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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-11-13 · Heft 46 (13.11.1843) · p. Seite 683

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 46 (13.11.1843)
Date
1843-11-13
Page
Seite 683 (sequence 3)
Language
German
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Zeitungsnachrichten. Rußland. JUga , 26. Oktober. (Privatmitth.) Wie aus früherer Mittheilung bekannt, hat das löbl. Kahal von Riga dem Redakteur dieser Zeitung die unbedingte Besetzung der durch die Berufung des Herrn Dr. Lilienthal nach St. Petersburg vakant, gewordenen Stelle als Prediger und Direktor in die Hand gegeben. Nach reiflicher Berathung mit anderen kompetenten Männern und nachdem durch persönlichen. Besuch die Beurtheilung dem Dr. Philippson ermöglicht war, bestimmte dieser zu dieser eben so wichtigen als würdigen Stellung den Herrn Dr. Neumann, einen praktisch erfahrenen und kenntnisreichen Mann. Derselbe hat vor zwei Monaten die Stelle angetreten, und unter dem heutigen ward dem Dr. Philippson die Genugthuung, daß das Kahalsamt ein ausführliches Dankschreiben an. denselben erließ, worin ihm die überausgroße Zufriedenheit mit der getroffenen Wahl zu erkennen gegeben wird. Die Schweiz. Genf, 20. Oktober. In der R eb u e liest man: „Man versichert, daß die Israeliten vom Staats- Rath die Erlaubniß erhalten haben, ihren Gottesdienst in Genf zu feiern, den sie bisher nur in der Stadt Carouge ausüben durften. Wir wünschen dem Staats-Rathe Glück zu dieser Handlung der Gerechtigkeit und' Duldsamkeit und werden uns freuen, wenn wir derartige Verfügungen noch öfters mittheilen können." Schweden und Norwegen. Christiania, 18. Oktober. Die letzte Post laus Stockholm brachte~ ein Staatsrathsprotokoll vom 12. Oktober. Man vernimmt, daß solches unter Anderm eine königl. Resolution enthält, den Juden, welche' zur Versammlung dev skandinavischen Naturforscher, für das nächste Jahr nach Christiania bestimmt, kommen wollen, Geleitsbriefe zu ertheilen. Nord- Amerika. ITew-Nvrk, im September. (Privatmitth.) Allhier hat sich ein Verein von Israeliten gebildet, der einen geregelten Gottesdienst herzustellen und'einen wissenschaftlich gebildeten Rabbiner aus Deutschland zu berufen beabsichtigt. Es wurde ein Konnte erwählt, das Behufs der Einrichtung die Ansichten tüchtiger deutscher Rabbinen einholen soll. Vorläufig benutzt man die in der Allg. Zeit, des Judenthums niedergelegten Ideen und Notizen, indem von dieser Zeitung ein Mitglied dem Vereine zwei Jahrgänge zum Geschenk machte. Dasselbe Mitglied wurde sofort beauftragt, genanntes Blatt für den Verein zu verschreiben. — Auch ist allhier das Probeblatt einer jüdischen Zeitschrift „der Israelit" ausgegeben worden. (Es wäre das Gelingen eines solchen Blattes in NA. sehr zu wünschen, und würde von der tiefsten Wirkung sein. Red. d. A. Z. d. Jud.) Oesterreich. Preßburg, 20. Oktober. (Privatmitth.) Es liegt uns eine weitläufige Korrespondenz über einen unangenehmen Vorfall vor, die wir beschrankten Raumes wegen hier nur zusammenziehen können. Um der seit einem Jahre hier bestehenden, vieles Güte wirkenden Kleinkinderbewahranstalt zur Hülfe zu kommen, war ein Ball gegeben worden,'der bedeutende Gaben brachte. Ein zweiter sollte folgenmit einer Lotterie verbunden, zu der die Damen viele Geschenke lieferten. Aber man wollte zu prächtig erscheinen, lud viele Magnaten und Deputirte ein, verschaffte sich den städtischen Redoutensaal zum Lokal; ja die einmal vereinigte Jugend ging weiter, und wollte ein eigenes Bethaus, wenn auch vorläufig ohne Prediger gründen. Alles dies erweckte Neid, Opposition; und am Tage vorher wurde der Ball vom Öberstallmeister auf den Grund" hin, daß Brandbriefe gefunden seien, untersagt. Die Jugend ist daher sehr chokirt und wirft ihren Verdacht auf allerlei Manoeuvres, die zu wiederholen hier nicht der Platz ist. Preßburg, 23. Oktober. Obgleich die Zirkulärsitzung unbedingte. Wählbarkeit votirt hat , hat sie nun doch inkonsequenter Weise die Nichtwählbarkeit

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