Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-05-26 · Heft 22 (26.5.1845) · p. Seite 330

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 22 (26.5.1845)
Date
1845-05-26
Page
Seite 330 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3224737-3225389-3225412--06931-3236789
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

830 So soll es sein. Im Leben mag Verschiedenheit der Ansichten und Meinungen ftattft'nden, aber das Heilsame und Beglückende muß Anerkennung finden, auf welcher Seite es sich auch zeigen mag. Tv. Berlin, 11. Mai. (Privatmitth.) Am achten Mai ist die Generalversammlung derer, welche dem bekannten Aufrufe beigetreten, abgehalten worden, wozu jedoch auch solche den Zutritt hatten, welche nicht unterschrieben hatten. Es waren ohngefähr 40V Männer anwesend. Herr Karl Heymänn, Herr Ludwig Lesser und Herr Dr. Stern hielten angemessene Reden. Die Gesellschaft konstituirte sich, indem ein „Vorstand der Genossenschaft für die Reform des Judenthums" gewählt wurde. Bis zu dieser Versammlung waren 248 hiesige und 69 auswärtige Unterschriften eingelaufen. Seitdem sind wieder Einigehinzugetreten, so daß die Gesammtzahl der hiesigen 270 ist, worunter circa 40 keine Familienväter, aber selbstständige Männer sind. Die Einberufung der Synode wird allerdings noch lange anstehen. Es ist Prinzip, in der Laienwelt eine breite Unterlage für den Bau freisinniger Theologen zu schaffen, und so ein lebendiges Iudenthum in der lebendigen Iudenheit hinzustellen, statt wie bisher ein papiernes in der indifferenten Iudenheit. Oesterreich. GroH-Konisch», 5. Mai. (Privatmitth.) Der Bau der Orgel im hiesigen Tempel geht nun seiner Vollendung entgegen, so daß die Einweihung derselben bald bevorsteht. Dieselbe wurde durch die Freigebigkeit des Herrn L. D. Straffer gegründet, welcher 1200 fl. K. M. dazu^ fundirte. Die übrigen, nicht unbeträchtlichen Kosten der aus der Aufstellung der Orgel notwendig gewordenen Baulichkeiten im Tempel wurden durch namhafte freiwillige Beiträge vieler Gemeindemitglieder bestritten. Die neuerbaute Orgel in Groß-Kanischa ist die zweite im Urigarlande und etwa die fünfte oder sechste in der europäischen Iudenheit. M. D.ß. ' LLrad, 6. Mai. (Privatmitth.) Zum Vikar ber Oberrabbinerstelle aus drei Jahre ist der Rabbinatskand. Herr Jakob Steinhardt aus Makö, Religionslehrer an der tcdesko'schen Stiftung in Preßburg gewählt worden, und hat er bereits seine Antrittsreden in deutscher und ungarischer Sprache gehalten. Mtofen, 1. Mai. (Privatmitth.) Sie müssen mir erlauben, Einiges dem höhnenden Körresp. in Mo. 12 über Altofen zu erwiedern. Meint derselbe mit seiner Phrase, daß Altofen in seiner Höhe gefallen, den Umstand, daß mehrere und reiche Mitglieder unsrer Gemeinde -sich wo anders angesiedelt haben — gut. Wer kann dafür? Meint er aber damit unsere Anstalten? Ist es nicht unsere Schule, die durch ihren weitgreifenden, Alles erschöpfenden hebräischen Unterricht für Kinder bis 14 Jahren als einzig im ganzen Lande dastehet, und auch durch ihre anderweitigen. Leistungen in allen Fächern für drei Hauptklaffen sich rühmlichst den ersten und besten anreihet, wie uns ganz besonders für Letzteres erst kürzlich die reichlichste Ueberzeugung geworden, durch den ermunterndsten Beifall und das ungetheilteste Lob, womit hochgestellte Personen von Seilen des löbl. Komitates und unserer verehrlichen Kronherrschaft unsere jüngste Prüfung verließen. Oder scheuen wir etwa kleinherzig die großen Kosten, die uns unser Spital, unsere Wittwen- und Waisenversorgung, unser Brodverein und ähnliche wohlthatige Anstalten machen? Wenn sich endlich in Ansehung des Rabbiners, Parteien bei uns gebildet, so wiederholen sich ähnliche Erscheinungen fast in jeder Gemeinde, und am Meisten in Deutschland, ja selbst in Gemeinden vom ersten Range. Auch sind wir nicht in so viele Ansichten zersplittert, wie unser Ungenannte glaubt, wir wünschen vielmehr Alle einen Mann, der das Alte mit dem Neuem versöhnend zu verknüpfen verstände, nur, glauben Manche, diese Würde Einem aus unserer Mitte verleihen zu müssen, so sind wieder Andere der Ansicht, nur ein Fremder'könne mit Erfolg hierin invcstirt werden. Wie aber auch die Sache fallen wird, und welche Partei auch immer obsiegt, so wird die andere in der Vertretung der Wahrheit nach ihrer Ansicht schon ein Genüge finden und sich vollkommen ausgeglichen sehen, weil i-pb dwpin LPauw ban. und somit n« "mb:* m* bs>- mo a^-minni a^tobarr ns^in w ■jrYnz)"’. L. ß. LeiPttiE, 12. Mai. (Privatmitth.) Ein längst

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.