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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-03-13 · Heft 12 (13.3.1848) · p. Seite 175

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 12 (13.3.1848)
Date
1848-03-13
Page
Seite 175 (sequence 5)
Language
German
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die-s^eiysWgey Gaben-der Bekenner erhält; 'hie belgische^ fn -welcher,, die Kirche vorn Staate gänzlich.getrennt ist,, aber,-vom Staate erhalten, ihre Diener vom Staate.desoldet'werden; und die bisherige französische, in.welcher der. Staat?diss, Kirche erhielt, aber auch das Aufsich Lsrechtt über sie hatten . Es laßt sich denken/ daß das Letzterenunmehr aufhören wird', , wie denn Unabhängigkeit der Kirche vom Staate zu dem Programm der provisorischen Regierung gehört. Weniger ist es denklich, daß damit die Besoldung der- Geistlichen rc. aufhören werde, sondern das belgische System wird wol angenommen werden. Und dann wird jedenfalls das Judenthum gut wegkommen, das, bis jetzt doch nur sehr, stiefmütterlich an den Gaben des Staates betheiligt war, und darin weit hinter der protestantischen, und diese wieder weit hinter der katholischen Kirche zurückstand. Sollte aber das nordamerikanische .System angenommen werden, so würde auch.dies bei Weitem, weniger das Judenthum als den Katholizismus treffen. Freilich würde es schwer halten,.die nöthigen Mittel, nachdem die französischen Juden achtzehn Jahre nur wenig gezahlthaben für Erhaltung ihrer Synagogen, und geistlichen Lehrer, zu. finden,, und die Rabbinen Lnsondcrs würden^ hart davon betroffen werden, wohingegen Synagogen, Chasanim und Schächter Nichts zu fürchten .hätten. Allein noch schlimmer erginge es den großen katholischen Würdenträgern. Wahrscheinlich wird nun Alles provisorisch so bleiben, wie Ls war,. bis die Nationalversammlung zusammenberufen worden. . ,,, : —. Im. Elsaß .sollen sich an einigen§i)rten Ruhestörungen insonders gegen die. Juden gerichtet haben. Die Baseler Zeit, berichtet, daß man in Altkirch die dortigen,Juden gemißhandelt, die Synagoge ab.gedeckt habe,, so daß Diele Familien sich nach Basel geflüchtet haben.. : .... - Deutschland. Kassel, 23. Februar..., Gestern kämm ^unsrer Ständeversammlung der Antrag des Hexrn' v..Buttlar wegen Beschränkung der.Israeliten hinsichtlich des; Verkehrs mit Grundeigenthum zur Verhandlung. Die Stimmungen und Abstimmungen her Mehrheit unserer gegenwärtigen Deputirten ist bekannt^. gleich w>ol erhob . sich^ für denAntrag,außer -demHusschußreferenLen,; Herrn v..Schlenk,sirnh hem Äntragstelldr ' selber auch! nicht ein einziger Vertheidigep, -wahMh ,die.'-Herren Henkel, Schwarzenberg-, -Ledrer und mehrere Anhere mit Entschiedenheit gegen' denselben sprachen^ Herp v. Buttlarergriff daher mit. sichtlicher Freude die ver-. mittelnde Hand des Herrn v. Kendel, welcher daraus antrug: die Staatsregierung zu ersuchen, dem.invielen Gegenden sichtbar gewordenen Wucher mit Grundstücken -ihre.besondere. Aufmerksamkeit zu schenken und auf abhilfliche Maßregeln im Wege der Gesetzgebung Bedacht zu nehmen. Fast alle Redner schloffen.sich, diesem allgemeinen Antrages an, und wurde Derselbe nach verschiedenen, ziemlich unwesentlichen,-Modifikationen und Zusätzen zum Beschlüsse erhoben. . . . (Köln. Zeit.) Wittenburg- (Mecklenburg-Schwerin), 24. Februar. - (Privatmitth.) Dem Beispiele,, womit Sta^ venhagen, hinsichtlich des Gottesdienstes, vorangegangen, ist jetzt auch die hiesige Gemeinde gefolgt,: indem sie das Bedürfniß eines bessern zeitgemäßen,. Kultus fühlend, gleichfalls einem deutschen Gottesdienst unp den dreijährigen Zyklus der Loravorlesungennebst deutscher Haphtora nach eingeholter Genehmigung des Oberraths eingeführt hatt. . Aus Suddeutschland, 3... März. (Kxivatmitth.) Die bedeutungsvolle Zeit,, welche urplötzlich hereingebrochen, . kann auch auf die Entwickelung der jüdischen Verhältnisse, nur.wesentlich, einwirken.,/' Dfe Gewissensfreiheit, die . bürgerliche. Gleichstellung, .ohne Berücksichtigung der verschiedenen Kui'te, ist Eines der großen -Prinzipien. der neuern- Zesi geworherz / und muß . daher seine Erledigung finden. .Schon est-hierfür manche öffentliche Kundgebung geschehen, f Von B i n gen ist ein e, Petition an die, hessische.. .Siän'he^ versammlung 'ergangen, deren zweiter Punkt „Freiheit hes Gewiffens und der.Rel.igionssibung, gleiche. Berechtigung Mer, -ohne. Unterschied der Konfessipn/f.H. Von K a r ls'r.u h,e, deren sechster Punkt war.:, ^Gleichstellung aller Religionsgesellschäften^. Äon'M'ärn^ deren siebenter Punkt: „gesetzliche Gleichstellung Ünd Freiheit des religiösen Kultus".^ Hoffen, ^wir, daß diese Wünsche eine gesetzliche ExMung erhaW.'-.^ Darmstädt, 2^.. .Februar. dem fünf Stunden von hier. entferntery; i* ch e ls h e i m, .M.h esflschey.NhAjyÄhe,'.W-.gifl.^.YMM

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