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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1846-12-14 · Heft 51 (14.12.1846) · p. Seite 747

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
10 (1846)
Issue
Heft 51 (14.12.1846)
Date
1846-12-14
Page
Seite 747 (sequence 11)
Language
German
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747 es nur eine höhekr, Gott mehr als Menschengunst vertrauende Absicht sein konnte, die Herrn Löw bewog zu einem Gchritt«, welcher zu einzig in seiner Art und Bestimmung, zu sehr Ruhm und Ehre verlieh, um nicht die ganze Macht des Neides und der Mißgunst gegen sich aufzureizen. x. y. z. Aus Böhmen, 2. Dezember. (Privatmitth.) Am 23. November fand in Lieben* *) die feierliche Grundsteinlegung der neuen Synagoge statt. Die alte Synagoge, so wie das jüdische Schulhaus, ohnehin schon alte schadhafte Gebäude, waren durch die vorjährige Ueberschwemmung dem völligen Einsturze nahe gebracht worden. Es galt also, beide Gebäude, wie auch das eingestürzte jüdische Spital, neu aufzubauen. Damit dieselben aber nicht wieder an ihrem frühern niedrigen Standorte neuen Ueberschwemmungen preis gegeben seien, übergab der prager löbliche Magistrat, als Obrigkeit des Dominiums Lieben, auf Verwendung des auch sonst um die Gemeinde und diesen Bau vielverdienten Herrn Amtsdirektors Dawidet, der jüdischen Gemeinde ein Feld in einer höhern, den Fluthen unzugänglichen Lage. Nachdem die hoch ortig« Bewilligung zu dem Neubau herabgelangt war, wurde derselbe Ende Juli d. I. begonnen und zwar vorerst mit der Synagoge, einem Gebäude, das im Rundbogcnstyl aufgeführt wird, und bei einer Breite von 7^/r Klafter eine Länge von 13 Klaftern hat. Rechts und links von der Wege zu erwerben wußten, nie zu verlassen; sondern hinfort auch mit all der Liebe auSzufüllen, welche Sie an denselben kettet und Sie nicht ohne Schwer; scheiden ließe. Erweisen Sie mir die Ehre Ihres Besuches. Ich will Sie mit aller Bereitwilligkeit erwarten um Sic noch persönlich darüber zu versichern: wie sehr ich Ihnen in Ihrer edeln Laufbahn zur Hülfe fein wolle, und wie innig ich mich nenne Ihren Freund Festetics, Administrator. Man muß die hohe Stellung des Herrn Grafen kennen, um dieses Schreiben nach feinem ganzen Werlhe würdigen zu können. Mögen auch die übrigen äußerst interessanten Aktenstücke unserer Rabbinerangelegenheit der Oeffentlichkeit nicht vorenthalten werden. *) Lieben ist ein Dorf, eine kleine Stunde hinter Prag, der prager Sladtgemeinde gehörig, daselbst befindet sich eine zahlreiche Jsraelitengemcinde, auch hat daselbst der kaurzimer Kreisrabbiuer seinen Sitz. Anmerkung des Einsenders. Synagoge — mit dieser eine Fronte gegen die nach Lritmeritz führende Aerarialstraße bildend — werden die Schule mit der Rabbi- und Lehrerwohnung und das Krankenspital stehen. Alle drei Bauten (zu einem Kostenaufwande 17,379 Fl. K. M. veranschlagt) sind dem jungen prager bürgerlichen Baumeister Herrn I. F. Eisbrich übertragen, unter dessen Leitung denn auch die Synagoge — ein solider und so weit sich bis jetzt urtheilen läßt, gefälliger Bau — bereits bis unter Dach aufgeführt wurde. In den Mauern dieses Gebäudes fand die erwähnte Feier statt. Sie begann nach der Ankunft Sr. k. k. Hoheit unseres durchlauchtigsten Erzherzogs Stephan, der die Zeremonie mit seiner Gegenwart beehrte und mit Vortragung des Pentateuch und unter einem Baldachin in das Gotteshaus eingeführt wurde, während Böllerschüsse und das Volkslied, von der Musikkapelle des löblichen Infanterieregiments Wellington gespielt, den Beginn der Feier bezeichneten. Der Chor sang einen Psalm, worauf der greise Kreisrabbincr, Herr Salomon Winter, eine Rede bezüglich auf die Wichtigkeit der Bauten und daher auch der Feier hielt, und unserm gütigen Monarchen, dem durchlauchtigsten Landeschef und allen Behörden, welche das gute Werk gefördert, dankte. Lautes Vivat erscholl dem allergnädigsten Landesh'rrn und das Einfällen der Mililärmusik und neun Böllerschüsse bezeichneten das Ende der Rede, worauf der Vorsänger vor der Stätte, auf welcher die heilige Lade stehen wird, ein Segcngebct für Se. Majestät, den hochherzigen Erzherzog und die übrigen Föroerer des Werkes hielt. Nach diesem ging die eigentliche Grundsteinlegung vor sich. Se. k. k. Hoheit Erzherzog Stephan Unterzeichnete (mit einer Feder, die ihm von zwei weißgekleideten Mädchen gereicht wurde und mit seinem Porrrät geschmückt war) die Gedächtnißschrift Vieser Feier, ihm folgten die übrigen geladenen Gäste. Se. Exzellenz Herr Robert Altgraf zu Salm-Reifferscheid, zweiter Gubernialpräsident, Herr k. k. wirklicher Gubernialrath und Kreishauptmann Vinzenz Breisky, Herr k. k. Apellationsrath und Bürgermeister Joseph Ritter von Müller, zwei Herren Magistratsrälhe, Se. Hochwürden der Herr Domscholaster Joseph Adalb. Rauch, der prager Oberrabbiner Herr Rappoport, der prager Oberjurist Herr Leweles k. Diese Gedächtnißschrist, so

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