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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-02-03 · Heft 6 (3.2.1845) · p. Seite 80

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 6 (3.2.1845)
Date
1845-02-03
Page
Seite 80 (sequence 12)
Language
German
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Miethzinsirnehv als vierten Theit despräsumtiven Schuleinkommens absorbirt*). Höllaüd und Belgien: '- -Ostende, rm Dezember (Privatmitth.). Als ich vor - mehreren - Jahren aus Amerika nach Deutschland reiste und den Weg über! Belgien und Holland nahmhatte' ich während meines Aufenthalts an mehreren Orten / wo sich eine große-Anzahl unserer Glaubensgenossen befanden/ öfter . Gelegenheit gehabt zu bemerken, daßuje mehr ich aus dem Süden nach dem Norden'kam, jegebildeter ich die einzelnen israelitischen Einwohner und jebesser * organisirt ich den öffentlichen- Kultus fand^ u Daß Hamburg und mehrere-' andere StadteMorddeutschlands' diese Erfahrung besitzen, brauche ich Nicht, zu sagen, und unsere deutschen Glaubensbrüder sollen überhaupt diesmal^ den Gegenstand meiner Bemerkungen nicht ausmachen. Nun da ich dennämlichen Weg; zurückzumachen hatte, und zwar mit wenig Voraussicht, - sobald aus der neuen wieder in die alte Welt zurückzukommen, nahm ich^ mir vor^die mehreren Monate, die ich bis zu meiner Einschiffungvor mir hatte/ in den nämlichen Orten zuzubringen,- wo ich esdas vorige Mal ge- Lhan> -um .so mehr - da ^unsere heiligsten Feiertage ^, *) Diese nackte» Thätsachen.dw aintlich bestätigt werden können, 'nämlich die Ueberfüllung der Synagoge bei eMr Feierlichkeit/ die dem aller Reform - abgeneigten Juden -gewiß' wenig Zusagen kann > - und - dergewaltige Andrang zu der; deuLsch-isiaelitifchen - Hqüptschule, beweisen yol zur Genüge,,; auf welcher Stufe; die Mehrzahl. der hiesigen istaelit. Gemeinde stehet^ und widerlegen hinlanglich das seichte Räsonnement des Verfassers der ga- ^zLsch-jüdrschtn^'AüstLrido/ 'der einerseits vor einer Reform-, d. h. Regulirung des Gottesdienstes, Einführung von Predigt-, und Chorgefang; warnt,. und , andererseits Schulzwang, d. h. doch wol Sperrung der alten Mß. den größten Gewissenszwang mvolvixt, und gewaltsame Einführung' der deutschen Tracht empfiehlt. Sein Rath so wie seine Schilderung der hiesigen Verhältnisse beweisen seine -Unkenntniß dessen was feit -einigen Jahren hier vorgegangen, obwol dieß seine maliziöse Verleumdung dtzr .,-hiesigen., deutschen Gemeinde keineswegs entschuldiget, -chMe im , ganzen wenigstens, eben so ehren-, baft ist, wie "die. jüdisch-polnische. Uebrigens war von Seiten des hier Bekannten Verfassers, keine unparteiische Würdigung der hiesigen — jüdischen - Verhältnisse zu erwarten. . tiek. . * sammtz Nachtrah^yndiese) Zeit-fielen. Daß sichin« dem Zustandedev jüdischen Gemeinden während dieftr/AMManches oder! gar Mieles:vebaydert haben -wird--slress michsschon devbekanyte Spruch!: tewporL: mutautur elx. -vermuthenaber bei: weitem mehr ward: meine- Erwartung gespannt durch; die mancherlei Nachrichten^ welcheijch während letzter Jahre über die riesenmäßigen Fortschritte erhalten, welche Kultus, Schulwesen und . Nationalbildung., bei den b e l g i s ch e n Jsräslitett! gemacht haben im Gegensatz mit, dem Schneckengang oderEigentlich dem völligen Stillstand in der bei' weitem zahlreichem und länger konstitüirten holländischen Gemeinde. Denn wo wären mehr zweckmäßige und zeitgemäße Fortschritte im Kultus zu^ Marten^ als in einem.Lande — in Europa das einzige so weit ich weiß — wo die KonfttWo». „her.Regierung. alles Einschreiten in Religionssächen untersagt, und ihre Action exclusive darauf beschränkt, die Kirchendiener aller Konfessionen nach dem Zahlverhaltniß der Mitglieder auf gleichem Füße' aus der Staatskasse zu besolden, und dennoch die Wahl! der: Vorstände und Rabbiner wie dieinnere Einrichtung , -dev Gemeinden aus - dieser selbst; hervorgeht; und. die Erwählten nicht einmal der Sanktion dev. hohen Obrigkeit bedürfend Wo könnte man sich; mehr und großartigere Bildungsanstalten für . die israelitische! Jugend nicht allein; Ln-det Hauptstadt, sondern auch Ln-.den anderen meist opulenten Provinzialstädten;- y erstellen, als in Belg r e n, wo -das jüdische Konsistorium nicht nur verhältnißmäßig die bedeutendsten Subsidien aus den verschiedene».öffeMichen Kaffen für den Religionsunterricht erhalt,: sondern auch schon seitmehr als ll/2 Jahr, wie ich aus Ihrem geschätzten Blatt in einem Aussatz von dort aus gelesen, einen von ihm selbst ernannten und pom Staat gut besoldeten.Generallüspektor aller/Mgischen Schuld hat! — Mit solchen Erwartungen kam ich. kurz vor . nach Amsterdam, und brachte, diese Feiertage daselbst zü^ besuchte am ersten Tag die hochdeutsche und.sogenannte niederländische, und' am * zweiten die pprtu-- giesische Synagoge. Nachdem ich Nie vorhergehenden acht bis zehn Tage auf den Besuch der öffentliche» Anstalten und der hochgestellten Männer unter Unseren Glaubensgenossen verwendet c hatte, chiM ich mich dann ei» Paar /Lagv im Haagund irv Rot- ' terdam auf,, .-#m i Hei-^Zette»? vor > sSSin'S gelobte

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