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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-11-27 · Heft 48 (27.11.1843) · p. Seite 715

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 48 (27.11.1843)
Date
1843-11-27
Page
Seite 715 (sequence 11)
Language
German
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likum herabsetzen und den Spötter erheben soll; wo er aber im Eifer mich? m höhnen sich, die Sache und das Publikum vergißt, welches er durch Verschweigung des Hauptpunktes, nämlich der Leseart Alisana tauscht. Ich will die gewonnenen Ergebnisse vom Verdacht des Plagiats retten, und man verlacht hochvornehm die Geringfügigkeit. der Ergebnisse. Ich wende mich vertrauensvoll an jeden Billigdenkenden, mit der Frage habe ich den unziemlichen, hämischen Spott von H. Munk verdient? Durfte er, ohne die Achtung der Guten zu verscherzen, durch fade Redensarten, und Doppelzüngigkeit meine Worte in's Lächerliche ziehn, wenn er auch meine Forschungen geringschätzt? Es ist wahr, in seinen Augen müssen meine Entdeckungen nur klein erscheinen, da - ihm die, Welt große Entdeckungen zu. Legionen zu verdanken haben mag, die nur bisher unter dem Siegel der-Verschwiegenheit Im stillen Hintergründe seines Pultes schlummern. Dies ist ' nicht leicht anders möglich, wenn? man fast ein Vierteljahrhundert ausschließlich in der reichsten literarischen Sammlung wühlt, und noch dazu sich auf mehrmaligen Aufenthalt in Oxford beruft. Gewiß, „Saadia" und „Josef" sind nur zwei Tropfen aus dem Ocean Munkischer Entdeckungen, in wel- . chem künftige Geschlechter segeln und sich bereichern werden. In diesem vorläufig stillen Ocean sind freilich meine Entdeckungen nur die Niedrigen Inseln, welche vvn einer Munkifchen Welle verschlungen werden. Darf man aber gleich so böse werden, wenn ich flehe, man möge um Gotteswillen meine Niedrigen Inseln nicht für die Sadronen halten? Ist denn das Verbrechen meiner so glänzend bestätigten Konjektur und meiner eben sv redlich gemeinten als achtungsvoll ausgesprochenen Aufforderung so ganz unverzeihlich, daß H. M. mich in hämischer Absicht mit elenden Spöttereien . verfolgt und . dabei unredlich den Kern der Frage verdeckt, um sich, mit den Schalen spielend, auf meine Kosten aufzublahen? Handelt so ein Mann, welcher mit der Wahrheit im Bundesteht, und die heilige Weihe der Wissenschaft im Herzen, und nicht zur Schau tragt? Nimmermehr! Ich bedaure vielmehr sagen zu müssen, daß man an diesem Verfahren den langjährigen Freund .und Nachahmer eines Menschen erkennt, welchen Je-, mand so witzig wie bezeichnend ^22 nennt! Wenn,, wie mir die zahlreichen Leser des „Magazins" bezeugen können, die obigen Thatsachen richtig sind, so hat die Rezension in der literarischen Leitung , (über deren Autorschaft ich keine Erklärung zu geben verpflichtet bin)? in ihrem Schlußsätze - nur .Gerechtigkeit geübt.? Denn kein Rechtlicher und Edler wird behaupten, daß Herr M. sich durch sein Verfahren gegen mich Rühm erworben hat! Man kann schöne Kenntniß im Arabischen .haben und sich damit unter hundert jüdischen Lesern neunzig gläubige Verehrer erwerben , und kann dennoch die Achtung des Charakters durch niedrige Fehlgriffe in Frage stellen! Herr Albert Cohn (dessen Beruf zum Vertheidigen Andere kennen mögen) hängt seiner „Entgegnung" noch einen hellstrahlenden Moralspruch über die Nothwendlgkeit gegenseitiger Achtung der jüdischen Gelehrten an. „Gut gebrüllt Löwe!" sagt Shakespeare. Ich unterstehe mich aber zu fragen, war es nöthiger diesen Spruch von Paris nach Berlin , oder von der Wohnung des Herrn Albert Cohn in die Wohnung seines Schützlings zu schicken? Habe ich in meiner Rezensiert des Saadia und< in Meiner Aufforderung Herrn Münk verletzt, oder er in seiner Antwort mich?- Gleich gewissen Entdeckungen über Averroes und Makmonides habe ich diese Moral früher gekannt und beherzigt als der weise Salomon und sein Priester in Paris, und könnte daher mit bester Ueberzeugüng sagen: löT-ina uiiLp ^2 ^inso ‘psy üitfp Aus der „Entgegnung" wird mir. auch deutlich daß H. M. sich auch schön meine kleine Bemerkung im Orient zu Gemüthe gezogen hat, und. daß er schon auf dem Wege der Reue wandelt. Letzteres war mir zu sehen recht lieb. Besserungsfahigkeit ist Eigenthum der Auserwählten; und was mich betrifft, so werde ich noch' einen kleinen Beitrag zur Beförderung der künftigen Bescheidenheit d. H. M. anderswo liefern,' sosehr ich es auch bereue, mich mit ihm eingelassen zu haben. Berlin, den 2. August. F. Lebrecht. Anekdote n. Ein noch ungedruck.ter Brief Moses Mendelssohns an den Herrn Wolf Abraham Nathan in Dessau, mitgetheilt von Or. H. Jolowicz, israelitischem^ Prediger in Marienwerder. . ' - Zu nachstehendem Briefe (das Original besitzt der Banquier M. Wolff in Berlin) gab eine kleine von

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