Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 9 (1845)
- Issue
- Heft 33 (11.8.1845)
- Date
- 1845-08-11
- Page
- Seite 511 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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511 Dringende Bitte. In der Nacht vom 7ten zum 8ten d. M. wurde unsere Stadt von einer Feuersbrunst heimgesucht, bei der leider mehr denn 360 Seelen all' ihre Habe,, da nichts gerettet werden konnte, in wenigen Stunden verloren. -Auch unsere schöne Synagoge mit allem, was darin war, wurde ein Raub der Flammen, und leider sind die Zustande unserer Korporation so zerrüttet, daß wir aus eigenen Mitteln eine neue zu erbauen, nicht im Stande sind. Zu dem Verluste unseres Vermögens gesellt sich nun auch der Kummer, keinen geeigneten Ort zu haben, unser betrübtes Herz vor dem Gotte unserer Väter auszuschütten. An theilnehmende Brüder unseres heiligen Glaubens, die ihren Edelmuth jedem Hilfsbedürftigen erweisen, ergehet daher die Bitte, uns durch einen Beitrag zum Wiederaufbau unseres Gotteshauses Helsen zu wollen; der Gott der Gnade wird die edle That reichlich mit seinem Segen belohnen. Beiträge von Einzelnen verabreicht, oder von Gemeinden und Redaktionen gesammelt, werden zur Abgabe an das Rabbinat in Berlin Rosenstraße Nö. 2 erbeten. Bentschen, den 18. Juli 5605. Der Vorstand der jüdischen Korporation Jakob Fürst. I. Holländer. Lehr- und Pensionsanstalt für israelitische Knaben in Hamburg. Am 1. Oktober d. I. eröffne ich eine Lehranstalt, deren hauptsächlicher Zweck Ausbildung für den kaufmännischen Beruf sein soll, und werde vom 1. Januar 1846 an eine Penstons - Anstalt damit verbinden. Den resp. Eltern, welche geneigt sind, mir Ihr Vertrauen zu schenken, darf ich, gestützt auf langjährige, und mannigfache Erfahrungen, die Versicherung geben, daß ihre Kinder bei mir das elterliche Haus nicht vermisten werden, uyd daß nicht die wissenschaftliche Ausbildung allein, sondern die sorgfältigste Erziehung überhaupt das Ziel meiner Bestrebungen sein wird; auch ist bereits für Alles, was der Anstalt von Nutzen sein kann (gute Lehrer, zweckmäßiges Lokal mit Garten u. s. w.) gesorgt worden. Wegen weiterer Mittheilungen wolle man sich schriftlich an mich wenden (vorläufig per Addresse des Herrn Di. E. Kley, Direktor der isr. Freischule), und da ich mich für jetzt auf eine gewisse Zahl beschränken muß, werden Anmeldungen recht frühzeitig erbeten. " Hamburg, im Juli 1845. Louis Simon, Lehrer an der isr. Freischule. Bitte um gütige Auskunft. Vor etwa dreißig und einigen Jahren wanderte aus -Preußen nach Ungarn ein der selige Joseph Michael Plachte und ließ sich in Ksakathurn nieder. Nach einigen Jahren verehelichte er sich daselbst, starb aber nach ein paar Jahren, und hinterließ einen Sohn Namens Akiba. Da alle Schriften, aus welchen man hätte ausmitteln können, woher und wer er war, in Verlust gerathen, sein Sohn aber aufs lebhafteste vom Wunsche beseelt ist zu erfahren, ob und wo Verwandte zu ihm von väterlicher Seite existiren; so ergeht nun an jeden Menschenfreund, dem etwa eine israel. Familie unter dem Namen „Plachte" bekannt sei, die ergebenste Bitte, eine desfallsige nähere Auskunft hierüber, unter der Addresse: Herr A. Plachte zu Warasdin in Kroatien gütigst ertheilen zu wollen. Warasdin im Juli 1845. Gesuche. Die hiesige Gemeinde sucht zu den bevorstehenden hohen Festtagen (trtt'm cnw*’) einen musikalisch gebildeten Gehilfs -Vorsänger. Außer freier Station wird ein Honorar von 20 Thlr. Pr. Krt. und eine mäßige Entschädigung für die Reisekosten zugesichert. Es ist wünschenswerth, daß derselbe wenigstens acht Tage vor i-fa hier eintreffe, um sich zur würdigen Leitung des Gottesdienstes mit dem nach den Gesängen der braunschweiger Synagoge eingeübten Chor vertraut zu machen. Bewerber wenden sich möglichst bald unter frankirter Einsendung der Zeugnisse über ihre Qualifikation an den Vorstand der israel. Gemeinde zu Stavenhagen in Mecklenburg-Schwerin. Ein junger verheiratheter Mann aus Schlesien, von moralischem Charakter, welcher als Kantor nach dem alten und neuen Ritus fungiren kann, wünscht von Michaeli d. I. ab eine Anstellung als Kantor und Schächter. Das Nähere zu erfragen bei Wilhelm Jakobson Buchhandlung in Breslau, Karlsstraße No. 2. Vakanz. Bei der israelitischen Gemeinde zu Harpstedt im Hannöverschen ist die Stelle als Lehrer llNiw und vakant. Reflektirende,. die sogleich eintreten können,.wollen sich melden bei L. I. Goldschmidt, Vorsteher.