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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-12-11 · Heft 51 (11.12.1848) · p. Seite 726

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 51 (11.12.1848)
Date
1848-12-11
Page
Seite 726 (sequence 2)
Language
German
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726 In allem diesem wird die „Allgemeine Zeitung des Judenthums" auch im Jahre 1849 nach Kräften zu wirken und zu schaffen sich bestreben. Wache hatten an den Marksteinen der Glaubensfreiheit, fördern, wo es immer stoch gilt oder von Neuem gelten-wird, die Fessel des Religionszwanges zu brechen; an der Umgestaltung und Erkräftigung der jüdischen Gemeinde den regsten Antheil nehmest; an dem Fortschritt, der Reformfragen arbeiten; zur Entwickelung des Geistes immer kräftiger und lebendiger wecken — dies find die großen Aufgaben, die sie sich gestellt. Wir wollen unseren Lesern nicht verhehlen, daß wir in der nächsten Zukunft ihrer ganz besonder», thätigen Lheilnühme bedürfen. Die Allgemeine Zeitung des Judenthums hat die Zeit der Gefahr, die für alle literarischen Unternehmungen in der jüngsten Vergangenheit vorhanden war, bestanden. Aber diese Zeit ist noch nicht vorüber. Das vorwiegende Interesse, welches die politischen Bewegungen auf sich ziehen, und die materielle Noth, welche so Viele zwingt, .sich auf's Aeußerste einzuschränken, hierzu endlich die Unruhe in vielen großen Landerstrecken, welche den Buchhandel geradezu abschneiden, stellen jedes literarische Unternehmen in Frage. Um so nothwendiger ist es, alle Freunde desselben zu kräftigster Theilnahme aufzufordern, weil nur dadurch dasselbe bestehen bleiben kann. Wir stehen daher nicht an, auch unsere Freunde darauf aufmerksam zu machen, und sie zu ersuchen,, in der nächsten Zeit für uns thätig zu sein, um über diese Zeit der Bewegung hinwegzukommen, auf die sicher eine bessere und glücklichere kommen wird, in welcher jede Verzweigung des arbeitenden Geistes ihren vollen Wirkungskreis sich ungeschmälert wieder erringen wird. Wie Redaktion der Allgemeinen Zeitung des Judenthums. Magdeburg, im November 1848. Inhalt. Harfenklänge r Frage und Antwort. Zeitungsnachbicklen r F r a n k r e i ch: aus dem Elsaß. Deutschland: Bützow, Berlin, aus der Provinz Posen, aus Westphalen, Wien, Frankfurt a. M. Literarische Nachrichten r Magdeburg, Leipzig. Belletristisches r Hispania und Jerusalem. Novelle aus dem zwölften Jahrhundert. (Fortsetzung.) Korrespondenzen r Bericht über die 8. Konferenz der Lehrer des Fürstenthums Minden und angrenzenden Kreise, abgehalten zu Geseke am 26., 27. und 28. Oktober e. Harfenklänge. Frage und Antwort. Es braust der Kampf; hoch steigen die Wogen der Schlacht. Auf welcher Seite stehst Du, Israel? „Auf welcher Seite ich stehe. Mich trifft der Tadel der Welt, Auf welcher Seite ich falle, Man schmähet doch mein Grab. Der Kranz wird nur gewunden Für Andrer Arm und Haupt, Mir rauschen welke Blätter Auf die vergessne Gruft." Es braust der Kampf; hoch steigen die Wögen der Schlacht. Wo kömmt der Sieg, der lichte, Israel? „Wo auch der Sieg erscheinet, Durchbrechend die dunkle Nacht, Es bleibt die Wetterwolke Steh'n über meinem Haupt. Ich eile hin zum Morgen, Der allen Völkern tagt, Sie geben mir Raum eine Weile, Dann drängt man mich zurück." Es braust der Kampf; hoch steigen die Wogen der Schlacht. Wird Dir der Arm nicht müde, Israel? , „Der Arm wird mir nicht müde Und meine Waffe nicht stumpf. Ich schlage der Völker Schlachten, So lang sie sie schlagen, mit: Dieweil mir der Friede nur leuchtet, Wenn Frieden überall, - Wenn einst das Geschlecht der Menschen Das letzte Schwert zerbrach."

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