Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1846-04-06 · Heft 15 (6.4.1846) · p. Seite 214

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
10 (1846)
Issue
Heft 15 (6.4.1846)
Date
1846-04-06
Page
Seite 214 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3224737-3225443-3225459--07647-3238417
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

214 Erweckt aus meinem Trotze, wo ich vergessen Dein, Soll nun der Weg der Sünde von wir gemieden sein, O gieb dem Ruhelosen den Frieden jetzt zurück, Und richte allbarmherzig ans mich den Vaterblick, Verlosch' in Deiner Gnade all' meiner Sünden Schuld, Dn, der so reich an Gnade und voll von Liebeshuld! Ludwig Liber. Eempelgesänge (mit Melodien von Julius Stern.) I. Von Deinem Geiste ohne Fehle Gabst Du, o Gott, uns einen Theil, Du senktest sie, die reine Seele, In unfern Leib zu seinem Heil; Wir sollen sie zurück Dir geben Dereinst von allen Makeln frei, Daß droben sie für's ew'ge Leben Noch unbefleckt und würdig sei. Doch ach in wilden Erdenstürmen Verläßt uns oft der Tugend Kraft, Wie sollen wir die Seele schirmen Im Streit und Grimm der Leidenschaft! Allgüt'ger, drum in Schmerzenslauten Flehn wir, Du mögst uns gnädig sein, Da wir den Schatz, den uns vertrauten, Bewahrten nicht von Flecken rein! O Allbarmherz'ger, schenk' Erbarmen Uns Menschenkindern, sündig schwach, Laß uns an Liebe nicht verarmen, Der wir bedürfen Tag für Tag: Daß wir verzagen nicht im Ringen Für unsrer Seele reinen Flug, Um makellos sie Dir zu bringen Bei unsrem letzten Athemzug. IL O nimm aus innerstem Gemüthe, Du Herr der Welten, unfern Dank, Du Urquell aller Huld und Güte, Aus dem auch unser Heil entsprang, Das einst ward unfern Vätern schon, Die Dich erkannt, zum ew'gen Lohn. Wie hast Du uns so viel gegeben, Daß wir des Lebens uns erfreu'n, Ein jeder Blick, den wir erheben, Muß unsers Dankes Glut erneu'», Des Aelternglücks, der Kinder Lust Sind wir uns nur durch Dich bewußt. Doch als das höchste Gut der Erde Ward Deine Lehre uns verlieh'n, Die stets in Freuden und Gefährde Voll Segen, Lieb' und Trost erschien, Sie, Deine ew'ge, herl'ge Lehr', Der wir vergessen nimmermehr. So laß Dir unfern Dank gefallen, Den wir Dir bringen inniglich; Mög' es durch alte Welt erschallen: Wer Dank Dir opfert, preiset Dich, Ja, nur die dankend, Herr, Dir nah'n, Sie wandeln auf des Heiles Bahn. III. (Am Passahfeste). Aus innig frohem Herzensdrange Tönt Gott Dir heute unser Lied, Vernimm's in unsrem Lobgesange, Was freudig unsre Brust durchglüht: Wir schau'n mit rückgewandtem Blicke In längst vergangner Zeit noch hell, Wie Du aus schwerem Mißgeschicke Halfst Deinem Volke Israel. Wie hart auch unsre Väter litten, Von des Aegypters Hand gequält, Hat ihnen selbst in Feindes Mitten Doch Deine Liebe nie gefehlt; Du führtest sie mit starkem Arme Hinweg von Roth und Sklaverei, Daß höher ihr Gemüth erwärme Für Dich, nun da es froh und frei. Drum preisen dankend wir Dich immer, Der Du so viel für uns gethan,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.