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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-10-30 · Heft 44 (30.10.1843) · p. Seite 653

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 44 (30.10.1843)
Date
1843-10-30
Page
Seite 653 (sequence 5)
Language
German
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653 „mit der Herr seine Verkündigung auf Sinai er- „öffnete: ^^n«LiM ->Ä« ‘pirfc« 'rt ^«"u. s.w. — u. ft w. — — — —-- —, — — -r — — —-- — — — ,rZn solcher Fülle und „Klarheit strahlt uns das himmlische Licht aus „unsrer Tora entgegen, und dieses Licht sollte zur „Erleuchtung unseres Geistes und, z^r Beleuchtung „unseres Lebenspfades nicht mehr zureichend sein? „Wir sollten müssen-zu einem fremden Lichte Zu- „stucht nehmen? zu einem Lichte, welches der Herr „viele Jahrhunderte spater erst angezündet haben „soll?- Wie? hat es je dem israelitischen Bewußt- „sein an irgend einer- Wahrheit gefehlt, deren Er- „kenntniß dem menschlichen Herzen Bedürfniß ist? „Hat Israel nicht die ersten und die meisten „Blutzeugen auszuweisen, die in der gläubigen „Zuversicht, ewig bei Gott zu bleiben, das irdische Leben mit Freuden Hingaben? Kann von „einer Lehre, in welcher Gott als einzig und ewig, „als höchst gütig und weise und heilig, 'der Mensch „als in Gottes Ebenbild geschaffen und von Gottes Odem beseelt dargestellt wird, von einer Lehre, „die so oft das. Scheiden aus dem Leben ein „Eingehen, ein Versammeltwerden zu den Vätern" „nennt, in der es ausdrücklich heißt: ,,Ü2->N^« ihr seid. Kinder des Ewigen , eures „Gottes, trauert darum nicht auf heidnische Weise „über eure Todten — kann von einer solchen „Lehre auch nur mit dem geringsten Scheine von „Wahrscheinlichkeit behauptet werden, daß es ihr „an dem Lichte fehle, dessen Schimmer in die „Nacht des Grabes fällt? — Nein! nur Unwissenheit oder Unredlichkeit, die in das Verständ- „niß nicht eingehen will oder nicht einzugehen vermag, kann das himmlische Licht unserer Lehre „ein schwaches, unzulängliches nennen, ’rt rnin „r^jan." —-- —- —' — U.'-: —-—. „Ja, m. G., -ii« n-nn, „die Lehre Israels ist Licht, nichts als Licht, „durch und durch Licht. — — — — — — -„Die Lehre . Israels ist reines Licht. „Neben ihr kann das Reich der Finsterniß, das „Reich des Wahns und des Aberglaubens nicht „bestehen. Sie kündigt jeder Art Götzendienst, „wie fein gesponnen, wie vergeistigt, wie ausge- . „dacht und versteckt er auch sein mag , den Krieg „an. Sie fordert keinen blinden, unverständigen „Glauben, sondern dringt überall auf vernünftige „Einsicht und Erkenntniß; sie zerstört jede un- „würdige, vernunftwidrige Vorstellung von Gott „und göttlichen Dingen. — n^tti-n. ,ü*rn n:s>-n , ,/bisw b«. Erkenne es, nimm „es zu Herzen, höre und begreife es> das „ist die Sprache, womit sie uns zum Glauben „und Festhalten der göttlichen Wahrheit auffordert. „Und wir könnten ja dahin kommen, anstatt dieser einer andern, ihr entgegengesetzten Sprache „Gehör zu geben? Wir könnten ja die ewige „Quelle lebendigen Wassers verlassen, um aus „Brunnen zu graben, die nicht rein und nicht „wasserhaltig sind? Nein! sisVw ^n-q ,/rv*n«5. Immer und ewig wollen wir in un- „serm Gotteslichte wandeln, immer und ewig ihm „getreu bleiben, wie sehr auch Unverstand und „Heuchelei und die gangbare Thorheit sich dage- „gen auflehnen möge! Sprechen wollen wir mit „dem heiligen Sänger: «V -sasi t^atta-- *a ■'nsan „Wen, o Herr, Hab' ich und brauch' „„ich im Himmel, wen auf Erden neben dir! „ „"piü , labana , -lma« , 'Ti Mn« ^, Du, „„allein, o Ewiger, bist unser Vater unser Erlö- „,,ser! Von Anbeginn ist dies dem Name, hast „„du als Vater und Erlöser an uns dich be- „ „wahrt, wozu beharf es ha noch eines andern „ „Wesens, eines andern, Namens!" 7 ~ Hat nun der Referent diese Predigten gar nicht gehört oder nicht verstanden, oder kann er aus Vorliebe für den guten, alten Jargon eine moderne Predigt gar nicht ertragen, kurz wie es kommt, daß ihm all das Angeführte fremd ist, ob er wirklich nichts davon weiß oder nichts wissen wolle, .darüber mögen die Götter entscheiden — das bleibt gewiß: Der „schroffe Gegensatz unsrer erhabenen Lehre und die Verwerflichkeit des Abfalls" ist in den angeführten wie in noch mehreren andern Predigten und Draschoth — am kräftigsten und eindringlichsten in der schon erwähnten allerjüngsten Rede, aus welcher ich bloß die Exposition mitgetheilt habe — klar und deutlich genug besprochen worden: und meine Verwundrung erregt nur die kecke Zuversicht, mit welcher der Referent, diese offenkundige Thatsache in Abrede stellen möchte. —

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