Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 9 (1845)
- Issue
- Heft 40 (29.9.1845)
- Date
- 1845-09-29
- Page
- Seite 610 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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610 wie bereits gesagt, den Reigen mit seinem ersten Hefte der Bikure -Harttim, exegetischen und poetischen Inhalts, eröffnet, allein die Theilnahme des Publikums war so gering, daß Hr. St. schon das zweite Heft umtaufen mußte, eingedenk des talmudifchen Ausspruches: pl iw 3>iip 2ran ■'im Herr St. fehlte sehr, daß er lauter .junge Skribenten und Dichterlinge um sich sammelte und einen solchen Brei (Sit venia verbo) zusammenstoppelte, daß es Einem nicht genug wundern konnte, wie der Herausgeber, der Sänger des Tischbi, so wenig Beurtheilung haben konnte, ein neues, Institut mit solchem Plunder zu begründen. Wir gehen daher darüber hinweg, das Publikum hat selbst darüber gerichtet und bleiben auch dem asten Spruche de mortuis elc. getreu. — Nicht viel besser sind die Leistungen in dessen, unter dem Namen Kochbe Iizchak, fortgesetzten Zeitschrift, ebenfalls exegetischen und poetischen Inhalts. Allein auch dieser Sterrr wird nur eine sehr kurze Bahn durchlaufen. — Der exegetische Theil, worin, wie Herr Stern in der Vorrede sich aussprach, die Vorarbeiten einer vollendeten Bibelausgabe gelegt werden sollen, ist zumeist so erbärmlich und verschroben, daß man an die barocken, exegetischen Schöpfungen der polnischen Magidim erinnert wird. So werden als Probe aus einem Kommentar des Jeremias, die ersten vier Kapitel des genannten Propheten von Hm. I. I. Pollak, Rabbiner zu Trebitsch, geliefert, welches man unstreitig als den Kern des ganzen Heftes betrachten kann; allein wir können doch gar wenig Nutzen von dieser Arbeit versprechen, da der Verfasser ganz in die Fußtapfen der Biurim ging und nicht einmal die alteren Kommentatoren alle %. B. Abarbanel u. dergl., noch viel weniger die trefflichen Arbeiten eines Ewald, De Wette ff. benutzte. Es werden jetzt an einen Kommentator höhere Anforderungen gemacht; die biuristische Weise, welche meistens im Sammeln aus alteren Kommentatoren bestand, ist bereits schon abgeschlossen. Weit nützlicher ist die Mittheilung einer Korrespondenz zwischen Hm. L. Horwitz, Rabbiner zu Wien und dem sel. Moses Sopher, Rabbinen zu Preßburg über die Meziza, nebst den Gutachten der DDr. Professoren von Türkheim, von .Wattmann und von Berres über de^ren Unzulässigkeit*). *) Die Erklärung der genannten Professoren enthalt in Kürze das Folgende, ad xrirnum: Das Bespritzen der Beschneidungswunde mit Wein, sowie das Saugen Wir glauben mit Recht, daß der unerquickliche Streit über die Meziza nun aä aela gelegt werde, da eine so berühmte Autorität sich hier für die Abschaffung ausspricht und wir theilen, daher in einer Note den Inhalt des Schreibens des M. Sofer s. A. mit*). — Der poetische Theil bringt uns größtenteils Uebersetzungen aus deutschen und französischen Dichtern. Die Herren S. u. I. Tciescher, wie auch der Herausgeber und noch einige- Musensöhne haben darunter manches Lesenswerthe geliefert. Es ist aber ein sehr arger Fehlgriff, der so oft begangen wird,, daß selten die Ueberfetzungsstücke in guter Auswahl gebraucht werden, und wir hören hier sogar Schiller's Glocke in schillernden Mißtönen erschallen. Das Hebräische soll nur, wie sein Name schon mittelff der Lippen des Operateurs betrachten wir als unnöthig u. s. w. Ein gelindes Ausdrücken der Wunde mittelst eines in kaltes oder warmes Wasser oder nach Erforderniß in Wein getauchten Schwämmchens ist sattsam genügend, das Maß der Blutung zu regeln u. s.w. ad secundum: Sind wir allerdings überzeugt, daß das Befeuchten des zur Abtragung dev Vorhaut nöthigen Bistouris mit reinem Oel, wie dies bei den Operationen üblich ist, die Scharfe des blutigen Eingriffs zu' mildern im Stande ist. Wien, d. 6. März 1837/ (gez.) v. Türkheim. v. Wattmann. v. Berres. *) «b ns2 iwstta ÄÄ73 3 «b *>2 2n2 pan ,2nsrai ns -*b pin pn?3b D^iara tirbaipab n:m ,«n:22b rarp?3b «2nn «sm mino33i po? 13b p?3n , s^s« prn snsi in« bsn p3£73i , pm raira nrai22i nramo prab '*ots 2bism , nran ba ab« lib v« 2«i , pin ots pi ins73 nsi soxmb nbi3*s m« b? 'ot mpinn ni73ip7373 2in «^mb nbi?s' nt« nt b? 2->N73i73n p-3«nb ran ,'mna ^n ib^S« 1731« 3« 113>1 , nsn 2^3373 1732 b^SN nra2n?3 n? p«ra ins 7373 nsn PLI73 v'Ä2 rans?a pi3nm ,imsa 173.1 122 ps» «bi 3>isi b73.n1 ,nbi3 nbi^s n'OTw i3> nsssa «inra «b« n73iinn ini73 rib'' nbn3i «n pnsm rnpinn ni73ip737D 21 «^mb dh n32D ÖH2J73 «mra -,17321 m3ibso«i «1311 s>h bb2 Ü-rni3.13« p« p7321 ni3lbsO«-2 ->im , nL^L73 2ira?3i prn 73'ra ,«211 ^2«2 6122 vra Ii2t3ra 122 m«isi ü^«sinn iN-^sn 2« i^spnb p« «in n«isn pbi2'', nL''L)3 123 pin «in> , 2731P732 riinn« «n3ra)32 nrann «bra zq« 12 «LN2 in« imn.irnnb 3isvn v« 273«n ii^rn üm73i73n^''«siin nrnr -s« nra73 , ibsb rainb p« mn ,>^3373 nbi3>s. nrai* ,73is52 isiö 'pn