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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-06-16 · Heft 25 (16.6.1845) · p. Seite 371

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 25 (16.6.1845)
Date
1845-06-16
Page
Seite 371 (sequence 7)
Language
German
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jüdischen Hausirer, der z. B. vor dem 36sten Jahre nicht heirathen darf ff.; daß die jüdische Gemeinde ihre Arme selbst erhalten muß; sind die Beschwerden, deren Abhülfe die Petition ansucht, und deren nachtheilige Wirkung sie mit großer Klarheit darthut. Wie sehr ist ihr guter Erfolg zu wünschen! Frankfurt am Main, 6. Juni. (Privatmitth.) Die zur nächsten Versammlung dahier erscheinenden Rabbiner werden Logis, und Beköstigung von Seiten der Gemeinde frei haben, auch macht die Kasse für die Rabbinerversammlung gute Fortschritte, so daß eine Vergütung auch der Reisekosten in sicherer Aussicht steht. Das hiesige Gemeindekomite besteht aus den achtbaren Herren: B. H. Goldschmidt, Jakob Jeidels, M. A. Grünebaum, Emanuel Höchberg, I. S. Adler und Elias Ullmann, denen von Seitendes Vorstandes Herr Moses Benedikt Goldschmidt als Vorsitzender beigegeben ist. Diese Herren sind sämmtlich vom besten Geiste für die Sache beseelt und werden demnächst eine Veröffentlichung an die zur Versammlung kommenden Rabbinen ergehen lassen. Möchten diese, deren Zahl bis jetzt 26 ist, sich bewogen fühlen, in weit größerer Anzahl hierher zu kommen! Denn die hiesige Versammlung wird jedenfalls eine sehr bedeutungsvolle sein, weit bedeutungsvoller als die erste, denn , es liegt ein wichtiges, höchst folgenreiches Jahr zwischen beiden; daß aber ihre Bedeutung eine heilsame werde, dieß hängt von der Art ihrer Zusammensetzung ab, und werden daher, wenn die gute Sache mißlingt und neue Rathlosigkeit des Volkes oder gar schismatische Trennung der Parteien entsteht, schwere Verantwortung diejenigen Rabbinen auf sich haben, welche, von dem Gedanken: „Reform ist nothwendig" tief überzeugt, sich dennoch jenen gemeinsamen Berathungen entziehen, aus welchen, wenn sie vom rechten Geiste beherrscht und von eben so zeitgemäßer als frommer Gesinnung durchdrungen sind, einzig und allein dem Judenthume Kraft, Einheit und Genesung wieder erwachsen kann. —. (Es sind mehrfache Anfragen an uns ergangen, ob wir der diesjährigen Rabbinerversammlung beiwohnen werden, und können wir diese Frage nur bejahend beantworten. D. Redakt.) Frankfurt am Main, 6. Juni. (Eingesandt.) Aufforderung. Die verehrten deutschen Rabbinen und Prediger welche sich bis jetzt bereit erklärt haben, die im Juli dieses Jahres dahier zu haltende Rabbinerversammlung zu besuchen und die Kosten der Hin- und Herreise von dem Unterzeichneten provisorischen Konnte vergütet zu haben wünschen, werden gebeten sich demnächst brieflich an dasselbe zu wenden und sich überzeugt zu halten daß diesem Begehren mit schuldiger Bereitwilligkeit entsprochen werden wird. Diejenigen Herren, welche sich von nun an zum Besuche dieser verehrlichen Versammlung entschließen und denselben Wunsch hegen, wollen uns gefälligst ebenfalls diese Anzeige machen, wo wir dann, je nach den Mitteln die uns zu Gebote stehen, "dieses löbliche Bestreben gern unterstützen werden. Die Briefe bitten wir an den mitunterzeichneten Herrn Leopold Beer zu richten, welcher die Gefälligkeit hatte das Amt des provis. Sekretärs zu übernehmen. Frankfurt am Main I. Juni 1845. Das provisorische Konnte zur Bildung einer Kasse für die Rabbinerversammlungen. Dr. Jakob Weil, provis. Präses. Dr. Jakob Auerbach. Moses Benedikt Goldschmidt, provis.Kassierer. M. Grünebaum. D. Höchberg. JQr. I. M. Jost. Leopold Beer, provis. Sekretär. Preußen. Breslcru, 28. Mai. Sämmtliche hiesige Kaufleute Lit. A. waren zu einer Generalversammlung auf vorgestern Nachmittag, von Seiten des hiesigen Magistrats, eingeladen, in der ihnen die Statuten zur Errichtung einer Handelskammer vorgelegt wurden, um etwanige Einwendungen-dagegen kund zu geben, die Opposition bekämpfte u. a. das Prinzip im Statut, daß man die Juden bei Angelegenheiten, bei denen die Religion keine Rolle spiele, zurückfetzen dürft. ' Berlin, 5. Juni. (Privatmitth.) Gestem hat die zweite Versammlung der Genossenschaft, zur Reform im Judenthum stattgefunden. Außer eini-

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