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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-02-14 · Heft 8 (14.2.1848) · p. Seite 115

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 8 (14.2.1848)
Date
1848-02-14
Page
Seite 115 (sequence 13)
Language
German
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115 Lexikon die bezeichnenden Worte sagt: Nie hat ein König in Spanien die Gewalt besessen/ welche M. bei seinem ersten'Auftreten ausüben konnte, hervorgehoben werden muß. — Daß der Raum bei den Artikeln nicht gleich vertheilt ist entschuldigt die Redaktion und darum ist auch die schöne aber zu weitläufige Lebensschilderung von Sonnenfels, obwol hier nicht gerade am Platze, da S. blos jüdischer Abkunft ohne mindesten Einfluß auf das Judenthum war, wegen seiner großen Bedeutung für Oesterreich und der trefflichen eingeflochtenen Fragmente seiner Selbstbiographie, zu entschuldigen. Als ein grober Mißgriff muß aber der Artikel, der die Bekehrungsgeschichte des Josua ben Abraham Eschel (eigentlich Herschel), Großvater des bekannten Theologen Augusti, einer in keiner Hinsicht markanten Per so nage schildert, bezeichnet werden. Abgesehen von der Tendenz des Buches, 'muß Jeden die Weitschweifigkeit des Artikelsaber noch mehr der darin herrschende Ton, der am Anfänge den Geschmack des Verfassers an Heiligen- und Martyrergeschichtchen, woran doch die Kirche keinen Mangel hat, um sie mit neuen zu bereichern, unangenehm berühren. Es kann daher der Redaktion nicht genug Vorsicht bei der Wahl der Artikel und Mitarbeiter empfohlen werde»; denn wozu der Spreu in dem Weizen? (Jecem. 23, 28.) Die meisten Artikel haben die Herren S. Deutsch, F. Grösser, D. P. ür. Duschak, die des P'ne Joschua, H.D. u. s. w. geliefert. Schließlich die kleine Bemerkung: in der gedrängten Biographie des Abarbanel fehlt bei der Angabe seiner Schriften dessen Kommentar zum More des Makmunk, auch S. 12 in Raschi's Lebensschilderung heißt es'unrichtig: ausDamrog, anstatt: aus Rameru, was Zunz G. V. XV. sich selbst korrigirte. Die Ausstattung , die mit dem Titelbilde der Schauspielerin Rachel geschmückt ist, ist recht anständig.' ' ■ Oppen hei m. Korrespondenz. .- Wien^ 5. Dezember 1847. Die GemeiudeangelegenheitenL - ~ ^..(Schluß.)', Wichtiger als der Armenverein, möchten wir sagen, ist der ' J. ■ . .;; Verein zur Beförderung! der Hand werke uttte r den inländischen Israeliten. ' ' Ec ist in seiner Bedeutung um so größer. Während chas Almosen, und wäre es auch noch so bedeutend, inimek kaum inifcb nützt, gilt es hier dem kommenden Israel einen Grund und Boden zu schaffen ‘"ibirib dem kommenden Geschlechts ein Gebiet zu geben, wo es sich als Israeliten Ansehen- Achtung und Geltung erringen und erzwingen soll. Doch leider, wie heute die Sachen stehn, schaut es nicht darnach aus/daß die Israeliten, die heute unter dem Joche des Meisters und der Arbeit seufzen, auch wol als Israeliten die goldenen Früchte einsammeln werden. Der Verein wollte auf die Massen wirken, und hat daher gui venit angenommen, mit Schurz und Fell ausgerüstet, um in den Kampf für die Zukunft zu gehen; aber um auf Massen zu wirken muß man Masse haben, die in solchem Maße keinem Vereine zu Gebote stehen. Wie leicht erklärlichist es bei dem besten Willen unmöglich, all die-Lehrjungen dem Meister und der Meisterin gegenüber zu überwachen. Ebenso nothwendig als man die Jungen vor den Insulten der Meister rc. bewachen muß, ebenso nothwendig ist es auch andrerseits die Jungen zur Arbeit anzuhalten, scheint doch auf Vielen der Fluch. zu liegen vn tns-tf.. Auch wissen wir, daß ein sehr thatiges Mitglied, Herr L. B. einigemal nachdrücklich dafür gesprochen, der Aufnahme Schranke zw setzen; —i doch eine solche Weltidee, von aller.Welt Lehrlinge anzunehmen, damit sie in alle Welt gehen, wollte matt nicht aufgeben. Ebenso unbewacht sind die Jungen in religiöser Beziehung, wozu: ihnen auch keine Gelegenheit geboten wird. Freilich predigt man . ihnen:-„Ihr seid.wie das Militär Ihr müsset beim Meister essenmüsset Samstag rc. arbeiten, bis Ihr am eignen Herde sein werdet, müsset Ihr dem Glauben und.dem.religiösen Satzungen, wie Euere Vater treu anhangen.":-Man kann sich aber -denken, was diese.Worte nützen -her Jungen, die von.Jugend auf an Werkh eiligkeit-gewöhnt sind- und auf einmal zu einer Religion-vetz Geistes Kommen sollen/.- Was daher die Folge , ist? Sie: saugen den Verein.aus, - der Me Theil gehetinzwischen. mal n'DTinb, der andere Theil: gehet. in die - Welt. bis. auf wenige Ausnahmen --. und.r bleibt sein: Leben lang ein. D12«; der-.-Begriff 212erist ja . relativ. Der Eine ist -einvid-rwenn er .Samstag -nicht arbeitet, .'und dadurch; weniger verdient; der Zweite,: wenn er bei schmalenvMelde, beim Judennoch emrlschmälere. Kost/ als/der: Geldbetrag ist.

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