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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-01-04 · Heft 2 (4.1.1847) · p. Seite 26

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 2 (4.1.1847)
Date
1847-01-04
Page
Seite 26 (sequence 10)
Language
German
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26 ntet bcr bw gefiutgeh/-unb erst nach diesemSchlußgesange geht die Gemeinde auseinander — Ueber den Gesang in der Gemeinde habe ich Folgendes zu bemerken: Wir haben die Einrichtung getroffen, daß' die Stellen, die anderswo vom Chor gesungen werden, in meinen Synagogen von der ganzen Gemeinde im melodischen Rezitativ vorgetragen werden. Denn ich befürchte, daß bei der Länge des jüdischen Gottesdienstes die Gemeinde indifferent werden oder sich langweilen müsse, wenn sie zwei bis drei Stunden lang kein lautes Wort beten, und nur dem Chasan und Chor zuhören darf. Wir haben uns überzeugt, daß ein Jeder mit Freude immer wartet, bis ein ■flBf'fc, ein »'bim'a rc. kömmt, und daß die Gemeinden es jetzt schon sehr gut und sehr andächtig anstimmen. Diese sind die ersten Schritte zur Ordnung des Gottesdienstes. — In Betreff der Trauungen hat das Komitv festgesetzt, daß, weil hier die Leute von den verschiedensten Gegenden Zusammenkommen, sie Niemand kennt und leicht unerlaubte Heirathen stattfinden könnten, daß jedes Brautpaar vorerst beim Rabbiner und dem Präsidenten der Synagoge, in der es getraut sein will, um die Erlaubniß zur Trauung anhalten muß; daß dieselbe dann am na» vorher in allen Synagogen des Rabbinats verkündet wird (das ist kein vusm mpin nach Jore dea Kap. 198); und daß die Trauungen, mit nur wenigen Ausnahmen in den Synagogen stattfinden müssen. Die Trauungen selbst finden auf der tanm statt, an der die nsin festgemacht ist, damit die Störungen, die die zulaufende Menge früher immer verursachte, vermieden werden. Die NL'bn 'lim sind auch eingeführt, und werden entweder von den hier anwesenden Brüdern gleich unterschrieben, oder nach Deutschland rc. zur Unterschrift geschickt, damit, weil die Brüder gewöhnlich Nachkommen, in vorkommenden Fällen keine Schwierigkeiten entstehen. — Eine Organisation für die na^n» und den Verkauf des Koscherfleisches wurde von den Gemeinden ebenfalls angenommen. Sie besteht aus 3 Kapiteln: 1) Schochtim, 2) die jüdischen Metzger, 3) die christlichen Metzger; und obwol leider noch immer Falle Vorkommen, die beweisen, wie tief das Uebel eingenistet war, so läßt sich doch hoffen, daß bei der Strenge, mit der die Boards diesen Gegenstand überwachen, in kurzer Zeit auch dieser hochwichtige Punkt in die erwünschte Ordnung gebracht sein wird. — In Betreff der Sterbefälle ist festgesetzt, daß kein Todter vor 24 Stunden begraben werden darf (Jore dea Kap. 368 a'v>n asa., wegen des ia»3>n K'att» snu), und ein Jeder, der für dm Verblichnen eine Grabrede verlangt, kann dieselbe erhalten.— Am letzten rreiN-a na» installirte ich ein "pa ma aus Männern, die unenrgeldlich und freiwillig ihre Dienste mir dazu anboten; es sind: der Rabbine von Albany und Syracuse, Herr Wise und DI). Felsenheld und Kohlmeyer. Ferne von der Anmaßung irgend einer geistlichen Gewalt, haben wir bloß allen jüdischen Gemeinden der Union, die keine Rabbinen haben, unsere Dienste angebotcn; sind bereit, alle eingeschickten Fragen zu beantworten; bei der Errichtung von Gemeinden ihnen mit Rath und That an die Hand zu gehen; und durch Abfassung der nöthigen jüdischen Schulbücher der Jugend so viel als möglich zu nützen. Es gilt übrigens als Grundsatz, daß wir uns Niemandem aufdrängen, nirgends unaufgefordert eingreifen, sondern überall die Anfragen rc. abwarten. Das pa rua ist nicht von den Gemeinden, sondern von dem Bedürfnisse, das wir anerkannten, ausgegangen, daß den Gemeinden eine Behörde gegeben werden müsse, an die sie sich, wenn sie will, um die gesetzlichen Entscheidungen wenden könne. — Das Hauptaugenmerk wendeten wir aber vom Anfänge an der Schule zu, und, dem Herrn sei Dank, auch hierin war unser Bemühen nicht fruchtlos. Man erkannte es allgemein an, daß die Gemeinden noch zu jung und in ihren Mitteln noch zu schwach sind, um die Kosten tüchtiger Schulen bestreiten zu können. Jede Gemeindeschule hatte einen Lehrer, der oft Kinder von vier bis fünf verschiedenen Stufen zu unterrichten hatte. Es galt daher hiefür bessere Einrichtungen und besondere Mittel herbeizuschaffen. Nach mehreren Meetings wurde nun ein Schulverein gegründet, der von neun Direktoren und einem Inspektor (Dr. Lil.) geleitet wird. Die Mitglieder zahlen einen jährlichen Beitrag von 2 Doll., jedes Schulkind, die Armen ausgenommen, jährlich 7 Doll. Die Vereinsschule zählt jetzt drei Abtheilungen mit 120 Kindern, zwei Lehrern und einem Präparunden, und wird, so Gott hilft, etwas Tüchtiges werden. Der Zweck derselben ist: Handels- und technische Schule, mit einem gründlichen Unterrichte in allen jüdischen Fächern. Die Handels- und technische Schule besteht aus drei Klassen mit 1'/-jährigem Kursus eine jede; und zwei Elementarklassen; vorerst, da die Kinder noch zu jung

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