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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1846-01-01 · Heft 1 (1.1.1846) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
10 (1846)
Issue
Heft 1 (1.1.1846)
Date
1846-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 umfassen könne, und darum eben Nichts, oder, sofern es bestimmt wäre, die größte Gefahr für das Judenthum und für die votirenden und nicht-votirenden Individuen — denn die Individuen würfen sich selbst einen Damm für ihr ganzes zukünftiges Leben auf. Zur Durcharbeitung der Lehre ist nur die Literatur geeignet. Aber an diese muß gegangen werden. Sott irgend der rechte Frieden gefunden werden, soll es zu einer Ausgleichung, zu einem Gesammtleben kommen: so muß die Nothbrücke abgebrochen werden, auf welcher man zu einer Reform der Formen schritt, ohne die Lehre zu berücksichtigen. Wir unsrerseits sind gerüstet, und gehen ohne Weiteres daran. (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten. Algerien. Paris, 10. Dezember. (Privatmitth.) Bevor die angezeigte Broschüre des Herrn Albert Cohn erschienen ist, theile ich Ihnen folgenden Artikel aus der PAIgeric mit, welcher einige Details über die israelitische Bevölkerung Algeriens enthält, zugleich aber einige Winke über die Stellung derselben giebt. Er lautet: „Die beständigen Revolten der arabischen Bevölkerung Algeriens, welche immer von Neuem entstehen, haben dazu gedient, die Ergebenheit der israelitischen Bevölkerung Algeriens in's rechte Licht zu stellen, und die ganz bcsondre Aufmerksamkeit der Regierung auf die Juden gerichtet, die einzigen unter den Eingeborenen, welche uns niemals verrathen, und die sich aufrichtig unsrer Fahne angeschlossen haben. Eine jüngste königliche Ordonnanz bereitet die Wege vor, um sie aus der untergeordneten und gedrückten Stellung zu führen, in welcher sie unter der despotischen Herrschaft der Türken lebten." Ein gelehrter Orientalist, Schüler des Herrn v. Sacy, Albert Cohn, hat so eben eine Reise durch Algerien vollendet, in der Absicht, die Wichtigkeit der israelitischen Bevölkerung in Algerien zu konstatircn, und die Nachforschungen, welche er angestellt, und die er nächstens in einer Broschüre veröffentlichen wird, werden dem Publikum und der Regierung Gelegenheit geben, selbst zu beurtheilen, welcher Nutzen aus diesem Theile der eingebornen Völkerschaft zu ziehen ist, der während langer Zeit noch die einzige Verbindung zwischen uns und den Arabern des Tell, der Sahara, und selbst Zentralasrika's bilden wird." „Wir verdanken der Freundlichkeit des Herrn A. C. die Mittheilung einiger Notizen, die wir hier mitzutheilen uns beeilen. Bis jetzt hat man durchaus keine sichere Nachricht über die wirkliche Zahl der Israeliten in Algerien gehabt. Herr A. C. bestimmt sie auf mehr als 100,000 Seelen." „Die Hauptgruppen derselben von Westen nach Osten sind: Bona, 750 Juden; Philippeville, 180; Guelma 26; Konstantine 34-10; Setif, 61; Biskra und Ziban, ungefähr 700; Tougourt, Ghardeia und andere Städte des Ouad-Righ und des Ouad-Mzab, 3000; Bou?ada, 700; Algier, 6500; Blida, 200; Mod«ia, 587; Miliana, 365; Kolea, 19; Cherchell, 3; Orlöansville, 2; Triet-el-Had, 11; Mostaganem, 530; Oran, 4700; Maskara, 750; Tiaret, 37; Tlemcen, 2700; Selda, 8; Djama Ghazaouet, 19; Nedroma, 250; Chellala, 200." „Oft war in den Berichten der Reisenden die Rede von den landbebauenden und nomadisch lebenden Juden in der Mitte der arabischen Stämme, bei den Kabylen und Chaou'r'a's, welche dieselbe Kleidung, dieselben Sitten und Gewohnheiten haben, außer den besonderen Gebräuchen ihrer Religion; aber bis jetzt wußte man nicht, in welchen Stämmen diese Juden lagerten. Bald wird man durch die Arbeiten des Herrn Cohn über diesen Gegenstand sicher sein." „Wir wissen, daß bei den Hanencha's bis zur Einnahme von Konstantine 1837, mehr als 200 jüdische Zelte waren, deren Bewohner wie die Araber Krieg führten, und wie sie mit langen, mit silbernen Zierrathen versehenen Flinten bewaffnet waren. Seit der Zeit haben 150 Zelte die Landschaft der Hanencha verlassen, wegen der Anarchie, die da herrschte, um sich in die Oase des Bled-el Djerid, im Lande Tunis, zurückzuziehen; 50 Familien allein sind unter unsrer Herrschaft geblieben; aber es läßt sich vermuthen, daß die anderen bald wieder zu uns zurückkehren werden." „Gleicherweise giebt es jüdische Nomadenfamilien, aber zerstreut bei vielen Stämmen, im Fcrdjiouah, bei den Beni-Salah, auf dem Wad-ed-Deb; bei den Ouled-Scgguen, Ouled-Schouk, Ouled-Jbasa; in der Mitte der Beni-Abbes vom Flusse Bougie, bei den Beni-Melikah, Beni-Mouchla, Ouled-Alchalt, in

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