Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 9 (1845)
- Issue
- Heft 41 (6.10.1845)
- Date
- 1845-10-06
- Page
- Seite 622 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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622 in einem Dogma zu verbinden scheint WirbYi bN 8i2nn drin tHarpi ü^-ain nbnnn drin awnw ,N^rrn a^a-in bv *nö*n ENi mnnsn vwn na«n v^p-> i'-'n nrr ->an Nb a->n ^b ‘iNarp tn bi^n. -ipVN NL72N Nb VD '»a id^nbLua o^NSSTastt prv vn a"N , nbö i-fsa N72N2 i:N*n2 pi , Jun , t&eh "12172 d^pyri NN pn*n Vw» T® N2N72NÄ ’iaav »ynsfinn aiv^a v^an bs> ne*' ‘jm «bi -p-ia ha barm am N'npa NiN nan72N7ü ->N^N^N (bab "la-i ^i8a iaan ainä bar n^n'i ->72N72a 772-121 Daß der Verfasser nicht so unkritisch zu Werke ging, haben wir bereits gezeigt, und weil er den Artikeln rlidirte, substituirte er statt dessen das Hino Adon, welches gewissermaßen obige Lehre von einem göttlichen Urprinzipe enthält. Ueberhaupt scheint Hr. F. die vorzügliche Erklärung Abarbanels über dieses Dogma nicht gelesen zu haben, welcker es besser auffaßt und in wenigen Worten den Inhalt dieses Bekenntnisses angiebt (nia'N tfb n'S rv’bana abia NX722 rrin bNNw vt:«:® drin '«in N1N''L:72N 2'>'''>N72 Ni72btan). Und daS eben wollte der Verfasser des Jigdal mit dem Begriffe zeitloses Dasein ausdrücken. Hierauf folgen die Attribute der Einheit, Unkörperlichkeit und Ewigkeit. Diesem reihete nun der Verfasser, um die Zahl 13 zu komplettiren, ein neues, von M. nicht anfgestelltes Dogma zu, daß Gott Herr und Regierer des ganzen Universums ist. Es liegt nun die Hanptverschiedenheit im Ganzen im Art. 5, der ganz verworfen wurde, wie ihn mit Recht Aldo angreift. Keineswegs können wir die Worte des Hrn. F. billigen, daß der Verfasser des Jigdal die maimonidischen Grundlehren oberflächlich aufgefaßt, da wir im Gegentheil daraus ersehen, wie klar und bewußt ihm die Behauptungen M. waren. Auch verfuhr er dabei viel kritischer; viele Einwürfe des R. Chasdai und Aldo scheinen ihm vorgeschwebt zu haben und bewogen ihn zur Aufstellung eines neuen Systems. Ein ähnlicher Grund leitete den Verfasser des Ani Mamin, welcher an die Spitze seiner Glaubensartikel die Lehre von der Wellschöpfuug stellte, wie auch Adarbanel einige Theologen anfuhrt, die den Glauben an die Schöpfung als Grundprinzip der mosaischen Religion angenommen wissen wollen. Wir sehen nun die größten Varianten und Konjekturen in diesen beiden Kredo's herrschen; allein die Verträglichkeit und die edle Ansicht, daß in solchen subtilen Untersuchungen der Geist nicht an den Buchstaben kleben und an Autoritäten hängen darf, gestattete es, daß zwei höchst variirende Bekenntnisse neben einander friedlich gestellt werden konnten. Wenn wir eine Geschichte der Dogmatik besäßen, mußte man, nebst den von Aldo angeführten Meinungen, die die Dogmen des Judenthums auf 13, 26, 7 und endlich 3 reduziren, die beiden Varianten des Jigdal und Ani Mamin -noch anführen. Dieser kurze und trockne geschichtliche Ueberblick schon weist jeden Versuch, eine feste, allgemein geltende Dogmatik im Judenthume aufzustelle», von vorn herein zurück. ES war daher der Antrag eines Rabbinen in der vorjährigen, ersten Rabbinerversammlnng, Glaubensartikel aufzustellen, höchst unpraktisch und unbillig. Wir. mögen kerne Konzilien, die uns Dogmen dckretiren; dies wahrlich fehlt noch zu den großen Zerwürfnissen unsrer Zeit! (nnin W722N 'izn EZ’nana!) Möge der Geist der Eintracht und Verträglichkeit ferner in unsrer Mitte weilen und jeder Zwie-. spalt und Hader unfern freundlichen Heerd verlassen. — Zeitungsnachrichten. Preußen. INagdeburg, 28. September. (Privatmitth.) Am 26. September Morgens traf eine Deputation der Reformgenossenschaft aus Berlin hier ein- und richtete an den Redakteur dieses Blattes die dringende Aufforderung, den Gottesdienst derselben am bevorstehenden Rosch Hascbanahfeste durch Predigt einzuweihen. Die Gründe, welche die Herren Deputirten geltend machten, mußten dem Geistlichen seinen Beruf, das Wort des Herrn, wann und wo es verlangt wird, zu verkünden, in's Bewußtsein bringen, und nachdem die Deputation von Seiten'der Herren Aeltesten hiesiger Gemeinde die Erlaubnis erhalten hatte, daß Dr. Philippson sich durch einen Kandidaten ersetzen lasse, nahm jener die Aufforderung an. Die Gebete für den Vorabend des Neujahrsfestes, wie für den ersten Neujahrstag, und der Anfang derer für den zweiten Tag liegen uns in Aushängebogen vor. Der Neujahrsabend beginnt mit einer Bearbeitung des *>itN zwischen Chor und Vorbeter vertheilt. Hierauf wird die Einweihungsrede stattfinden. Nach derselben folgt eine fast wörtliche Bearbeitung von nana, tra-i* 2^2772, abi:> rianar, woraus* Vorbeter und Gemeinde hebräisch V72® und vw -pia, deutsch nattNi mit Hinweglaffung der bei-