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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-02-21 · Heft 9 (21.2.1848) · p. Seite 130

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 9 (21.2.1848)
Date
1848-02-21
Page
Seite 130 (sequence 12)
Language
German
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keuscher Reiz' in wohlangebrachten Gleichnissen üW-einlM gutge fügten Satzbay'besteht. - Er-' ist,- M'es sich' bereits aus dem Inhalte ergab,"aus 'Vre! 'Strophen züsain'mengesetzt,. deren jede aus "zwei Versen besteht. ' In dett beiden ersten' Strophen‘ ist immer der erste' Vers- (1.- 3.) viergliederig, der zweite '(2.4.)zweigliederig^'Die Schlußstrophehat. beide Verse Zweigliederig^, 'also.' 'Ä. '2l'Äv'-'2r 2. 2. H .Die Sprache - ist durchaus ieihfdd)>??inntg/: unb -bte vielen Konjunktionen - V.' 1. 8; 4, && "O 2.- 4. •p.-aV 4. js-1?3> 5. ■’S 6., die oft wiederholten l.;4.' 5. 6., 1^1 t. 6v> tnp'Hä' 5i 6. nehmen ihm das höhere poetische Gepräge, undnahem ihn noch mehr dem Sitten--'!und Lehrspcuch / tvödurch' er-seiner'-Bestimmung gänzlichnahe tritt. — (Folgt' der KömmentUr zubest einzelnen Versen im Werke selbst!)- : -j ' r:i: - Der neunte un d zehnte Psalm. ' Seit länger Zeit wollen^ von den Erklarern Einige, den Septucig: und der' Vulg. folgend/' die Pst 9: Und 10. als einest einzigen, ungeschickter Weise zerrissenen betrachten/Andere diesnicht anerkennen, sondern als zwei verschiedene ansehen/ ' Da Beide Momente für sich haben, so kastn man schon'Doraussetzen, daß das Richtige ist der Mitte liegt! Wenn schon Ps. 3. und'4., Ps. 5. und 6.'uts' zusammengehörige, einander entsprechende Lieder erschienenvon denen jedoch nur bei den Ersteren eine gewisse Absichtlichkeit der Gleichartigkeit zum Vorschein kommt: so haben wir in den Ps. '9. und 10. ein Paar Psalmen, die--der Dichter mit vollem Bewußtsein, zwar als getrennte, aber doch sich entsprechende, sich gegenseitig ergänzende, und so zu einem Ganzen sich'bereinigende Gedichte, ungefähr in derselben Zeit, 'abfaßte. Diese Ansicht erweist sich als die richtige sowol durch Form, als durch Inhalt und durch Situa tion. 1)'Dürch die Form. - Die Gleichartigkeit zeigt sich zunächst in der Sprache, welche sowol überhaupt denselben Charakter der Alterthümlichkeit, 'Ungewandtheit, Breite und doch der Kernhaftig'keit hat, als auch im Besonderst sich' in vielen Änklangen bewegt, wie: riinr'b 9, 10. 1. 'n N721P 9, 20. 10, 12. 9, 20. 21. 20, 18. 'NSW'mit 9, 13. 19. 10, 12. mit 9, 19. 40, 11. 9, 13. 10, 4. 13! •p 9, 10. 10, 18 u.A. Ferner durch die durchschimmernde alph abet'ische O rdstung, die jedoch in Ps. 9. fast vollständig, in Ps. 10. sehr beiläufig beachtet ist; (nämlich immer abwechselnd Vers um Vers von 8—Ä, dann 4 V. mit 1, regelmäßig f—1*, aber p in leichter Abwechslung für 's. Ps. 10. hingegen' bezeichnet zwar den fottsttzestMAnsatig mit V, laßt aber dünn? dieÄlph^WiMDrdnÄng fallen bis gegen Ende, wo sie mit^ p—n reaeltyaß^g w^,r erscheint , nuc"baß einen','JÄer sch? ^Wv-'Desß' hat. Diese" Vesschiebenheit in den^bU'eÄ/Ps. erklär^ sich.aus ihrer verschiedenen' Strstphttiäbtheklüstg!)g 'Än der H'trsd phenst-bth'eiluyg zeigt -sich' niürg.die''VerschleöAheit belder Psalmen ganz, 'jirboch^ÄU batik triederum zuletzt einigen Ankläng '8ristge'std'/''■ Ps^ä'^bau? ssH ^regelmäßig kn Strophen aüs je Kei, ''sturM<ikM^Ägen''Äersm guss Stk: '1 (2. 3.) spricht 'das''; die' zweite (4;.j 5:) die Ursäche; die dritte (6."7!) st>äs Gott gewirkt) schließt nachdrücklich di'e"stierte (8? 9.) Gott als, Mchter, p die - fünfte /(IQ;.-. 11<)..iGo.tt^-als Züflücht, beide.Stroph.ey. mit -/n) uytz 'iRtöl'Vrftmwnfy ..dielfürifie mit 'n nachdrücklich schließend, die sechste mit 'ns*, mm Neuem ästh'ebeyd;)d'iese sechste (12.' IW GÄais Retter feiernd; die siebente' (14/ '15.) SSittc tfrri fernere Rettung; dii achte 16. 17,)f 'chaler vke Freöle'c'sHon' verstrickt hat) mit Sela schließend; därstm dke'tiMte''(l839‘0 1)te Gewißheit des Untergangs der'Frevler/ü'si^^der'ÄtettüNZ der'Bedrängtenund big'z'ehnteg(20/ 21'.) ein^abschllseßender Aufrufan Gott/ den ' Äenschest ihre sterbliche Naturzu erweisen, mit^öip 'bkginsteny mit'chbd schtleßend.-' Jede Stko'phe' begmnt däher mit .einem Buchstaben des Alphabets , wonur flirrt nicht''klar' erscheinen: Oer zehnte' Psaltij histgegest ist 'fern"von' dieser Regelmäßigkeit. ' Er trennt'stch^ in 'Mi Hälften) "deren erste (1 — 11.) in großer Breite' bas 'Th'ust der Frevler schildert,- die zweite (12—18:) Gott zum Gericht äufrüft, und die Gewißheit seiner Hilfe ausspricht. 'Ist dieser zweiten Halste kehrt die zweiversige Strophenadtheilüstg ünb1 die alphabetische Ordnung wieder, bie erstg^ttöphe (12. 13.) - Aufruf an Gott' und Motiv, die' zweite (\i, aWr ein fünfgliedriger Vers) die Gewißheit' der' 'Vergeltung/die dritte (15. 16.) nochmaliger Aufruf und Zuversicht, die vierte (17. ^8.)'die'Gewißheit der Hilfe durch das" Gericht. - Die erste Hälfte'''des zehnten Pf.' dagegen zeigt keine bestimmte Strophenäbcheilung, und laßt sich höchstens dem Dinste nach in 1—3/ 4—6/^üstv)7 —11 übth'eilerr, also 3,' 3, -5."'' Hier verschwindet die älph.abe'tische Ordnüng gänzlich. Während 'demnach die Aehstlichkeit/ der Anschluß beider Psalmen an ' einander 'durch Ssttache, alphabetische" Ordnung ustb'SttoHettabtheklung hervorlestchtttg ist es doch ^lar,''daß sie Beide feiste Eksthekt"Md^st,"'föndedn'chtt Dichter sie stiit Bewußtsei'n"'ast8'- elnandergehaltey. " (FortsetzunL folgt.) " g) .

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