Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 9 (1845)
- Issue
- Heft 36 (1.9.1845)
- Date
- 1845-09-01
- Page
- Seite 555 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3224737-3225389-3225426--07170-3237042- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
555 Bei Ernst Lambeck in Thorn ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Jalowicz, Dr. H., Bläthen rabbinischer Weisheit nach den besten VearbeLtungen zu emem volksthürnlichen deutschen Lesebuche Kr Schule und Haus gesammelt, broch. Preis 7'V- Ngr. (6 gGr.) Von der Vorgesetzten Behörde ist das Büchlein den jüdischen Schulen sehr empfohlen und bereits in mehreren eingeführt worden. Aus einer mir soeben von Herrn B. S. Bereu dsohn in Hamburg gemachten Mittheilung, erfahre ich, daß die von mir in Kommission debitirte, bei W. Pascheles in Prag erschienenen Schrift: Sal. Heines Leben und Wirken rc. den bei Herrn Becendsohn erschienenen: Erinnerungsblätter an S. Heine von Mendelssohn, mit Ausnahme einiger Einschaltungen, nachgedruckt ist. Ich stehe daher von dem fernem Vertrieb dieser Broschüre ab, und bitte um Remission der bereits' versendeten Exemplare. C. L. Fritzsche in Leipzig. N e u e r Neuer Wir haben den von uns beabsichtigten neuen hebräischen Verlag vorläufig mit sieben israelitischen Gebetbüchern begonnen: Tephilat Israel in vier Nummern (einige mit Uebersetzungen); T. J. Dercch Hachajim-Sidur; T. J. (Gebetordnung der Israeliten) und Sidur — und können diese hiermit als.erschienen anzeigen. Ein ausführlicher Prospektus mit Angabe der Preise der verschiedenen Ausgaben kann durch alle Buchhandlungen des Jn- und Auslandes gratis verabfolgt werden. Wir enthalten uns hier zu erörtern, wodurch sich unser dermaliger und zukünftiger hebräischer Verlag auszeichnet und auszeichnen soll, da wir der guten Zuversicht sind, daß sich die mannichfachen und entschiedenen Vorzüge bald von selber geltend machen werden. Nur darauf erlauben wir uns aufmerksam zu machen, daß wir ungeachtet der neuen, schönen und gefälligen Lettern, welche bei uns nie bis zur Stumpfheit oder Undeutlichkeit abgenutzt werden, ungeachtet des guten, in den besseren Ausgaben wahrhaft prachtvollen Papiers, sowie ungeachtet der sorgfältigen, von dem rühmlichst bekannten Gelehrten vr. M. Letteris auf's neue besorgten Redaktion, in deren Folge die größte, noch durch die genaueste Jnterpunktionsbezeichnung .(tna3>üi mnpi) gehobene Korrekth eit erzielt wurde und erzielt wird, daß wir ungeachtet solcher, mit nicht unbedeutenden Opfern bewirkten Herstellung die Preise doch äußerst billig Lestellt haben und bei künftig erscheinenden Ausgaben anderer Werke so billig stellen werden, daß man die Erscheinungen unsres hebräischen Verlags unbestreitbar den schönsten, besten und billigsten, welche bis jetzt existiren, beizählen kann. Wir dürfen wol annehmen, daß man es leicht daran erkennen wird, daß das Zusammenwirken unserer verschiedenen Etablissements, wie Schrift- und Stereotypengießerei, Papierfabrik, Buchdruckerei und Verlagsexpedition auch mit dem Interesse des Publikums im Einklänge steht. Zum Schluß bringen wir noch zur Anzeige, daß auch die verschiedenen Naelisor-Ausgaben (in 9, 5 und 2 Theilen), sämmtlich mit einer neuen, deutschen Uebersetzung von vr. M..Letteris,' die neuntheilige auch mit einem neuen hebräischen Kommentar von demselben Gelehrten, im Druck so weit vorgeschritten sind, daß in Kürze die ersten Bände “fiSD 01*^1 N2WN erscheinen können. Die Anschaffung zu erleichtern, werden wir die drei verschiedenen Naelisor-Ausgaben auch bandweise erscheinen lassen und zwar auf dem Pränumerätiouswege. Indem wir hiermit einstweilen darauf aufmerksam machen, behalten wir uns eine weitere ausführliche Ankündigung desfalls vor. Prag, im August 1845. Gottlieb H«ase Söhne, Verlagsexpedition. Dringende Bitte an alle Menschenfreunde. Herr Gerfon Schwarz hat im Jahre 1838 eine zärtliche Frau und ein zartes Kind in Altofen verlassen, ohne bis jetzt Spuren von seinem Dasein oder Aufenthalte gegeben zu haben. Das Glück einer Familie ist untergraben, und bitten daher, unter Zusicherung einer Belohnung von 100 fl. K. M., Alle jene, welche von genanntem Herrn-Schwarz (er ist gebildet, hat ein schönes Organ, eine Linse bei der Nase, ist von magerer Konstitution und 36—37 Jahre alt) Kunde haben, sich brieflich, entweder an Herrn M. Schiller in Altofen oder an den Prediger der jüdischen Gemeinde zu Epecies, S. M. Schiller zu wenden. — Es gilt die 'Thranen einer Familie zu trocknen und ihre Ruhe herzustellen.