Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 44 (30.10.1843)
- Date
- 1843-10-30
- Page
- Seite 652 (sequence 4)
- Language
- German
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652 „Verderben heran. Es kann aus ihm nichts.,werden als ein Sb'ft Y»a«. W? u. s. w. — .-7 — —-„Zu keiner Zeit stellte sich die Noth- . „Wendigkeit einer vernünftigen, wahrhaft religiö- „sen Erziehung so heraus als in der unsrigen. „yain nrrlly nnsb. Wie der heranreisende Mensch „in das Leben hinaus tritt, lauert die Sünde, „die Verführung, das Löse Beispiel, das religiöse „und sittliche Verderben von allen Seiten auf ihn;, „sieht und hört und erfährt er so Vieles, was „nicht nur seine Religion gefährdet, sondern auch „geeignet ist, sein sittliches Gefühl, seinen Sinn „für Lugend und Rechtschaffenheit abzustumpfen „oder gar zu vernichten. Fehlt es da an einem „guten Grunde, der im Hause gelegt wurde, so „ist das Verderben unausbleiblich." — —.-„Die Jugend muß mit der Milch „des göttlichen Wortes genährt werden; ihr Geist, „ihr Herz, ihr Gemüth muß von seinen Lehren „und Vorschriften erleuchtet, erwärmt, durch und „durch belebt und beseelt sein, so es ihr einst nicht „an Kraft und Muth fehlen soll, den Kampf mit „dem Leben, mit den vielfachen Versuchungen zum „Abfall von Gott zu bestehen, und auch unter „den ungünstigsten Umständen der Religion Israels „mit Treue und Liebe anzuhangen bis zum „Tode." — — - — — — — — — Will der Referent von dieser Rede durchaus nichts wissen, so erinnere ich ihn ■ an die schon erwähnte nwa© - Predigt „lieber das Wesen und die Beschaffenheit unsrer Lehre." 77- Titel und Text dieser Predigt —- .'yvn “iia iwrn trütn “ivo -»di» mnpnn — lassen jeden Verständigen errathen, daß von dem „schroffen Gegensätze" unsrer Religion hier die Rede sein muß; für den Referenten aber, bei dem dies nicht der Fall zu sein scheint, mögen aus vielen einige wenige derartige Stellen im Auszüge hier folgen: — — 7—- „Es ist nur ein Gött — ruft uns „diese Tora auf jedem Blatte zu — „ein Gott *p« .nnrw yiKfi .bsfi byrift ly»©», im Himmel oben, auf Erben unten, und außer ihm . „keine selbstständig wirkende Kraft — ein Gott bdb ''Nb«, der Vater aller Geister „und alles Fleisches, der Schöpfer aller Wesen „und aller Dinge —:.-ein ®ott ytisö „y-iaft b>2 n«, der von Ewigkeit lebt und in M „ler Ewigkeit leben wird, dessen Macht allenthal- „ben waltet, dessen Herrlichkeit uns überall um» „gsebt, der Alles schafft und wirkt, Alles trägt . „und erhält, Alles lenkt und leitet — ein Gott -•■«‘Tiar'trhp;hw fcj©n «niai -nise w>, der „die Tage und Nachte der Zeit- und die Tage ,-und Nächte des Lebens bestimmt ,' und in beiden „ein n^n« nw« der erste, üngethektte, ün- „wandelbare Gott ist und bleibt." —v— „Und dieser eiste, einzige Gott ruft -,uns die Tora ferner 1 zu — ist fern schrecklicher „Zwmgherr, der nuv gefürchtet mnv angdstaunt „fein will; er ist ein Gott, barmherzig, -gnaden- „voll, langmükhig und groß an Liebe- und Treue; „er ist ein. unendlich vollkommener Geist, der nicht . „herrscht um zu herrschen, - nicht" befiehlt um' zu „befehlen, nicht straft um zu strafen, - sondern al- „les dies thut b's um zu segnen „und zu beglücken.,^.. um wie - m. fßaUxseine ge-, „liebten Kinder zu ihrem wahren, Wähle hinzM- „ten, der zwar Israel nur zu seinem. Bundes» „Volke erwählte, aber . y©Dp ü?»» a-in y« „^pnrnanTa *ör» tjm .^2, der auch „die andern Völker der Erde liebt, auch.ihre From- „men an seiner Vaterhand leitet, auch sie zu sei-. „mr Anbetung, zur Erkenntniß. seines .Wortes „beruft." — — „Und dieser eine, unendlich, voll-, „kommne Gott — ruft die Tora schon an. der „Pforte ihres Heiligthumes uns zu — hat dich-. „0 Mensch, in seiner Aehnlichkeit und Ln seinem „Ebenbilde geschaffen, hat nur Heiner Hülle.'nach „dich vom Staube gebildet, diesem Staube aber „eine >yn n»©:, einen Odem des Lehens, einen „Geist, dem das Leben eigenthümlich, wesentlich „ist, eingehaucht; hat dich mit. sittlicher Freiheit, „mit sittlicher Kraft, mit sittlicher Erkenntniß ausgerüstet. Kannst du da an deiner höhern Würde, „an deiner.heiligen Bestimmung, an deiner .ewigen Fortdauer noch zweifeln? muß es dir da „nicht gewiß sein, daß du das begnadigte Kind „Gottes, ein Gegenstand feiner Liebe seiner Vorsehung, seiner väterlichen Führung bist?" — „Und alle diese befeeligenden Lehren, alle diese Licht- „strahlen, die uns aus der Tora zufließen, sie „finden sich vereinigt in dem einen Worte, wo-