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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-10-09 · Heft 42 (9.10.1848) · p. Seite 607

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 42 (9.10.1848)
Date
1848-10-09
Page
Seite 607 (sequence 11)
Language
German
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«V7 Jmisdiktionerr- und Gerichtshöfen' konferirenwenn aber bei, gewissen Angelegenheiten Zusätze,' Anfragen und andere Erfahrungen erforderlich sind, fo wird davon wie auch von Allem, was sich nöthig zeiget, dem /Departement der geistlichen Angelegenheiten ausländischer Konfessionen Anzeige gemacht, um von seiner Seite das Weitere, anzuordnen. 23) Nach Beendigung der. Arbeiten der Kommission (§; 9) wird der Registrator und sein Gehilfe, wenn er nicht ein Hebräer ist, und die Schreiber in das Departement der geistlichen Angelegenheiten ausländischer Konfessionen zur Beschäftigung eintreten, wohin auch die Angelegenheiten der Kommission zur Bewahrung überliefert werden. Verzeichniß des Gehalts der Rabbinerkommission. a* Das Gehalt für D»e Rangordnung u. i? ein Jahr die Vertherlung •ä einem \ atlen &■ •f 1 i1 Rub.S. Rüb. S. 3 f 1 Der Präsident t 500 500 Die Mitglieder 4 400 1600 Der Registrator ihm Gehakt 1 343 - 486 IX. VII. IX. Tischgehalt . . sein Gehilfe und Uebersetzer 1 143 X. IX, X. ihm Gehalt 286 1 ' 343 Tisckgehalt Schreiber der ersten Ver- 57: theilung Schreiber der zweiten Ver- 1 114 > 200 theilung ihnen'auf die monatliche 1 86 Portion und Montirirng für Miethe eines Hanfes 35 70 nebst Beheizung und Beleuchtung 275' zum Kanzleigeirauche 226 91 | 3710 Bemerkung 1) Der Registrator und sein Gehilfe werden bestätigt und beurlaubt laut-allgemeinen Grundsätzen des Ministerium des Innern- und die Schreiber laut Grundsätzen des Departements der innerlichen Angelegenheiten. 2) Das Amt des Gehilfen des Registrators und Uebersetzers kann auch ein Hebräer annehmen, welcher in diesem Falle als Vollzieher eines Amts des Gehilfen Registrators genannt wird. 3) Der Ueberrest von der laut im Statut bestimmten Summe wird am Ende des Jahres zur Bel-vhnung der Kanzlei nach Vorstellung der Kommission und Bestätigungdes Ministersdes Innern vertheilt. ' Aüf dem Originale hat Se^ kaiserl. Majestät eigenhändig unterschrieben: „Es sei fo/' Zarskoeseko, den 18. Mai 1848. N. Literarische Nachrichten. Hamburg, im Juni. (Etwas über neu-hebräische Poesie. Von M. Mendelfon. (Aus einer in deutscher und hebräischer Sprache von mir verfaßten Kritik von Jost's Kulturgeschichterc. 1815—1845, die ich hiermit jedem Verleger anbiete, erlaube ich mir hierFolgcndes mitzutheilen: Seite 39 wird behauptet, daß die hebräischen Dichter der .Neuzeit den Vorzug vor den früheren verdienen. „In früheren Zeiten hatten die Juden keine Gelegenheit, Empfindungen des Schönen und Erhabenen auszudrücken rc. Anders war es jetzt, da die Kenner der hebräischen Sprache mit Begierde die Kunstwerke deutscher, französischer und italienischer Bücher in. sich (Aufnahmen u. s. w.; ihren Geschmack aus der Scholastik herauszuziehen verstanden rc.. Im Epischen hatte bereits Hartw. Wessely ein schönes Beispiel gegeben rc." Alles dies ist grundfalsch und bekundet gänzliche Unfähigkeit zur Beuttheilung hebräischer Poesie in ästhetischer Hinsicht. Die Sache verhalt sich vielmehr verkehrt. Sobald sich der Dichter von seinem heimischen Boden entfernt, verliert er seine Originalität. Dies behauptet man sogar von Shakspeare, dessen Stücke, bevor er noch studirt, die besten sein sollen. Und ganz deutlich sehen wir dies bei unseren Dichtern. Sobald sie sich vom orientalischen Boden abgewandt und fremde Poesieen in sich aufgenom-, men, desto mehr entfremdeten sie sich dem wahren Geiste der hebräischen Poesie. Man sehe nur die vielen in den aufgenommenen Nachahmungen und übersetzten fremde Dichtungen. Schon die Idee, ein Gedicht Göthe's oder Schiller's im Hebräischen wiedergeben zu wollen, zeigt von der Blöße aller dichterischen Gefühle des Uebersetzers. Dort steht Schiller's herrliches Gedicht „An die Freude" in hebräischer Uebertragung, in welcher auch nicht ein Dichterfunke glimmt, obschon dessen Verfasser, um mit Jost zu reden, „viele fremde Sprachen in sich aufgenommen und sich von der Scholastik des Talmuds losgewunden hat." — Hier ein Pröbchen davon: Bik. Haitim 1825> Seite 100.

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