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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-03-10 · Heft 11 (10.3.1845) · p. Seite 149

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 11 (10.3.1845)
Date
1845-03-10
Page
Seite 149 (sequence 5)
Language
German
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149 l. In der nackten Flur der Wüste Trat zum Volk der Amramide, *) Sprach: „Ihr sollt des heil'gen Gottes Heiligthum auf Erden werden; Alle, so Ihr heute stehet In der öden Flur der Wüste, Sollt zum Heiligthum des Ein'gen Eingethan, geheiligt werden. Daß durch Euch die Schaar der Völker Diesen ein'gen Gott erkenne. Und sein Namen einst auf Erden, Wie Er selbsten ist, sei einig. Darum lasset uns errichten In der öden Flur der Wüste Heiliges Gezelt des Dienstes, Wo der Gott der Offenbarung Mit dem Volk der Offenbarung Heiligend zusammenkomme." —**) Brachten viele schöne Gaben, Mehr als Moscheh brauchen konnte, Gold und Silber, Edelsteine, Byssus, purpurrothe Wolle, Schittimholz und Thachaschfelle, Um das hehre Zelt zu bauen. Und der Reiche brachte Fülle, Karges trug herbei der Arme. Trat zum Volk der Amramide, Sprach: „Nicht also! Gleichen Antheils An des Ein'gen Heiligthume Sei von Iakob's Söhnen Jeder! Daß sich Niemand rühme.: „„Vieles Hab' ich zu dem Zelt gesteuert, . Größer ist mein Recht, und heil'ger Darum bin ich!"" Denn das Zelt nicht, Nur Ihr selbsten seid des Ein'gen Heiligthum! Ja, das Gezelte Wird verfallen in den Zeiten, Ewig werdet Ihr bestehen! Darum tretet in die Must'cung *) Moscheh, Sohn Amram's. **) w» bfis, erklärt 30, 36 mit den Worten: wn nm w» brsan nämlich zu zukünftiger Offenbarung s. 25, 21. 22. S. unser Bibelwerk Bd.'l. S. 467. Einer nach dem Andern jetzo; Wer der Jahre mehr als zwanzig, Reiche einen halben Schekel, Daß die Seele, so gesühnet, Eingethan zum Heiligthume: Mehr nicht bringe dar der Reiche, Und nicht minder auch der Arme. Und aus diesen gleichen Gaben Lasst die Füße des Gezeltes Bilden uns, daß so das Heil'ge Ruhe auf den gleichen Gaben Aller Söhne Israel's!" 2. 2 Mos. 40. Aus des Lenzes Blüthen steiget Ganz von selbsten Lobgesang, In des Glückes Freuden schwellet Frei hinauf des Herzens Drang: Darum richte in der Wüste Dir ein Heiligthum empor. Wenn die Flur um Dich verödet Und das Licht sich Dir verlor. Ja, in Deinem Menschenherzen Wölbe sich ein heil'ges Zelt, Wie des Lebens Wirbel toben: Drinnen sei Dir Gottes Welt! Unverweslich ü)ie von Schittim, °) Bau des Edelsten Gefühl Hoch sich auf, trotz bittrer Täuschung, Trotz der Leidenschaft Gewühl; . Wie der Strahl des reinen Goldes, Hell und sonnig Dein Gemüth, Und geläutert wie das Silber, Das der Rost des Alters flieht. Laß es nimmermehr entweihen Von des Ird'schen Hauch und Hand, Darum schlag' den weißen Byssus Um des Herzens innre Wand; Aber daß des Thuns-und Stcebens, °) Arabische Akazie, aus der die Bohlen des Stiftszeltes.

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