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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-01-20 · Heft 4 (20.1.1845) · p. Seite 43

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 4 (20.1.1845)
Date
1845-01-20
Page
Seite 43 (sequence 3)
Language
German
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43 die gewöhnliche» Schemoue Este für die Sabbate und die Feste zu groß, was würden sie erst von dieser Unzahl Piutim, wodurch die Sidurim zu Folianten anschwollen, gesagt haben (^''Pi^n -j737N tmsan Ni^a K3T«H ,Tmbnn ■»>.*3. bn b* trnpnn» «« .rnabn -,2 anaan nwiü -p-iTaan , prta baiön *ioia 8b ^2-12 8b8 7.niabtt) bbonttb- 8ir: «am 'im naio niaa 21Ä72 mimas). Mit vieler Wahrscheinlichkeit läßt sich auch annehmen, daß R. Gamliel, als er durch Simon Hapekule die Gebete redigiren ließ, auch auf den Sabbat und die Feste bedacht war, um die genannten Modifikationen und entsprechenden Einschaltungen vorzunehmen. So wurde für den Sabbat und die Feste 3>2U) napa eingesetzt, bestehend aus den drei ersten und drei letzten Sprüchen und einer Berachah, die Bedeutung des Festes betreffend. Die Schulen des Hillel und Samai führten über die Zahl der Einschaltungen, wenn der Neumond oder eia Festtag mit dem Sabbat zusammen trifft, mehre Debatten (vide Erubim f. 40 b. -17318 103 naioa. nmb bnio unn m-i bai 't «na 'n bb2n73). Die eingeschaltete Berachah (NL-> imia« 818) ist daher der älteste Theil darin, alles Uebrige ist, außer den Bibelstelleu, die auf die Opfer. Heiligung und Ruhe der Feste Beziehung haben/ durchgehends ein Produkt aus der Eeonim-Zeit und wovon im Talmud nichts erwähnt wird. R. A. hat Nri8 N1073 N7310'' , riioip, auch dem ältern R. Moses Gaon war jenes bekannt (Tur 268). Beim Muffaf ist das. in der deutschen Liturgie aufgenommenr riaiLman, aus der schreibseligen Piutimperiode, was die neu gebrauchte goriw, das rückwärts gehende Alphabet p'bw'ri nämlich beweiset und jene, auf derlei Künsteleien erpichte poetische Schule charakterisirt. Maimonides hat dafür ein anderes Gebet, das auch älter ist und findet es sich auch irgendwo in der Tosephta. — .Am Neumonde sind die Einschaltungen, außer (818) welches in Talmud erwähnt wird, nachtalmudisch, (Tur 425) die aber Maimonides bereits zitirt. Ein gleiches Loos traf die Schemoue Esreh an den Festen, die ebenfalls auf sieben reduzirt wurden. Zm Trakt. Sophrim 19, 7 kömmt ein großer Theil, mit einer Menge Varianten vor, , dahin gehören , 82'>i . ttbs1* naK^iom. Die anderen Theile kommen in Zoma 87 d. larnria Nri83 nnD «an, vor. Watodienu floß aus der Feder des Rab, was von. den Talmudisten sehr gerühmt wird (Berachoth 33 b. 7b. irpm b«i73ivi ai *fb *jnm bai ■««‘»‘iim arrWTs). - Bei dieser Gelegenheit wird das Watiten-Lecha erwähnt. Nachtalmudisch ist hingegen ^273 am Mussaf, wofür im Trakt. Sophrim ibid. eine andere Form, die zwar auch benützt wurde, vorkömmt. Die andere an den Werkeltagen nicht gebräuchlichen Gebete datiren sich meist aus einer später» Zeitz dahin gehöret das Sabbatlied Lecha Do di von Salomon Alkabeg mit dem Akrostichon S. Halewi. Die Gebete am Sabbat für das Wohl der Gemeinde und das der jüdischen Akademieen, ip-,12 üip'», schreibt sich aus der Zeit her, wo jene Anstalten in Babylon blüheten. Dazu kann 'iai *]1732> ^8 gerechnet werden, welches im Trakt. Sophrim 14, 8 vorkömmt. Die an den Festen, das Mussaf beschließende Hymne, Anim Sewerot hat R. Samuel, Vater des R. Jehuda Hachaßid, zum Verfasser.— Magen Aboth, ein aus kurzen Sätzen wiederholtes Schemoue Esreh, ist talmudischen Ursprungs (Sabbat 24 b.). Diese Wiederholung ward zu Gunsten der Andächtigen, die sich verspäteten, eingeführt, damit sie nicht aus den, von den Städten sehr entfernten.Aynagogen, allein zurückkehren müssen. sehnliche Abkürzungen waren sehr üblich, deren sich besonders Ackersleute, .Handwerker, überhaupt das ungelehrte Publikum, und bei dringenden Geschäften und Hindernissen auch die gelehrte. Welt bedienten. (Berach. 28. bb2N73 üy> b?3 p'72.18 b8'>b.733..i2-j ,1^22 I3nb2n rt-11310 Ü8; yp , n'^ '^2>73 A-'lOlN''. , rib rn 1^73 18b 281 rf1 bb2n7p). Beim Mangel geschriebener Gebete war es für den größten Theil der Andächtigen schwierig lange Gebete im Kopf zu behalten, daher bediente man sich kürzerer Formen. Samuel..hat.dafür in seinem schönen israin gesorgt (ibid. 29), welches-so sehr im Schwünge gekommen zu sein scheint, daß -es fast die Schemoue-Esreh verdrängte, und Abaja sah sich genöthigt dagegen streng anzukämpfen (z8738 v^ib. .^a.« 133->2N •'batni),. Zn der Tosephta ö. a, 3 kommen einige kurze und höchst treffende Gebete dieser Art vor. Bedeutender und umfangreicher, sind die Veränderungen die mit den Tephiloth (besonders beim Muffaf) .des Neujahrs vorgenommen wurden, und. wegen, .der neun Segensprüche, woraus sie bestehen, na^a. genannt werden. Auch ist das Alter schwer , zu bestimmen; denn die vielen, im Talmud darüber geführten Kontroverse, .entrücken Einem den richtigen Gesichtspunkt. Die Schemoue- Esreh am Morgen - und Vespergebet Wurde, wie. bei allen Festen, auf sieben Berachoth reduzirt, wobei eben ,her ursprüngliche Theil sein mag. Das *pb73 818 mit einer kurzen Einschaltung über Namen, und Bedeutung des Neujahrs. Später wurden einige kleine Zugaben., bei den

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