Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 9 (1845)
- Issue
- Heft 40 (29.9.1845)
- Date
- 1845-09-29
- Page
- Seite 611 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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besagt, heilige Sprache, für heilige Klange, für gemüthlkche Empfindungen, für echt nationale Dichtungen angewendet werden. Nachahmungen aus anderen Sprachen, ungeachtet der Schwierigkeit, die dabei obwaltet, lassen sehr unbefriedigt, weil man, wenn man hebräisch liest, sich gern in den Geist des Iudenthums versetzt und von keiner Deutschthümelei und französischer Romantik wissen will. Am Geeignetsten waren, meines Erachtens, zum Uebertragen in's Hebräische, ohne dem Genius der Sprache wehe zu thun, Pyrker's Perlen der Vorzeit z. 35. die Makkabäer u. dgl. — Auch der talmudischen Exegese ist ein kleiner Raum gegönnt und zwar in deutscher Sprache von A. Schmiedel. Wir wollen darüber nichts sagen, da Hr. St. in einer Anmerkung seinen ungetheilten Beifall derselben zollte. Hier eine Probe und der Leser mag selbst uctheilen N->aa baa '■Di?n» -Ddöi tt&a. „Der Mensch tritt am Vorsabbate in das Leben, auf daß, wenn seine Einsicht über sich, sein Wesen schwankend wird, du ihm zurufst: Eine Mücke in ihrem Entstehen ist vollkommener als du!"-„Liebe deinen ®att, das ist der Kern und Stern, der große Athem unsrer Bibel"!! u. s. w. Hast Du, lieber Leser, dieselbe Ansicht wie der ästhetische Hr. St., so magst Du es selbst lesen; wir konnten uns durch den schrecklichen Bombast und das verworrene Deutsch nur mit großer Mühe durchwinden. Schließlich hat Hr. Simon Deutsch aus dem, auf der wiener Hofbibliothek liegenden Wörterbuchs das von Raschi besonders fleißig zitirten Menachem Ben Seruk (man» pilö p bfia«) den Buchstaben Aleph mitgetheilr, was gewiß sehr zu loben ist; nur hatte Hr> D. nicht beim bloßen Kopiren stehen bleiben und etwas über das Manuskript u. dgl. anmerken sollen, höherer Anforderungen gar nicht zu gedenken. Allenfalls möchte der Herausgeber sehr wohl daran thun, wenn er öfters aus den verborgenen Schätzen der wiener Bibliothek Manches zu Tage fördern möchte, wofür ihm gewiß jeder Literaturfreund dankbar sein wird. Ein viel günstigeres Prognostiken kann man dem Unternehmen der Herren I. S. Reggio und I. Busch verkünden. Der vollständige Titel, welcher zugleich die Tendenz des Ätmanachs angiebt lautet: bnvbapb Dtt Tba , b^urann b^nyn rvrvpm nisten taDttWa’ ixapa bna , nb'rmaa nbsinb , wn D2N naa tdüni nay nsiaa niaiD •>naa>n pbnb Göttin vp bb nbanm *)iöbn ■'imü mbn bnpba NOvdi , öd baattP naböan pbribi naiö&n nnama .p"sb *hn -naöb. In dem hebräischen Theil wird uns eine treffliche Sammlung recht lehrreicher Aufsätze mannigfacher Art, von zumeist höchst vortheklhaft bekannten Autoren, geboten. Der greife Dichter S. Kohn eröffnete den Reigen mit einem, der Regeneration der Bikure Haitim eigens gewidmeten, anmuthigen Gedichte "rr»nay naöb rwr Ti»), Gewiß können wir es als das Schwanenlied des bereits Hingeschiedenen Dichters betrachten und es hat darum ein besonderes Interesse. Weiter folgen exegetische Arbeiten von Luzatto und Reggio über den schwierigen und vielgedeuteten Vers: ba nD« ■p» aplb b">aa. Die Erklärung des Letztem ist ganz eigner Art, aber dennoch ansprechend. Eine sehr gelehrte Abhandlung lieferte Herr Rabbiner H. Chajes über den Talmud Ieruschalmi, den wir unvollständig besitzen sollen. So fehlt uns gänzlich der Ieruschalmi bnaap ‘Tiö, was bereits b-bvian bö rügte, und selbst in den vorhandenen Sedarim ist viel abhanden gekommen, welches durch mannigfache Beweise erhärtet wird. Dabei wird auch erwiesen, daß viele Stellen, die angeblich aus dem Ieruschalmi entnommen sein sollen, aber daselbst vergebens gesucht werden, nicht gerade von demselben, sondern von anderen Midraschim, die in Palästina verfaßt und unter dem Namen Ieruschalmi gang und gäbe waren, herrühren. Einen treffenden Beweis führt Hr. Ch. an, daß den Redaktoren des babylonischen Talmuds der Ieruschalmi bereits vorlag, aus Nasir k. 20 Ir «ntnah b"i rsrnvn aab '■’b ■’unrsi A ab Nnb“>p ab? bVn *>bbs -'di vaanD DbuaiaD Dn naan ban^aan wsört asaa 'bn?a ns m biaa» böa ■pyav» rn ■'baan dööö *»sb ••baan b? -piaob *rn nabln *pö b^bap» r>n ib&o ,-DböiaD 'ibaaai tpb «aai tp'Sa na> , ^baaa tim« *pa>aip ■paiaD. Hr. Ch. hätte sich gar nicht des Vorwurfs eines Plagiats entschuldigen brauchen, dessen ihn ein Rezensent zeihet, da es doch in bftan ^bba schon ausgenommen ist. Die Kritik hat auf diesem Gebiete noch sehr Vieles zu thun und der Gegenstand ist noch lange nicht erschöpft. Besonders wichtig sind die Varianten und Konjekturen der Mischna und Baraitha, welche sich an den beiden Talmuden finden: viele ■’bba 1^21720 n?a b'S Wka afa^a '■»ön ööa o'bn *»»bödd yaniö n»n yaann na*»« *>baa aawanö •nbas dn b^ai r^aivn ‘■jana ün»b DbW’n 'Di “pD naan; nr »sam mas^an ibDNi NrpDan