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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-08-11 · Heft 33 (11.8.1845) · p. Seite 510

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 33 (11.8.1845)
Date
1845-08-11
Page
Seite 510 (sequence 10)
Language
German
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510 Wir bemerken hierbei noch, daß Herr Stonimski außer diesem Hauptinstrumente noch ein anderes Instrument für die Addition und Subtraktion vorgestellt hat. Es ist sehr einfach und in der Praxis sehr anwendbar, undhat vor dem bekannten Instrument des vr. Roth den Vorzug, daß mam beide Rechnungsarten nicht zu trennen braucht, sondern in jeder beliebigen Ordnung vollfühcen kann *). Herr Stonimski beabsichtigt dieses Instrument mit einem andern zu vertauschen, das auf eine Theorie gegründet sein wird. Nach seiner Behauptung soll es sehr brauchbar sein, und mit Vortheil statt der jetzigen russischen Rechenbrettchen angewendet werden können. Obwol er dieses Instrument noch nicht angeferligt hat, so können wir nach dem, was wir von den Fähigkeiten des Herrn Stonimski wisten, an der Richtigkeit seiner Behauptung nicht zweifeln. Der Preis dieses Instruments wird der Einfachheit wegen, mit der es angefertigt wird, gewiß höchst mäßig sein, und es wäre zu wünschen, daß Herr Stonimski seinen Gedanken ausführe, und im-Falle des glücklichen Erfolges ein Privilegium auf seine Erfindung erhielte **). Herr Stonimski war im vorigen Jahre in Preußen und zeigte dort den berühmtesten Gelehrten sein Recheninstrument. Die Herren Humboldt, Baffel, Jakobi, Enke, Krelle nahmen innigen Antheil an dieser Erfindung und sprachen von derselben mit dem größten Lobe. Selbst der König von Preußen beglückte Herrn Slonimski mit allerhöchst seiner Aufmerksamkeit. Ein solch' allgemeiner Beifall dient gewiß einigermaßen als Beweis für die Fähigkeiten des jungen Mathematikers. Indem die phisikalischmathematische Abtheilung besonders die theoretische Seite der Erfindung des Herrn Slonimski in Betracht zieht, namentlich die Erfindung des höchst merkwürdigen Zahlentheorems und die scharfsinnige Anwendung desselben zur Anfertigung eines Recheninstcuments, das gewiß keinen kleinen praktischen Nutzen gewähren wird, erkennt sie dem Herrn Slonimski den zweiten Demidoff'schen Preis zu, und zwar um so *) Diese Maschine hat Herr Slonimski schon drei Jahre vor der des Dr. Roth erfunden und nur aus zu großer Bescheidenheit nicht veröffentlicht. **)■ Auch diese Maschine hat Herr Slonimski schon exequirt und der Akademie am 6. Juni vorgestellt, wo ffe, sich des größten Beifalls erfreute; da sie allgemein brauchbar ist, so denkt Herr Slonimski ein Privilegium auf dieselbe zu erhalten. freudiger, als sie überzeugt, daß dieser junge und bescheidene Mathematiker, der auch durch andere Arbeiten schon bekannt ist, im vollen Maße.diese Aufmunterung verdient. Der erste Erfolg? auf; der mathematischen Bahn wird auf ihn um so anfeüernder einwirken-, da er in einem unaufhörlichen Kampfe seines wißbegierigen Geistes mit harter Noth lebt, die ihm auf jedem Schrite von geistigen Beschäftigungen abhält. Zum Schlüße halten es die Rezensenten für ihre Pflicht, die Akademie zu bitten, Herrn Slonimski dem Wohlwollen seiner hohen Exzellenz des Herrn Ministers der Volksaufklärung zu empfehlen. Die Akademiker: 10. April 1845. I. Fuß. Bunjakowski. Anzeigen Zn demselben werden Annoncen aller Art gegen IhzNgr. (IgGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Literarische Anzeigen. Bei B. S. Berendsohn in Hamburg ist soeben erschienen, und durch jede Buchhandlung zu beziehen: Der kabbalistisch-bibelsche Oeeident. Zeitschrift in zwanglosen Heften. Erstes Heft. Die kosmische Uriden, und die historische Erscheinung. Preis 7*/2 Sgr. (Nene israet. Volksschrift.) Bilder aus dem jüdischen Volksleben von Simon Krämer, Neligions - deutschem Schullehrer in Alteumuhr in Mittelfranken Bayerns. Preis 40 Xr. rh. oder 12 Ngr. zu haben bei dem Verfasser und in Kommission der Beck'schen Buchhandlung in Nordlingen.

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