Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 12 (1848)
- Issue
- Heft 10 (28.2.1848)
- Date
- 1848-02-28
- Page
- Seite 142 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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142 Mitchell von Bridport und Wolwerhampton, Simeon von 31 Magistraten der Insel Wight, Ward von den Behörden von Sheffield; die Herren Lascelles, Wakley, Brown, Verney, Craig, Ricardo; Lord Stuart von Römisch-Katholischen von Kentishtown, Walter von Nottingham, die HH. Power, Hodges, Fox, Hayter aus Wells, Muntz von Birmingham, Strutt von Derby, Lord Bentinck von Oxfordshire und King's Lyon, Cowan von Edinburg, Cobden von Porkshire, Pearson von 9879 Bewohnern von Lambeth, Hume von Boston, Reynolds vom Magistrat von Dublin, und von großen National-Repeal-Affociation von Irland*), Gibson von Manchester und Liverpool, unterzeichnet von 23,000 Personen, Crawford von Rochdale, unterzeichnet von 3078 Personen, und von verschiedenen Plätzen Irlands, Clay von Tower Hamlets, unterzeichnet von 32,000 Personen, Turner, Aglionby, Bemal von Rochester, der Attorneygeneral, H. Rice von Dover, Osborne von Middlesex, unterzeichnet von 9800 Personen, Raikes Currie, der Ear^von Lincoln, Viscount Morpeth von Doncaster und anderen Plätzen, der Kanzler of the Exchequer von Halifax, Grey, Horsman, Oberst Freestun, Buller, Smith und andere ehrenwerthe Mitglieder des Hauses. Gegen eine solche Aussprache des Volkes stehen die wenigen Petitionen gegen die Juden vereinzelt da! Deutschland. Frankfurt am Main» 6. Februar. (Von Herrn Rabb. Stein.) Es wird jetzt ungefähr ein Jahr sein, daß eine von mir über den Vers tu na banun us ab, „darum essen die Kinder Israel die Spannader nicht" (1. B. M. Kap. 32, V. 33.), in der hiesigen Synagoge abgehaltene S Hafterklärung viel Redens und Schreibens verursacht hat. Die nun am gestrigen Sabbate über die Stelle: abro ■’TJ b©an ab du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner MutterMilch (im 2. B. M. Kap. 34, V. 26. am Ende des herkömmlichen Abschnittes aran *>a, wo wir jetzt im dreijährigen Zyklus stehen) von mir abgehaltene Schrifterklärung wird, wie ich nicht zweifle, Federn und Zungen nicht minder in Bewegung setzen. Um daher von vornherein das Urtheil in das rechte Geleise zu *) Dieselbe Unterzeichnete: „im Namen einer Million Menschen." bringen, und mir hinterdrein Red' und Antwort zu ersparen, halte ich es für das Geeignetste und Pflichtmäßigste, den betreffenden Theil meines gestrigen Vortrags hiermit wörtlich und genau in diesen vielgelesenen Blättern dem größern Publikum vorzulegen. Möchte er auch in weiteren Kreisen anregend zu wirken fähig sein! Nachdem die jenem Verse vorhergehenden Verse erklärt und Gelegenheit genommen worden war, Sabbat, Festtag und öffentliche Gottesdienstfeier einzuschärfen, wurde folgenderweise fortgefahren: Gewiß, jene beiden wichtigsten Einrichtungen unseres Religionswesens, Sabbat und Gottesdienst müssen gehoben werden, wenn die angestrebte Reform des Judenthums eine wahre, religiöse, von innen heraus wirkende sein soll. Heißt nämlich resormiren umgestalten, so liegt schon in diesem wichtigen Worte die Weisung, daß das Umgestalten nicht führe zu Gestaltlosem. Darum wollen wir's nie versäumen, Worte der Wahrheit, und mögen sie, wie uns das oft widerfahren, von beiden Seiten übel ausgenommen werden, nach beiden Seiten zu richten. Am Ende wird doch die Wahrheit siegen, die, wie überall, nicht an den äußersten Punkten, sondern in der Mitte liegt. Neben Feiertag nun und Gottesdienst werden in unsrer Vorlesung noch andere Gesetze gelegentlich aufgeführt, die Helligung der Erstlinge von Menschen, Thieren und Pflanzen in Anschluß an das an den Tod der egyptischenErstgeborenen erinnernde Ueberschreilungsfest, und in Anschluß an die Heilgung der Erstlinge das Verbot: Du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner Mutter Milch. Wenn nämlich die Erstlinge, welche die Natur uns schenkt, uns nicht blos Hinweisen sollen auf die wundervoll schaffende Naturkraft, als deren Zeugniß der Erstling erscheint, sondern vielmehr den Sinn hinlenken sollen auf Gott, von dem alle guten Gaben kommen, und unter dessen Walten die Natur wirkt: so sollen uns um so gewisser die edleren Naturgefühle, welche der Meister der Natur in die Natur gelegt hat, überall heilig sein; sie ehrend, verehren wir Gott. Welches Gefühl nun ist heiliger als das elterliche, insbesondere das mütterliche? Wenn es nun schon die zartere Empfindung verletzt, daß das neugeborne Thier, kaum in's Dasein getreten, und im Begriffe, des Lebens, sich zu freuen, gleich wieder in den Tod gestoßen wird, weil der Mensch es verzehren will: so