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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-04-03 · Heft 15 (3.4.1848) · p. Seite 229

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 15 (3.4.1848)
Date
1848-04-03
Page
Seite 229 (sequence 11)
Language
German
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229 es mit Weisheit, betreibt es mit Ausdauer ff^ffv Da kann. .nun freilich nur Scharfsinn und viel Künstlichkeit dm Zusammenhang herausbcingen. Da - wirddev Nachkomme! denkenfürwahr-, das muß eind verworrene Zeit, das muß ein''wirrer Zustand/ gewesen sein-, worin der wackere, gesinnungsvolle' Redner zusolcher Gelegenheit feineöZustucht nehmen mußte, um Dinge, die er immerfort 7zur. Sprache bringen muß, hier der Menget an's Herz zu legen. —. Rede am Grabe des sel. Bezirksrabb. Elias P rag er von B ruchsal, gehalten den 12!,"Mai 18.47' von Benj. Willftätter Rabb. Verw. Karlsruhe, 1847. Pred. beim Trauergottesdienste für den jet..Bez!Rabb. Elias Präger, am 20.Juni 1847 vom Rab's 'Äerw! Prager. Karlsruhe, 1847. In beiden Reden' wird der rabbknisch gelehrte' und patriacchatisch sittliche, 80jährige Greis nach Verdienst belobt und religiöse Lehren daran, geknüpft. An die zweite Äede'knüpften sich Personatien, aus' denen wir Folgendes entnehmen.! ' Wir werden durch dieses einfache'Lebensbild'in Zeiten versetzt, diejetzt auf immer vergangen' sind. '1767 zsi'sJungholtz jmElsaß geboren, studierte er bis zu feinem 1'6ten Jahre den Talmud bei seinem Vater, einem Räbbiner, ging dann auf die Talmudschule zu Hagenthal 3 Jahre, nach Mannheim, wo! er 8 Jähre"'im Hause Abr. Naun's den'Talmud betrieb, als Hauslehrer nach.Frankfurt, wurde dann Kaufmann zu , Alibörf, mußte das . Geschäft bald aufgeben , blieb bann mit' seiner'Familie 18 Jahre im Hause seines Schwiegervaters, bis er 1819 Rabb. zu Bühl, 1822 Bezirksrabbü zu Bruchsal wurde und dieses Amt noch 25'Jahre bekleidete, in welchem ihm sein Sohn gefolgt ist. In: seinem 69sten Jahre hatte der rüstige Greis zumzweiten' Male 'sichverehlicht. Sein Andenken sei zum.Segen! -7- Wir kommen zu einzelnen. Predigten. „Jsrael's vier Vergehen."., Am Versöhnungstage 5608 im Kultus- Tempel der ofner israel. Jugend. Von I. Einhorn, Rab. Kand. Ofen,. 1847. Der Tod Nadab's -und Abihu's nach der .bekannten Auslegung von Barkafra auf Israel, angewandt: 1) Sittenlost'gkeit der Tugend, 2) Werkheilkgkeit der Alten, 3) zu große Stabilität, und zu weit, gehende Reform, :4) die Uneinigkeit in Israel.— „Zur That!" Ueber 2. Mos. 14, 5—16 am 22. Jan. 1848 in der Gemeindesynag. zu Ofen. Von I. Einhorn- Rab. Kand. Ofen, 1848. In der Erzählung vom . Auszuge aus Aegypten, von den Vorgängen am rothen Meere entnimmt der Redner vielfache Anspielungen auf die jetzige Zeit- und fordert die Israeliten auf, kräftig Handanzulegen an-chen Fortschritt ihrer äußeren und/inneren-Zustände. Die hervorstechenden - Eigenschaften dieser beiden Predigten sind : Scharfsinn in der Auslegung und" Anwendung im Günzen und Detail, und feste, männliche Gesinnung. Hingegen ist die Abfassung und Ausdrucksweise noch etwas ungewandt und inkorrekt. Der Verf. wirdbei' - fortgesetzter /Entwickelung' ein sehr tüchtiger Volksdednet 'werden. —- „Die Nächstenliebe im Lichte der Götteslehre." Am Isten Passatage 5507. Von A. Neu d a ,- Rabb. - Wien/'1847. - Die Tora knüpft öfter die Vorschriften der Wohlthätigkeit und Liebe an die Erinnerung des Sklavendkenstes in Aegypten. Der Redner betrachtet daher die Liebe in ihrer verschiedenen Thatäußerung. Es fehlt-'der Sprache am Nerv, an Gedrängtheit und Stärke, dem Ganzen an Abwechslung, wenn auch hie und da schönes milde Stellen. — „Das Ewig-Bestehende im Judenthum." In der Synag. zu Stockholm am- 2ten Sukkottage 5608s von vr^ Moritz L 6w ent h al. Stockholm und Leipzig, 1847. Wir können-uns denken,- daß eiu Redner öfter Veranlassung hat, sich in dem Zeitmaße seiner Rede übeo das Gewöhnliche und Empfehlenswevthe.hinauszusetzen. Um so mehr muß dann aber der! Inhalt der Rede durch sorgfältige Vertheilung des Stoffes und genaue Einheit' und' Ueberschaulichkeit- - der Theile dem Hörer - gegenwärtig bleibenkönnen. Die vorliegende Pred.--hat einen Umfang von 38 >gr. Oktavseiteu/ ünd besteht in der That aus zwei Predigten, die mit einander keinen Zusammenhang haben. In dem ersten Theile bespricht ec die' ewige Dauer des Gotteswortes, indem die Erzählungen der Schrift noch heute für uns belehrend sind, und wir insonders - auf den Ge ist der Gesetze zu achten haben. Im zweiten Theile lehrt ihm das Hüttenfest: Gott ist's, der uns von Leiden befreit, Freuden verleiht und das Leben erneut. Im Uebrigen ist die Sprache schön, (bisweilen inkorrekt, z. B. das Herz zerstechen,") die Gedanken lauter, die Gefühle ergreifend. — „Das unbedeckte Haupt.". Vom Obervorsteher und Prediger Hellwitz in. Soest, 1847. Der Redner hält es für eine Unsitte, in der Synqgoge mit bedecktem Haupte zu beten-, und führt aus, daß die Vernunft lehrt, unbedeckten Hauptes zu. beten, in der Schrift keine Anlehnung! dafür sei, und' Autoritäten dagegen sich ausgesprochen. — „Geist, und Wesen israelitischer Religion." — Pred. und Einsegnuygsrede, am Pfingstfest 5607. Von vr. H. Jolowicz, RE

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