Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1843)
- Date
- 1843-12-04
- Page
- Seite 730 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3224737-3225281-3225331--05686-3236355- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
730 Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Neu eröffnete Pensions-Anstalt. Da bei vielen Eltern das Bedürfniß einer Penstonsanstalt in einer solchen Stadt fühlbar geworden ist, wo ihren Söhnen die Vortheile der Vorbildung für jeglichen Beruf dargeboten werden, ohne die Nachtheile üllzugroßer Kostspieligkeit und der Verwöhnung in größeren Städten, so habe ich nach meiner kürzlichen Verheirathung mich entschlossen, am hiesigen Orte eine solche zu errichten. Für das jüngere Alter bietet die jüdische Schule, für die, welche sich dem Studium widmen wollen, das hiesige Gymnasium, für die, welche sich für den Kaufmannsstand bestimmen, meine eigne Lehranstalt alle nöthkgen Mittel zu der erforderlichen Ausbildung dar. Ich erbiete mich daher zur Aufnahme von Knaben jeden Atters, und es wird mir stets heilige Pflicht sein, meinen Zöglingen die liebevollste Pflege und die sorgfältigste Aufsicht und Leitung zu widmen, um ihre intellektuelle und religiös sittliche Bildung so zu fördern, wie es zu ihrem wahren Wohte und zur Freude ihrer- Eltern geschehen kann. Im Besitze der Zufriedenheit her hiesigen nicht bloß israelitischen, sondern auch christlichen Eltern, deren Söhnen ich vorbereitenden Unterricht für den Kaufmannsstand ertheile, schmeichele ich mir auch das Zutrauen auswärtiger Eltern und Vormünder zu erwerben. Die Bedingungen, die ich auf portofreie Briefe mitzutheilen bereit bin, werde ich so billig, wie möglich stellen. Mühlhausen in Thüringen, im November 1843. vr. G. B. Cohn, Geistlicher der israel. Gemeinde zu Mühlhausen in Thüringen. Wenn ich in Bezug der vorstehenden Anzeige hiermit erkläre, daß das Gymnasium Zöglinge des Israel. Geistlichen, Herrn Dr. Cohn jederzeit gern aufnehmrn wird, so geschieht dies in Folge der Erfahrung,, daß die bisher uns von ihm zugeführten Schüler sich durch gutes Betragen, eifrigen Fleiß und erfreuliche Fortschritte auszuzeichnen pflegten. Ueberdieß habe ich sowol den gewissenhaften Ernst und die liebevolle Sorgfalt, als auch die Geschicklichkeit-in, der .Leitung seiner Schüler - aus eigner Anschauung so kennen lernen, daß ich es für meine Pflicht halte,, den betreffenden.., Eltern diese Gelegenheit zur Bildung ihrer Söhne,, als - eirE solche: anzuempfehlen, der sie ihr volles Vertraun: schenken: dürfen. ' Mühlhausen in Thüringen, den 19^ November 1843. Dr. Haun, Direktor des Gymnasiums. A,uch ich kann aus eigener Anschauung versichern, daß Herr vr. Cohn möglichsten Fleiß, gewissenhafteste Sorgfalt auf seine Schüler verwendet, und. sie zu gedeihlichen Zielen führet. Die Liebe, die derselbe sich bei seiner Gemeinde, wie bei vielen anderen Bewohnern seines Wohnorts erworben, erweiset dies noch mehr. Magdeburg, 26. November 1843. 0r. Ludwig Philippson, Rabbiner. Im Verlage von Z. Urban Kern in Breslau ist so eben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen Das Buch Hiob, mit Beziehung auf Psychologie und Philosophie der alten Hebräer neu übersetzt und kritisch erläutert von I. Wolffou. gr. 8. 22 Bogen, geh. Druck von B. Tauchnitz. Ladenpreis I Thlr. 15 Sgr. Das Buch Hiob steht bekanntlich als Meisterwerk morgenländischer Dichtung unübertroffen da, und hat von jeher die gelehrtesten Interpreten veranlaßt, ihre Kräfte, einer Auslegung dieses schwierigen Buchs zu widmen. Die vorliegende Uebersetzung und Erklärung ist nach dem Zeugniß der Herren Prof. vr. Gesenius in Halle, vr. Middeldorpf, vr. Bernstein, vr. Geiger, vr. Freund rc. eben so scharfsinnig als ganz neu aufgefaßt; sie ist die Frucht der gründlichsten Studien und einer zwanzigjährigen Arbeit! Aufforderung nud^Bitte. Vor der Herausgabe-eines Bandes Neuere Geschichte der Juden (feit 1815) mit welchem ich beschäftigt bin, ersuche.ich ganz ergebenst alle sachkundigen Vorsteher Jüdischer Gemeinden, so wie Rabbinen, Lehrer, Juristen und andere Gelehrte des