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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-02-03 · Heft 6 (3.2.1845) · p. Seite 71

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 6 (3.2.1845)
Date
1845-02-03
Page
Seite 71 (sequence 3)
Language
German
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71 Harfe,rkLange zu den Wochenabschnitten der Schrift. VI Mifchpatim. An merk, mab “istipn ■’nata ä*a „Von meinem Altäre sollst du den Mörder wegnehmen zu sterben." 2 Mos. 21, 14. Die Tradition erklärt dies: mab idnpri rrrisy ma^b pa j-pm ük. Indeß sollte damit bestimmt werden, daß der Altar des Einigen nicht wie die Altäre der Heiden ein Zufluchtsort für Verbrecher sein sollte, wie auch 1 Kön. 2, 28— 34 uns ein solcher Fall erzählt wird. Glückliches Israel! Was die Völker bedrückte, Was die Völker bedrückt. Dessen solltest Du frei sein — Frei des Priesterjoches! Diener des Einigen, Sollte nicht dem Gesetze, Nicht dem Rechte des Volks, Nicht der rächenden Strafe Sich entzieh'n der Priester. Altar des Einigen, Sollte nimmer Verbrechen, Nicht die blutige Schuld, Falschen Heiligenscheines, Dort der Altar schützen. Weder zu lösen, noch Auch zu binden, war Priestern Uebergeben, und schmal Ward im weiten Gebiete Priestergut gemessen. Träger der Lehre nur. Des Gesetzes Verkünder, Hatt' vom frömmeren Sinn Seines Volks zu erhoffen Unterhalt der Priester. Denn nicht wie Schergen ging, Schweiß des Volkes zu zählen Und der Mühen Ertrag, Rings der Priester umher: nur Was gebracht ward, nahm er. Glückliches Israel! Nimmer warst Du gefesselt Von des Priesters Gewalt, Nicht die Richter und Kön'ge, Nicht des Volkes Scharen. Glückliches Israel! Sieh', im Volke ergoß sich Frei der göttliche Geist, Zum Propheten erkürend Oft den niedren Hirten.. Hörst Du den Harfenklang, Hörst Du herrliche Lieder Sich erheben zum Herrn? Harfenklang und die Lieder Sind nicht Werk des Priesters — Sind des gewaltigen, Volk durchströmenden Geistes Gottbeselkgtes Weck: Darum tönen sie ewig Priesterfreiem Volke! Zeitungsnachrichten- Deutschland. Braunschweig, 25. Januar. (Privatmitth.) Vor Kurzem, wie Sie wissen, wurden in allen preußischen Provinzen Synoden gehalten. Dem Sinne des Volkes waren diese Versammlungen von Geistlichen sehr verdächtig; es wurden an vielen Orten Bittschriften gegen deren Beschlüsse, noch bevor diese bekannt waren, gefertigt; man suchte in allen öffentlichen Organen dagegen zu streiten. Wie aber? ist in diesen ganzen, nicht wenig erbitterten Streit;etne einzige Persönlichkeit hineingezogen worden? hat man irgendwo und irgendwie die. Personen und das Persönliche an den Pranger gestellt? Fürwahr nicht! Aller Haß und alles Vorurtheil hielt sich dennoch streng innerhalb der Grenzen der Prinzipien. — Daß unsere Rabbinerversammlung der Angriffe, der Verdächtigungen, der Kämpfe zu gewärtigen haben würde: das wußten wir. Daß aber

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