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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-12-04 · Heft 49 (4.12.1843) · p. Seite 728

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 49 (4.12.1843)
Date
1843-12-04
Page
Seite 728 (sequence 8)
Language
German
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728 a) daß diese Zahlungen nach den festgesetzten Verhältnissen wirklich geschehen; b) daß, zufolge der von Herrn H. Lehren getroffe- ' nen Veranstaltung diese Zahlungen vierteljährig durch ein Handlungshaus in Beirut an. das Rabbinat und den Vorstand jeder Gemeinde, gegen, deren Quittungen geleistet werden, und jodann das Beiruter Haus gegen, Einsendung dieser Quittungen an das Amsterdammer Haupt-, konnte, sich auf das Haus Rothschild in Paris erholt, das sich mit der lobenswerlhesten Bereitwilligkeit diesem mühseligen, mit vielen Opfern verbundenen Geschäfte unterzieht; und. e) daß in den Bilanzen des Herrn H. Lehren die musterhafteste Ordnung und Pünktlichkeit herrscht, jeder einzelne Posten' inder Einnahme wie in der Ausgabe eingetragen ist, und jene mit dieser auf einen Cent übereinstimmt. 3) Haben wir'auch viele Originalbriefe von den derzeitigen Rabbinen des heiligen Landes gelesen, worin mit den rührendsten Danksagungen, die Verwaltung des Amsterdammer Hauptkomitv's als musterhaft und äußerst wohlthätig anerkannt, der Segen des Himmels für dessen Mitglieder und ihr menschenfreundliches Wirken erfleht, und die an-' ständigste Bitte beigefügt wird, daß die Amsterdammer Anstalt und ihr würdiger Präsident, Herr H. Lehren, fortbestehen und auch künftig, Lausende ihrer Religionsgenossen dem Hungertode entreißen, und gegen die zahllosen Drangsale und Bedrückungen, welchen die Israeliten des heiligen Landes stets ausgesetzt sind, schützen möge, ohne sich durch unbefugte Einsprache oder grundlose Beschwerden einiger Unzufriedenen, die statt der allgemeinen Noth zu steuern ihre Privatzwecke'verfolgen möchten, irre machen zu lassen. Indem wir dieses wahrheitsgemäße Zeugniß ausstellen, hoffen wir, daß es genügen werde, den gesegneten Fortbestand des Amsterdammer Hauptkomitv's zu sichern, und alle Subskribenten zu veranlassen, durch dessen Vermittlung wir bisher un-' seren armen Brüdern in Palästina ihre milden Gaben reichlichst zufließen zu lassen, überlassen es übrigens dem Amsterdammer Hauptkomite und dessen würdigen Präsidenten, Herrn H. Lehren, (welcher mit offener Bereitwilligkeit jedem Betheiligten die Einsicht: der über die Palästina-Spenden geführten Bücher und der dazu gehörigen Belege gestattet), sofern sie es nicht unter ihrer Würde finden, die seit einiger Zeit in öffentlichen Blättern gegen sie ausgestreuten Verläumdungen selbst zu widerlegen und zu entkräften. . Frankfurt am Main, den 20. November 1843. gezeichnet 0. M. Adler. Phillipp. Abraham Cohn. J. M. Kulp. J. M. Kann. JL. J. Boss. Personalnachrichten. Proßnitz^ 30. Oktober. (Eingesandt.) Folgender Artikel aus Blättern „Ost und West" in Prag enthält die Schilderung einer interessanten Szene, die in der Allg. Zeit, des Judeuthums einen Platz verdient. ' . ' Sie haben bereits von dery schrecklichen Brande zu Artschitz den 18. September d. Z. berichtet, dessen Schaden auf 54,000 fl. gerichtlich geschätzt worden, und der-auch die Bewohner unsrer Stadt zu milden Gaben anregte. Der würdige Rabbiner der hiesigen Judengemeinde Herr H. Fasse!, machte auch diesmal, wie schon oft sonst von seiner Kanzelberedtsamkcit Gebrauch, um den Wohlthätigkeitssinn seiner Zuhörer auf diesen würdigen Gegenstand zu lenken, in Folge dessen eine namhafte Summe kollektirt wurde. Vorgestern den 28sten, während die frommen Israeliten hier in der Synagoge versammelt waren, sah man mit Befremden und Spannung den als gleich gelehrt und edelmüthig allgemein bekannten Herrn Peter Obderzalek, würd. Pfarrer zu Artschitz, sich, erheben, und die Aufmerksamkeit der Versammelten in Anspruch nehmen. Er redete die Versammlung als Brüder und Freunde an, erklärte im- Eingänge, daß das Proselytenmachen fern von ihm sei, er komme jetzt nicht als Priester eines andern Glaubens, sondern nur als Mensch, um vor seinen Brüdern seinen Dank auszngießen. Er schilderte sodann die Große und das Traurige des Unglücks, wie er alles, was in seinen Kräften gestanden, für seine Pfarrkinder gethan, wie er sich entschlossen nach Wien zu reisen, um die Hülfe, hochherziger Menschen.anzusprechen. Feurig ergoß er sich hier in das Lob des edeln und wohlthätigen Herrn Baron von Rothschild, wie leutselig dieser hohe Geber ihn aufnahm, ..ihm den Be-:.

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