Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1846-02-02 · Heft 6 (2.2.1846) · p. Seite 94

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
10 (1846)
Issue
Heft 6 (2.2.1846)
Date
1846-02-02
Page
Seite 94 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3224737-3225443-3225450--07518-3238279
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

94 Eine Thräne rann über Brrko'S Wangen. Dieser gewöhnlich so kalte Mann, den nichts erschüttern konnte, der so ruhig in Mitten der Gefahr, so gleichgiltig gegen Alles war, was seine Person anbetraf, konnte seine Rührung nicht verbergen, als ihm Kosziusko von Weib, von der Liebe sprach. „Ja, mein General, Sie irren nicht, die Liebe ist meinem Unglücke nicht fremd," antwortete Berko, und nach einigen Minuten Stillschweigens erzählte er die Begebnisse seines Lebens. Kosziusko hörte ihm mit der lebhaftesten Theilnahme zu. (Fortsetzung folgt.) Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 V* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Berlin, 24. Dez. 1845. Erklärung. Ich sehe mich veranlaßt, zu erklären, daß ich den Bericht, welcher der „Israelit des 19. Jahrhunderts" über die letzte General-Versammlung der Genoffenschast für Reform im Judenchum bringt, nicht abgefaßt habe, wie ich überhaupt hiermit kund thue, daß ich am genannten Blatte unter der Chiffre 8. nicht mitarbeite. I. L. Schwarz. Nachruf. Wenn jedem löblichen Verdienste seine Krone mit Recht geziemet, so darf solche dem ernstlich treu beflissenen Jugendlehrer, dem Urbarmacher des Bodens aller menschlichen Veredlung, dem Pfleger und Bildner des jugendlichen Herzens und Geistes, wenn er reichlich mit Genie begabt, treulich sein Amt versieht, gewiß nicht vorenthalten werden. Gebührender Tribut ist es also, dem an hiesiger israelitischen Schule 8 Jahre lang gestandenen, im Oktober verflossenen Jahres aus derselben geschiedenen, nunmehr in Deutz bei Köln fungicenden, wackeren und geschickten Jugendlehrer, Herrn E. S. Bonnem aus Neumagen an der Mosel, ein im Interesse der Wahrheit gesprochenes, seinen Verdiensten in dem bereits errungenen Bildungsgrad unserer zum Theil erwachsenen, Theils aber noch minderreifen Jugend, angemessenes und wobtgezicmendes Delobungswort nachzuschicken. — Von seinem strebsamen Eifer für alles Gemeinnützige, Schöne und Gute kann die allgemeine Rührung bei seinem Abschiede und das allseitige Bedauern bei seinem Amtsverlassen den besten Beweis geben. Don seinen vorzüglichen Leistungen im Amte muß die völlige Zufriedenheit seiner Schulobern, welche seine Schule den anderen in unsrer Nahe als Muster anpreisen, das sprechendste Zeugniß liefern. Von seiner eigenthümlichen Kunst, sich bei den Schülern Liebe und Achtung zu erwerben, zeigt die große Anhänglichkeit seiner ihm in wahrer Kindesliebe zugethanen Zöglinge, die ihn gar nicht vergessen wollen. Merzig, den 2. Januar 1846. Vom Schulvorstandsmitglied Mofes Levy. Mit Vergnügen stimme auch ich vorstehender, von dem sehr würdigen und geachteten jüdischen Gelehrten Herrn Moses Levy ausgesprochenen Anerkennung der Verdienste des Lehrers Herrn Bonnem, um die Schule zu Merzig bei, da auch ich, bei den vorgenommenen Schulprüfungen, mich öfters hiervon überzeugt habe, und daher auch sehr bedauere, diesen so vorzüglichen und tüchtigen Lehrer aus meinem Sprengel verloren zu haben. Trier, den 10. Januar 1846. Joseph Kohn, Obecrabbiner. Den, in No. 2 dieser Blatter von hier aus eingesandten Mittheilungen über die bevorstehende Rabbinerwahl findet der Unterzeichnete Präses des Vorstandes sich veranlaßt, zur Steuer der Wahrheit die Berichtigung nachzuschicken, daß der Rabbiner, Herr vr. Gebhard, dessen ausgezeichnetes, schon früher in anderen großen Gemeinden anerkanntes Rednertalent auch in der unsrigen verdienten Beifall fand, ebenfalls in der zur engem Wahl zusammengetretenen Kommission 4 Stimmen hatte; und daß es lediglich einem durch das zufällige Zusammentreffen zweier Wahlkandidaten an demselben Sabbat herbeigeführten Mißverständniß zugeschcieben werden muß, daß diesem würdigen Rabbiner nicht mehr Stimmen zu Theit geworden sind. Schwerin a. d. W., den 18. Januar 1846. Heimann. Gesuche. Die Gemeinde zu Stralsund sucht zu •vw HS d. I. einen unverheicatheten llniw, der zuleich examinirter Lehrer ist. Hierauf Reflektirende belieben sich auf untenstehende Adresse zu melden. D. M Israel. Ein unverheiratheter, mit homiletischen Kenntnissen begabter Religionslehrer, Schächter und Vorbcter, der Chor zu leiten versteht, wird zur Besetzung dieser Funk-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.