Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 9 (1845)
- Issue
- Heft 51 (15.12.1845)
- Date
- 1845-12-15
- Page
- Seite 749 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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749 für wesentlich nothwendig, wußte aber nicht, daß auch meine Abstimmung über den Zyklus nicht richtig ausgenommen worden war. Beim Verlesen des Protokolls war ich nicht zugegen. Rücksichtlich meines Votums S. 27 hatte ich mehr Maimuni vom Schmalesen 1, 7 und vom Gebete 1,4 als das angeführte Zitat im Auge. In letzterm Sinne war auch meine Schlußbemerkung, welche im Protokolle ebenfalls .nicht genau wiedergegeben wurde; wohin sich auch der von anderen Mitgliedern erwähnte nbiö, das vom Magen Abrah. .101, 5 angeführte Hb, bie'*<Ln .nsns u. a. m. aussprechen; daß nämlich das gesetzliche Gebet des öffentlichen Vorbeters, da dieser doch jedenfalls das Hebräische verstehen muß, in der heiligen Sprache, in welcher es verfaßt, abgehalten werden soll, das Gebet der einzelnen Gemeindeglieder aber in der Sprache geschehen kann, und, nach dem öffentlichen Gottesdienste, auch soll, welche sie verstehn. ' . Reiß, Bezirksrabbiner. Vom ObenHein, 20.. November. (Privatmitth.) Als Seitenstück zu dem Artikel aus Baden in der vorigen Nummer dieser Zeitung, worin mit unwiderleglichen Beweisen ausgeführt ist, wie echte Bürgertugend mit aufrichtiger Warme für das gesummte Iudenthum bei dem wahrhaft gebildeten Israeliten innig verbunden ist,, möge hier die Darstellung eines neuen Schauspiels, daS sich vor unseren Augen entwickelt,.ebenfalls Raum finden, das nicht minder werth ist der Oeffentlichkeit übergeben zu werden, indem es im Gegentheil auch den Beweis liefert, wie umgekehrt auch Aberglaube und Fanatismus im Judenthüme mit Gewissenlosigkeit im Handel und Wandel, Verleumdungssucht unddemvwn bibn überhaupt Hand in Hand gehen und sich gegenseitig planmäßig unterstützen. Im verlaufenen. Monat wurde von Amtswegen und im Aufträge der hohen badischen Regierung, auf gemeinschaftliche Beschwerde .sämmtlicher Gemeinden des Amtsbezirks Müllheim, im badischen Oberlande,: unter dem. Parochiate des Rabbiners Dreifuß in Salzburg, gegen .den überhandnehmenden Wucher- Handel der dortigen Juden, im öffentlichen Verkündigungsblatt geschärfte Verordnungen ausgeschrieben, und. insbesondere auch zur strengen Anhaltung her Jugend zu bürgerlichen /Gewerben; und die. Gemeindevorgesetzten /zur genauesten Handhabung und Bewachung der-bezüglichen Gesetze nachdrücklichst angewiesen. r Welche Mittel werden aber nun Seitens der jüdischen Vorsteher, jener Gemeinden zum Besten ihrer Angehörigen ergriffen? Als die Versammlung in Bühl, zur Berathung über Verbesserung der inneren und äußeren Zustände der badischen Israeliten, veranstaltet, und sammtliche Vorsteher und Synagogenräthe dazu eingeladen, wurden, sendete der Vorsteher in Müllheim, im Bunde mit der jüdischen Jesuitenpartei in.Karlsruhe, an alle seine Kollegen in und außerhalb, seines Bezirks die eifrigsten Abmahnungsschreiben, ja nicht zu dieser Versammlung zu gehen, und da nun diese dessenungeachtet auch ohne sie zahlreich besucht und erfolgreich abgehalten wurde, setzten nun dieselben Parteigänger der Wurmser'schen Klique in Karlsruhe, . Vorsteher Maier in Müllheim und dessen Helfershelfer, eine Eingabe an das badische Ministerium sammt dem Wurmserschen Geleits- und Hirtenbrief in Umlauf, der die schmählichsten Anklagen und Verdächtigungen der Begründer und Förderer jener Versammlung und deren Tendenzen enthält, und suchten durch die verwerflichsten Mittel und lügenhaftesten Vorspiegelungen die Unterschriften der unwissenden Klaffe ihrer Gemeinden, welche allerdings leider in gar vielen noch den größern Theil bilden, zu. erschleichen und zu erzwingen. Unter Anderm wird namentlich auch der um das Judenthum und die badischen Israeliten insbesondere so hochverdiente und zu deren Vertheidigung öffentlich aufgetretene, und nicht minder als der edelste Menschenfreund bekannte Banquier Adolf Zimmern von Heidelberg aufs Gemeinste angegriffen und verlaumdet, und statt seiner Andere, "zum Theil . aus den unwissendsten karlsruher Zeloten, zu Mitgliedern des Oberraths vorgeschlagen. Als Landrabbiner aber vier badische Rabbiner, sämmtlich aus der Reihe der berüchtigten 77, von denen man in der vollsten und einfachsten Bedeutung des Wortes.mit der Schrift sagen muß: vnODrt nsn .rpan b8 8b nin -»oa. ■wm.urwn nai Ja es. spricht dieses, von den niedrigsten Gemeinheiten und der/ schändlichsten-Ignoranz strotzende, drei Bogen große Libell - ganz allgemein aus, daß äußersten Falls nur kein Rabbinet, der die braunschweiger und frankfartevBersammlung besuchteangestellt werden dürfe; und. ein solches/Mächwerk wagt man unmittelbar an das hohe Ministerium zu richten, und hatte der be^