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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-09-01 · Heft 36 (1.9.1845) · p. Seite 551

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 36 (1.9.1845)
Date
1845-09-01
Page
Seite 551 (sequence 11)
Language
German
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551 geistert sind, werden sich um ihn schaaren, um alle ihre Mittel und Kräfte mit ihm zu vereinen, damit das herrliche Ziel erreicht werde und unsre heilige Religion wieder zu der Achtung komme, die ihr gebührt. — Mit dem Tadeln wären wir nun für dieses Mal zu Ende; es bliebe nns noch übrig anzugeben, wie dieses in Etwas verbessert werden könnte. Das Schlechte einfthen kann mit unbefangenem Auge jeder denkende Mensch, zum Verbessern aber, namentlich wenn das Ueb?l durch jahrelangen Bestand tiefe Wurzel geschlagen und in den Augen des Pöbels gleichsam sanktionirt ist, da reicht die Kraft und der Verstand des einzelnen Menschen nicht aus. Jedoch, wenn die Uebel einmal aufgedeckt sind, wenn der Schaden einmal allgemein sichtbar ist, wenn die Wehen allgemein empfunden werden: so ist auch die Hoffnung nicht mehr fern, daß alle Kräfte sich vereinen, um zur Heilung zu schreiten. --- (Schluß folgt.) Literarisch e Nachrichten. Magdeburg, 18. August, Die große Anhäufung von neuen literarischen Produkten zwingt uns, statt ausführlicher Rezension ein kurzes Referat über eine Anzahl derselben hier zu geben. Moses Mendelsohn's gesammelte Schriften. Sechster und siebenter Band. Leipzig, Brockhaus. Mit diesen beiden Bänden ist diese neue, vollständigste Ausgabe der Mendelsohn'schen Schriften vollendet. Der sechste Band enthält die „Ritualgesetze der Juden", das „Siegeslied der Deborah"- die „Psalmen", das „Hohelied", „Gedichte", „die Ermahnungsformel beimIudeneide" (wir können wol wünschen, Mendelssohn hatte uns mit einer bessern versehen!), einer „Friedenspredigt" , eine „Andachtsühuyg", über „Alenu", „des Rabbi Jedaja Hapnini Badraschi Prüfung der Welt", „des B, Zehuda Hqllevi Elegie an die Burg Zion", „Proben rabbinischer Weisheit", einige Briefe aus dem Hebräischen übersetzt. Der siebente Band enthalt die Uebersetzung des Pentateuchs, von M. M. ^— Ten} amen historico-medicum, exjiibens coli ec ta-?ea gynaecologica, quae ex T^mu^e Babyionico depromsit A. *H. Israels, Med. Dpct Groningap, 1845. Eine höchst gelehrte medizinisch-historische Abhandlung, in welcher der Verfasser Alles, was im Talmud ' über die körperliche Natur des Weibes und dessen Krankheiten vorkommt, systematisch zusammengestellt, erörtert, und mit den Ansichten des Hippokrates, Aristoteles, Galen ff. und auch Neuerer verglichen hat. B^Jin “iö0. I Salmi volgarizzati sul teslo massorelico ed illuslrali con argomenli e note dal Rabbino Lelio della Torre, Professore nell’ Instiluto Convitlo Rabbinico etc. Parte Prima: Teslo, Iradulzione ed argomenli. Vienna, 1845. Der erste Theil, der uns vorliegt, enthält den Text, eine neue italienische Uebersetzung und über jedem Psalm eine Inhaltsanzeige. Als leitenden Grundsatz bei der Uebersetzung giebt der Verfasser in der Vorrede an, skrupulös treu dem Originaltext zu bleiben, das orientalische Kolorit zu bewahren und zugleich die Uebersetzung elegant und wahrhaft italienisch, konzis und harmoniös zu halten. Wir können uns nicht anmaßen, zu urtheilen, inwiefern dieser Grundsatz auch wirklich ausgeführt worden, uns schien allerdings die Uebersetzung zu prosaisch treu dem Worte insofern zu folgen, als dadurch zu wenig Schwung und poetischer Hauch darin ist. Die Inhaltsangaben sind kurz, einfach, ohne tiefere Auffassung. Wir erwarten den zweiten Theil, welcher die Noten enthält. Die Ausstattung ist gut, der Text ohne Akzente, selbst ohne Athnach. Auszug aus dem hebräischen Gebetbuche. Ein Hülfsbuch für den ersten Unterricht im Hebräischen, mit einem Wortregister. Breslau, 1845. (36 S.) Das Büchlein enthält den Text der bedeutsamsten Gebetstücke (dp und 3»d) und ein Wortregister, in den Schulen für den ersten Unterricht sehr brauchbar. Der Verfasser (I)r. M. A. Lewy) spricht sich im Vorwort gegen die grammatik. Erlernung der hebräischen Sprache aus. Wir stimmen ihm hierin nicht bei. Wir geben unseren Schülern (von 10—12 Jahren) die Elemente her Grammatik, und sehen sie dadurch sehr gefördert. Natürlich, daß dies nur sehr mit Maßen geschieht. Hebräische Gebetstellen mit WorMersetzung.Gr den Jugenduyterricht versehen und durchgehends akzentuirt von F, I, Liebrecht, Breslau 1844. Eine größere Zahl von Gebetstücken als das vorhergehende S.chriftchen enthaltend, und hie Uebersetzung der einzelnes Wörter in deutscher Sprache unter dem Hexte, mit Zahlen auf hen Text verweisend, , die schon vorgekommenen Wörter Übergangen.

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