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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-03-17 · Heft 12 (17.3.1845) · p. Seite 166

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 12 (17.3.1845)
Date
1845-03-17
Page
Seite 166 (sequence 6)
Language
German
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166 wirft er sich selbst eine Frage auf, aber ungenirt: P1Ö73 «it-n 2*»ma MN. Das Alles ginge aber noch hin, wenn nicht auf ein Mal das Schaf sich in einen Wolf verwandelte- und trotz „aller Liebe und Theilnahme, die sein Blatt für Israel erwecken solle" (S. 4), Zorn und Haß zeigte. Es ist die Rede des Herrn Dr. Meisel in Stettin: „Das Testament des Patriarchen," was Herrn H. in Harnisch jagt. Diese Rede, voll Gemüth und Kraft, ist es wol weniger, was Herr H. gegen den Redner einnehmen mag; aber weil dieser, wie jeder vernünftige Israelit, den Umtrieben der Missionare entschieden und offen entgegentrat und tritt, das regt die Galle des Herrn H. auf. Darum die Lästerworte: „Mit Unwillen möchten (!) wir uns hier von solchem Lehrer abwenden, wenn wir nicht wüßten, daß er aus einer Schule (!) kommt, in welcher das Wort sich solche Auslegung durchweg gefallen lassen muß." Am Ende sollen wol Hr. Dr. Meisel . und die Rabbiner zu Herrn H. in die Schule gehen, um sich die Bibel, deuten zu lassen! Deuteln Sie, Herr Hso viel Sie wollen, die Bibel verträgt viel: Hie Uber 68t in quo quaerit sua dogmata quisque, Invenit et pariter dogmata quisque sua. Aber bleiben Sie mit ihren Verdächtigungen und Schimpfen uns ferne; das Augenverdrehen thut's nicht, wenn Sie auch ausrufen: „Arme, bedauernswerthe Judengemeinde in Stettin, wie wirst du doch alle Sabbate betrogen um das Wort u. s. w." Und wenn Sie die pommerschen Juden denn mit aller Gewalt mit Ihrer Lehre beseligen wollen, so werden Ihnen Ihre Verdächtigungen nicht den Weg dazu bahnen. Diese Kunststückchen sind schon längst verbraucht und klingen in dem Munde eines Judenbekehrers gar zu drollig; die alten Rabbiner werden Ihnen darum nicht gewogener, weil Sie gegen die. neueren sprechen, und diese'wissen, was sie von allen diesen „Stimmen der Wahrheit" zu halten haben; sie verweisen jeden unberufenen Eindringling in ihre heiligsten Angelegenheiten auf die Worte jenes Rabbinen (im Midrasch), die ich als Note hier ansühren will, und die sich Herr H. übersetzen lassen mag*). Und damit Adieu! 12 siaiiT' S n« b«ia nn« «iM>b« 'i 113« *) v'21-1» 12« nillMb trsi iin« V2niin2 aw NN1P Magdeburg, 6. März. (Privatmitth.) Die erste diesjährige Nummer des Ministerialblattes enthält folgende Ministerial-Interpretation: 3) Verfügung an das königl. Oberpräsidum zu Münster, die Ausübung des Gemeinderechts betreffend, vom 11. Januar 1845. Der Bericht des königl. Oberpräsioii vom 2. v. M. stellt zwei Fragen über die Anwendung der Bestimmungen der westphälischen Landgemeindeordnung vom 31. Oktober 1841 zu meiner Entscheidung, nämlich: 1) über das Verhältniß der Juden in Betreff der Ausübung des Gemeinderechts und der mit letzterm verbundenen Befugnisse, 2) über die Nothwendigkeit des Besitzes eines Hauses, um das Gemeinderecht ausüben zu können. Die Frage ad 1 anlangend, bin ich mit dem königl. Oberpräsidio dahin einverstanden, daß zunächst zwischen denjenigen Landestheilen der Provinz, in welchen die Juden als Staatsbürger zu betrachten, und denjenigen, in welchen dieselben blos geduldet sind, unterschieden werden muß. In den letzteren müssen die Juden von aller Theilnahme an dem Gemeinderecht ausgeschlossen bleiben, da solche überall das Staatsbürgerrecht vorausgesetzt, und es nicht in der Absicht der Gemeindeordnung gelegen hat, irgend eine Veränderung in den Verhältnissen der Juden zu treffen. In denjenigen Landestheilen dagegen , in welchen die Juden im Besitz des Staatsbürgerrechts sich befinden, werden dieselben die Aus.-' Übung des Gemeinderechts und der damit, verbundenen Befugnisse so weit in Anspruch nehmen können, als nicht dafür das Bekennen zur christlichen Religion im Gesetze selbst als ausdrückliche Bedingung vorausgesetzt wird. Die hierauf bezüglichen Stellen r ib? fe ia»a» 11W73 tan» V» n» ddt?? nnb *6 *1»«!w w-DTtt ib iTa«?ira2 ‘jb un b* ■pawj'p inw t-tfm *»b itn tn» M2in ib 173« ■»nbNb "psa nn ‘■aibs ■»tib»b -s-ina nr ^nbiy ib« pto n» ivassa.« 1V öuaa oa^i mba! «b ib 172»? p725> Mn» M11Ö731 ib 173« .! ib« n« l^aa ns mttom ib iani« N11D73 Mnsia.i* ib 173« .(i'd N21 «ip->i)

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