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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-02-21 · Heft 9 (21.2.1848) · p. Seite 131

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 9 (21.2.1848)
Date
1848-02-21
Page
Seite 131 (sequence 13)
Language
German
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'.' ni.' P-sth, i- Februar."-/, ., ^:>Sas..ZsraMteuspW^-:, Düs--VesitzelUJsraelltenspital Wrt^stiner'' imposan'teü Bauatk u'nd'-sseineü-H'rä'chtvoÜen Einrichtungen ' wird feit Mzer Zeit' mit MM^'üiihnmki'chen Grauen' betrachtet Seit' feiner^ ErbaÜung -waltet 'dereigene Unstern - über ihm, daß es -in -fünf' Jahren - schon den' vierten seiner Sekundärzte^deNi Dtküs übergab. ' :/ Am'25: Jnnüür 1:1. war-es unser 'braver' Kollege, mecl^ vr! W/-der -der- Vierte in 'diesem Todtenkranz / -in der Blüte feines': jungen; Lebens als -bedauernswerches Opfer seiner se'chK'tird'nAtÜchiin - Dienstzeit'- GrM bb'L stattet 'würde. -' Wök^ist - es nichts'' Neues, -daß' Spitalarzte '-zumal'-zur'Zeit-"g'rassirender Epidemien nicht nur der-'Menschheit Priester Find'- - -sondern' zugleich als'deren SühÄopftr'-fällenj"allem 'wo dergleichen-verhängnißschwere Aa l l-e inünüfiterbrö'chenecReihenkette Erfolgen) da ist-es Pflicht des'gewissenhaften - Arztes- ' mit 'allenihm^ zu Gebote stehenden'Mitteln -die müthmastliche Ursache zü erforschen / -künd' die 'ResülMe -seiner- Forschürkg r; b^n Betreffen den - 'stöbzulegen. l> -Dieses - ün d''-^ein an detes'-Motiv warH'eS)L 'Va^ '^üns'-Änelferte' Aügelegenheit - eW schieden das^ÄZört'M ergreffen. ulY'!?< iVj Wir können es-unumwunden hehäiLstLe»^'-'NNb der geneigte Leser -wird'- bald-^zü-derftlben 'Ueberzeüg'üng gelangen, -daß > unter' allen- - erdenklichen öffentlichen ärztlichen Postenja sogar unter -allen ämtlichen Äedienstungen hiesiger Gemeinde üüstreiiigd,b Ässistenz-an obiger, in vieler Beziehung- MusterhafterÄnstciltnm Schlechitesten und' Miserabelsten -dotirt ist?-^- ' Zur MötivicüNg obigen Ausspruchs diene - eine "kürze Pärallelistrüng der Pflichten und Vörtheile) die' mit' 'fraglicher'Anstellung verbunden sind. 'ÜnserAWenk/- der weä:Dr/ sein -müßmacht des' Morgens- 'nuchdem"-er dcis Bettverlassen,'' bei 50—90 Kranken die-Münde-'wozu'^r wenigstens e i'tt e S t ün b e bedarf;'' hierauferscheint, a der'zü einer'ganz unbestimmten Vormittagsstünde der ehrenwerthe Primat) ürü die große -Morgenvisite - abzüh'atten/ -^was L-'S'tum d e ü dauert Nach"-'biestr W'iM'-verfügt sich-beb-Assistent mit dem Krankenwärter in die Hausapotheke, wo sie wieder eine Stunde zubringen, um einen beträchtlichenTheil der Medikamente als: Lwetioa, Pnrganzen rc. zu bereiten. Jetzt schlägt die Thurmuhr 2 nach Mittag, und der Assistent eilt in die Stadt zum Mittagsmal. Jetzt naht tzieAbendvisite- --M mif d'eW-'abermülitzbn "phar'mäzeütkschen -D'p'erätkö'nen - 2 - S tu n d^e n" beansprucht.' ' S ü'm i't h abe n' w!$ sch ö n täglich --6 "S tu n de n ob'lig a t e r B escha ft igung. Jn'-den^ dazwischenliegenden Ruhe- Momenten ,' -damit "er nicht - ganz '-da' - dem Müsflggang verfalle',- 'hat - er-" bm 'täglichen Speisezettel anzufertig'en; alle ' K'raNke - mit Namen'-' - Mer'/'- Geschlecht," Gebnrtsört- Namen der--Krankheit)- Tag des Ein- und Austritts ins Spital n-s. w. 'zu protökolliren; jedem Bett die Kvpftafel'zü schreiben; den Austretenden die Rechnung zu machen, sowie die' der Apotheker zu revidireüf'ferner auf ' Ansuchen -'der - '-Spitalverweser arme Gemeindekränke' in dumpfen Stuben- und nassen Kellern gratis zu behandeln u. s.' W., was Alles ihm täglich 3—4'Stünden Gelegenheit giebt, sich mit Werken der Humanität und Nächstenliebe zu befassen. Schlagt man -noch -• hiezü'/- dtrß der Primararzt "oft aus' Privatgründendie 'Mdrgmvifit'e 'in- -reicher -Abwechslung - bald v'ocbald rückwärtsschiebt, -so' daß m-jüngstverflossener Zeit der Mor^'enbesüch - üm " 8'- Uhr-Morgenszüiveilen um- -W'ormiüags^-'oft'' aber' gar -nicht begann/ -ohne daß der Sekundär früher' davon - unterrichtet -gewesen und er-daher' iti g'täübiPL-'DMüty'lstets'-'4Mn 'ganzen' Vormittag: harren 'mußte^der^DlNg'e, die: da- 'kominen "werd^ü^- wird' biss Alles m gehörigen -Arischlag gebracht/-so ist es klar/'daß der'avm^Ässistent)^Vii- Nacht aWrechr net, -tagli ch-10üÄ'deN iN der v^e'rp°est e t'en Sp italslü-ft-derkü'm m'ern m uß*% Die außerhalb der Stadt befindliche Lag'e des ''Spitals-- die--ewigvariirende' Mörgdnvifite''- machen' es dem Sekündariüs^ -rein unmögtt'ch, sich der Privatpraxis zü' befleißigen/ w'o'dütch et Nüsschl-keßlich - ciuf' fernen fixen'- Gehalt angewiesen "ist. Änd worin besteht ■ der?-'r? Unser' ined; Vr. erhält-J rin'e leere Wohnung - und'' ötn' üNgläüblichenjährlichen Ge- HÄt -bön-'"80 säge' -Ä-chtz-ig "Gülden. wtihr^ Dü staunst lieber"Lef/r, 'allein 'diese'-Scrlarirung tzehort auch izu ' jenen Dingen > "ÄÄ ^denM-^'üach ' ShakeWerkt^, unsre-Philosophen' niHt"^^elnmal ^MräNMt?'"Daher--kanN es äüch mcht^wunderndaß - der"'vorlctzte - Sekundär nach einer'-dreijährigen -Äienstzeit 'eine'- passive Schüldenlast bön ''-inchrmtäüfen'bs-^'Gulden' h'inwrlie'ß;* wer aber, gleich dem^Letztserigen"'im WeDlr^W^sM''StüdkeE aüf K'ö- Vit mo.r.'j'.'! ziiy *^WelPestet;,nennen yrsr dje, LM djeser Wstalt schon deshalbweil sse^tmtz ihrer.,.schönen,Ausstattu,ng.-unvorsichkigerweise in "der' Nähe von MitaÜsgedehnten, ' qist- 8WMWdöiL^SWPfeB"MM : 'uU''A

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