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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-10-30 · Heft 44 (30.10.1843) · p. Seite 656

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 44 (30.10.1843)
Date
1843-10-30
Page
Seite 656 (sequence 8)
Language
German
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656 nur das Wohl der Gesa mmLh eit b ei d er Entscheidung' v o r Augen h ab'-e'n! Irr - ein .neues Stadium der Entwickelung tritt Mähren »und Schlesien ein> so ihre Häupter und Vertreter-Männer des Fortschritts, des wahren, nicht erheuchelten; sein werden. Daher mögen das Verdienst - und-die Tüchtigkeit den Ausschlag gebend ' - Brody; 2; Oktober. Aus dieser Stadt liegt uns eine weitläufige Korrespondenz vor, die wir nur . im Auszuge hier mittheilen können. Indem über den außerordentlichen Verfall aller Gemeindeangelegenheiten dieser großen Gemeinde, die vor zwanzig Jahren allen anderen, galizischen Gemeinden durch Gründung der Realschule vorangingbitter geklagt wird, schreibt der Korresp. Alles der schlechten Verwaltung des Vorstandes zu, namentlich eines Zeloten, der Alles beherrsche , und der es jüngst so weit 'gebracht, daß die Mendelssohn'sche Übersetzung des Pentateuchs aus" der Talmud-Toraschule verbannt würde. Jetzt sollten drei vakante Stellen des Vorstandes besetzt werden/ Eine 'Menge Jntriguen, Wahlumtriebe ff. fanden statt, um aus die Liste der Wahlkandidaten keinen aufgeklärten und kräftigen Mann kommen zu lassem Der 'Jndifferentismüs der Gegenpartei schien es leicht -zu machen. Dennoch würden vier fähige Männer gewählt, deren Bestätigung höhern Orts' man auf -De Weise zu Hintertreiben sucht. - - - ' . > Preßburg, J 2. Oktober. Ein Korresp. der $D. 'Ai Z.; rronisirt 1 sehr stark -die- 'Debatten, ' die in den ungarischen - Ständen über das Bürgerrecht der Juden in den - Städten statt gefunden haben. Ms uns Näheres '-zükommtnur das- Resultat:-daß das Bürgerrecht-ver Juden in den Städten mit Stimmenmehrheil votirt wurde. Preußen: Berlin, 10. Oktober. (Westph. M.) Aus Schlesien wird uns von der toleranten 'Gesinnung der -dortigen 'Katholiken ein hohes Beispiel mitgetheilt, daß nämlich auf dem katholischen Gymnasium zu Glogau für die dasselbe besuchenden Schüler jüdischen und lutherischen Glaubens noch besondere Religionslehrer angestellt sind, welche erwähnte Gymnasiasten; zweimal wöchentlich in deren Religion Unterricht ertheilen. Diese humane ' Anordnung , verdient gewiß Nachahmung undist der Veröffentlichung werth! — - > - Y Y;; v Frankreich. r-: Paris, im Oktober— (Privatmisth.). Als eine kleine Genugthuung must - K/ doch.-, erwähnt werden, daß der Herr R a t ti- M en tpn, der^ Juheyverfolger in Damaskus, von Gmzot nach China als Konsul geschickt, , dort so vielen Unfug - getrieben.,. daß man nicht weiß, wie die Ruhewieder Herstellen. Unter Anderm fügen wir nur folgendes Urtheil hzer an: „Der. Globe kommentirt über, die .Zänkereien des neuen - französischen Generalkonsuls Herrn, de Ratti- Wentyn, mit dem - französischen Agenten in Kanton Herrn de Jancigny,, .und meint-, jott Erstere hätte nie zu einem so wichtigen Posten ernannt werden müssen-,' nachdem er? sich in seiner-Eigenschaft als ftanzöstscher Konsul in, Damaskus als ein so fana? Ächer. Parteimann gegen den Juden gezeigt, der eines so ruhigen Ürtheils, wie es die- Stelle in Kanton verlangt, durchaus unfähig sein'.müsse;, doch in Frankreich wie anderswo seien die'köNsülarifchen Ernennungen 'oft das Resultat parlamentarischer Jntriguen." .! i;.--. ' Türkei. . Rh.odus 19. September. - .In, einer ^Korrsspondenz derD. A. Z., vonRhoduswirddie gegenwärtige Regierung, des. H.affun - Pascha außerordentlich gerühmt, und insbesondere die-Toleranz .gegen die Nichtmohamedaner hervorgehoben, da Juden und Christen eben so leicht Gehör und Recht wie die Türken finden. ' Rußland undPolen.^ Warschau; II. Oktober. Während-seines Aufenthalts in der Festung Nowo - Georgiewsk (Modtin) hat Se- Majestät der Kaiser unterm 26. September folgenden Ukas erlassen, wodurch die jüdischen Einwohner des Königreichs Polen : züm ' Militärdienst verpflichtet werdem: „Da Wir es für-billig erachtet, daß dieim- Königreich > Polen ansässiges Juden -in Persott die Mlitarpflichten erfüllenin gleicher Weise

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