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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-02-07 · Heft 7 (7.2.1848) · p. Seite 97

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 7 (7.2.1848)
Date
1848-02-07
Page
Seite 97 (sequence 7)
Language
German
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97 Dieses Gutachten ist dem Vernehmen nach auch bereits der betreffenden Behörde übergeben worden. Wie man auch hört, sind, wenn schon nicht seine UniversiLatskomilitonen, doch die Komilitonen seiner Ideen in derselben Angelegenheit, die Rabbiner Bamberger in Würzburg und Wechsler in Schwabach. Einsender glaubt, dem Judenthum einen Dienst erweisen zu können, wenn er das zelotische Treiben solcher Männer vor den Richterstuhl der Oeffentlichkeit bringt. Aus Mecklenburg-Schwerin, 27. Januar. (Privatmitth.) Der Beurtheiler der Berichterstattung über die tetrower Beschneidungsangelegenheit würde ebenfalls sicherlich wohl daran gethan haben, sein voreiliges Urtheil bis auf die letzterschienene Erwiderung des Herrn Professor Delitzsch, in No. 13 der Rostocker Zeitung, aufzusparen. Er würde sich dann wahrlich überzeugt haben, daß der Ausspruch des Herrn Dr. Einhorn: „es sei ein allgemein anerkannter und durchaus unbestrittener Grundsatz, daß die Beschneidung die Aufnahme in das Judenthum nicht bedinge," doch nicht buchstäblich zu nehmen ist, indem 28 jüdische Zelebritäten, worunter Zunz, Rappoport und Luzatto — das hellglänzende Dreigestirn am Literaturhorizonte des Judenthums — diesen Grundsatz seiner festen Unterlage berauben. Ueberhaupt kann es dem gesunden Menschenverstände nicht einleuchten, wie ein jüdischer Götzendiener oder überhaupt ein zu einer andern Konfession übergegangene Israelit, dennoch stets als Jude zu betrachten sei. Jedoch werden getaufte Juden Herrn Dr. Einhorn für diese Theorie von Herzen Dank wissen, besonders aber der Bischof zu Jerusalem, der von 1839 bis 1848 leider! nur 31 israelitische Seelen dem Christenthume zugewandt hat. Der Berichterstatter in No. 1 und 2. Korresp o «de«;. Wien, 5. Dezember 1847. Die Gemeindeangelegenheiten. (Fortsetzung.) ' Nun hätten wir auch den Standpunkt der hiesigen Israeliten oder eigentlich der Vertreter, und wenn wir wollten, könnten wir es noch redüziren und sagen bes Vertreters, dem Mannheimer gegenüber und viee versa. Endlich vor zwei Jahren Ostern führten die Vertreter, denen es um eine Reform zu thun war; dem Einend weil es Bedürfniß seines Gemüthes, seines religiösen Bewußtseins geworden, dem Andern, weil es ihm um den Zeitverlust, im Tempel, zu thun war (hier handelt sich die Reform blos für den Tempel. Im Hause ist jeder Herr und Meister für sich rrcn da hat Jeder seinen Altar gestellt, auf dem zu irgend einem beliebigen Gott des Tages geopfert wird) in Berathung mit dem Mannheimer eine Reform — zu der er sich um so bereitwilliger zeigte, da sie im Judenthume liegt und die Zerstreuten wieder zu sammeln glaubte — eine, die Ihnen wol bekannt sein wird, welche sich daraufbeschrankte einige Gebetstücke ü’ij?"' *’» rc.) auszulaffen sammt den ‘■psiü ■'w, und ‘pis deutsch zu sagen. Man hat dabei der Reform gehuldigt und der Gottesdienst ward gekürzt. Freilich hieß es lächerlicher Weise im Protokolle: „Um dem dringenden Bedürfnisse und der allgemeinen Klage über die lange Dauer des Gottesdienstes an Sabbat und Festtagen abzuhelfen." Wie viele wußten wol von dieser „allgemeinen" Klage? — Nun fragen wir: hat sich seit dieser Zeit der Besuch zum Gottesdienste' gebessert, oder ist es nicht vielmehr heute wie ehedem? Der Tempel ist zwar vollgepfropft, insbesondere wenn Predigt ist, aber der größte Theil ist vom Lande; von den Hiesigen ist jede Kaste durch 1, 2 bis 3 Personen vertreten. Doch gehen wir jetzt weiter, wir kommen nochmals auf den Gottesdienst zurück, und so wollen wir hier nur Herrn Sulzers noch erwähnen, der auf Flügeln des Gesanges das Gemüth auf zum Himmel tragt. Wir haben in letzter Zeit einen neuen und zwar negativen Beweis seiner künstlerischen Größe gehabt, als wir das Oratorium „Elias" von Mendelssohn-Bartholdy aufführen hörten, wo das dreimal „Heilig" vorkömmt. Welch ein Unterschied gegen das Sulzer'sche, und dazu hat es im Oratorium Meister Staudigl vocgetragen. Dies das Innere, was den Geist i m Tempel betrifft. Wir kommen jetzt nach außen zu den materiellen, finanziellen Verhältnissen.—■ Die Vertreter haben die Administration, doch wie das W i e der Administration ist, 'von dem schweigt die Geschichte Ich will damit Gott behüte Niemanden beschuldigen, daß man die Mittel zu selbstsüchtigen Zwecken benutze; aber wöl

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