173212 1»213 12212) '727 1*»m2bH T1132121 2221 1123kl 1112»11 17372 17 b2 '->1 »b 171 112N2 2211 »b» 22112731 211^ 173^p ibll) ^11132 Inll22 I3kii /121 □■'»mrb 1132 ,111212) o^miobi trnmb 2^21273 »INN 17372 1^1 1123-1 liri ^2 13173»12 N7 b3k ^1112 »INI 21212 V^b^2l273l73 ib^^l b»1l2*'73 2^11231 2^11"> b»1l2^ *^7321 1"1 »b N22bN 1211 p37 1173 b21p73 ^3» ^2 173»1 b»*>b733 '1 2Nb 1^*112 12k INI» »b 121 /l21 1112 N22b bl2 112111 1^»12 ^2» 1^273 173bl2 12- 'l21 121^73»1 N22bN WIN ^1 2^11^ 1^1 '''IW b»173!2l .'l21 N211»2 »2 2'‘733>D 173»1 31 2Nb I^KI 2212)73 3>1*» »b N2 1»21731 1lb773l 273212 *»p2 »2» 'ni» 173b 12) 13k lbl73N 173173 1121112 N32bn b222 b»1l2)^ 17321b 173**b »IN 'll .b»173l21 112» 1312)1 1123- 1^1 pl .12)1111 173 211 ib'-b ^">12L12) »2 11 111» Ib3l2) 13- V22Ü 2b3>3 iDipil 173173 11112 11 pl ,(l2Ü nSIpl 12125731 111 12) »2lb 111I)»11 17372 2^21273 »1» 21 NOipi p37 ,1123kl 2^2bl1 DnV’lb 21» 11711 b»1125*> ^7321 21173 111» 173b 12) b>7 bbl V2' 13k 15H1»a 2^732121731 1733k 2"3k , 12^7321 lb22l l'' lb7» ^2 1»112)2 2^212 ^*)/l21 1123>1 112 22121 »111 1^211 Wer denkt hier nicht an das oft wiederkehrende Aus- Hilfsmittel: 21121 1711 211212). Wenn man nun diese verschiedenen Angaben und Behauptungen, die Alle im Talmud ihre Beweise zu finden glauben, vergleicht, könnte man wirklich an die Lösung dieser Frage zweifeln, und wir müssen uns mit dem Aufsuchen des historisch Gewissen begnügen. Die Annahme, daß man zur Zeit des zweiten Tempels bis R. Gamliel, wie die Karaer vorgeben, gar keine astronomische Rechnung kannte, ist *) lieber die beiden Tekufot, die bloß in der Dauer des Sonnenjahres differirten, indem R. Adda die bereits von Hipparchus 150 v. Ehr. gefundene Zahl: 365 Tage 6 Stunden und gegen 55 Minuten annahm, siehe Slonimsky in Kerem Chemed. **) Kot Iehuda zu Kosri Ab. 4, 29.