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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-01-31 · Heft 6 (31.1.1848) · p. Seite 80

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 6 (31.1.1848)
Date
1848-01-31
Page
Seite 80 (sequence 4)
Language
German
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80 Ihrer Maj. der Königin Viktoria treu sein und rechte Vasallenpflicht halten und sie nach meinen besten Kräften gegen alle Verschwörungen und Anschläge jedweder Art, die gegen ihre Person, Krone und Würde angestiftet werden mögen, vertheidigen will; und ich will Alles aufbieten, um zu entdecken und Ihrer Majestät, ihren Erben und Nachfolgern kund zu machen alle Verräthereien und verräterischen Verschwörungen, welche gegen dieselbe oder dieselben angestiftet werden mögen, und ich gelobe getreulich, nach meinen besten Kräften die Thronfolge zu behaupten, zu unterstützen und zu vertheidigen, welche Thronfolge durch eine Akte unter dem Titel: „Eine Akte zur weitern Einschränkung der Krone und zur bessern Sicherstellung der Rechte und Freiheiten derUnterthanen" beschränkt ist und bleibt auf die Prinzessin Sophie, Kurfürstin von Hannover, und deren Leibeserben von protestantischem Glauben, und ich verleugne und verschwöre hiermit durchaus jeden Gehorsam und Vasallenpflicht gegen jedwede andere Person, welche ein Recht auf die Krone dieses Landes prätendiren oder in Anspruch nehmen sollte; und ich erkläre, nicht zu glauben, daß irgend ein fremder Fürst, Prälat, Person, Staat oder Potentat irgendwelche weltliche oder bürgerliche Gerichtsbarkeit, Macht, Hoheit oder Vorrang, mittelbar oder unmittelbar,, in diesem Reiche besitzt oder besitzen sollte.. Jch.fchwöre, daß ich nach meinen besten Kräften den Bestand des Eigenthums in diesem Reiche, wie er durch das Gesetz festgeftellt ist, vertheidigen will, und ich verleugne und verschwöre hiermit feierlich jedwede Absicht, das gegenwärtige Kircheninstitut, wie es durch das Gesetz in diesem Reiche Bestand hat, umzustoßen; und ich schwöre feierlich, daß ich nie irgend ein Privilegium, zu welchem ich berechtigt bin oder werden kann, dazu anwenden will, um die protestantische Religion oder die protestantische-Regierung im vereinigten Königreiche zu stören oder zu schwächen; und ich betheure, bezeuge und erkläre feierlich vor Gott, daß ich diese Erklärung und jeden Theil derselben abgebe in dem einfachen und üblichen Sinne der Worte dieses Eides ohne irgendwelche Ausflucht, Zweideutigkeit oder innern Vorbehalt. So helfe mir, Gott." Deutschland. Magdeburg, 23. Januar. (Privatmitth.) Die berliner Zeitungen enthalten ein Schreiben des anglikanischen Bischofs Gobat an „die Freunde des Bisthums zu Jerusalem". Das Schreiben ist lang und langweilig.. Ist es schon zu verwundern, daß die berliner Zeitungen, die mit ihrem löschpapiernen Raume sonst sehr sparsam sind, und z. B. von den Landtagsverhandlungen nur Auszüge bringen.konnten, das lange, langweilige Schreiben in seiner ganzen Ausdehnung brachten — 4^2 Spalten in Petit 'so mag dies wol von einem höhern Wunsche ausgegangen sein. Das Schreiben, so lang und langweilig es ist, hat doch zwei sehr kurze Refräns; das erste irr Bezug auf seine Wirksamkeit auf die Juden: Nichts, Nichts und wieder Nichts; das zweite in Bezug auf den Zweck des Schreibens: Geld, Geld und wieder. Geld! Die „Freunde des Bisthums zu Jerusalems, werden sich freuen über diese Doppeldevise des Bischofs zu Jerusalem. — Die erste Seite des Schreibens fordert zu. Nichts Anderm auf, als . zu beten/ namentlich „daß das Uebrige von Israel gesammelt werde, daß sie kommen mögen Alle, ihn anzubeterr, den sie einstauf diesem Berge verwarfen". Der Herr Bischof wird es uns gestatten zu. glauben,, daß niemals kommen werden Alle, die übrig sind von Israel — und deren sind noch 6—7 Millionen — anzubeterr irgend Wen, außer den einigen Gott, den sie anbeten seit.den Tagen Abraham's. Außer diesem einigen Gotte verwerfen sie noch heute Alles, was angebetet sein. will. Daß die Bekehrung keine Fortschritte unter den Juden macht, verbirgt der Herr Bischof hinter den. Schwierigkeiten, die diese Bekehrung für die Juden habe. Daher meint er, es gäbe viele Juden, die an Jesum. glaubten, ihn aberzn bekennen sich nicht getrauten. Ein bequemes Meinem Niemand kann ihm den Gegenbeweis leisten, obschon ihm. der Beweis freilich ebenso schwer sein würde. Da aber die „Meinung^ frei ist, so wollen wir sie ihm gerne lassen, sie ist so harmlos. Fünf Juden haben sich taufen lassen, darunter Einer, der gestorben ist. Er sagt selbst: „Eine sehr geringe Anzahl freilich im Vergleich zu der Menge dieses Volkes, welches in ihrem Unglauben oder Aberglauben dahin fährt." Den Unglauben werden ihm die Juden bestreiten, denn der Glaube an den einigen Gott möchte wol nicht gerade Unglaube sein, aber den Aberglauben werden sie ihm mit vollem Maße zurückgeben und auf ihn selbst zurückwerfen. Und dann giebt er selbst zu verstehen, daß nicht alle Proselyten „von Herzen

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