Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 42 (16.10.1843)
- Date
- 1843-10-16
- Page
- Seite 626 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Mdlich den Weg zu gewähren. Wenn yM MWs dazwischen HyWnrLÜ Metz. fc>.?C. A. d. I.) Oesterreich. PeW, im.September. (Eingesandt. Fortsetzung.) Z^er eigentliche Grund jenes Lakonismus über Herrn ach mag aber, meines Erachtens, der sein, daß der Referent all seinen Geifer und alles Gift für das geWiche Oberhaupt versparen, und über den RahbMr die.ganze Fluth seines Zornes ausschütten wollte. Einen Vorgeschmack der Art, wie er über diesen Mann sprechen will und eine Andeutung seiner .Stimmung gegen ihn Zieht uns der Referent schon in einigen ftühern Phrasen und Wendungen, die gleichsam wie einzelne Blitze und dumpfes Rollen den herannahenden Sturm verkünden, wo er Lgld höhnisch lächelt über die Gutmüthigen, die aus jedem Munde das Lob des „gepriesenen" Rabbiners M chörien wünschen, bald aus eine feine Weise zu yerstehen giebt, der Rabbiner schenke der Prüfung des Hebräischen keine gebührende Aufmerksamkeit. Ach kflnn hier 'tm Vorbeigehen die Bemerkung nicht unterdrücken, daß es einem solchen scharfsinnigen Beobachter, wie unser Referent ist, besser anstünde Mt eigenen Augen zu sehen, statt auf das angebliche Flüstern der Leute zu lauschen, dann hatte er auch vermuthlich der Aufmerksamkeit des Herrn Rabbiners bei der Prüfung seine Zufriedenheit nicht versagen können*). — Jeden Zweifel aber über seine Unbefangenheit und über bie Gesinnungen, von welchen er überhaupt gegen den Rabbiner erfüllt ist, tilgt der Referent in den Schlußstellen seiner Philippika, in welchen er von dem Einzelfalle auf's Allgemeine hinüberspringend-, unverholen zeigt, was ich gleich Eingangs bemerkt, daß nur persönlicher Groll aus ihm spreche, und welch' trüben Einflüssen sein Artikel die Entstehung zu verdanken habe. Da wird denn nun über den Rabbiner ganz und gar der Stab gebrochen, da ist er ein „aufgeputztes Feierkleid" für Feste und Jahrmärkte, wohl befähigt aber '.*) Daß der Referent auch etwas von dem Verdienste wissen sollte, welches der Herr Rabbiner um den jetzt überaus blühenden Zustand der Schule hat, hieße seiner Unbefangenheit und Wahrheitsliebe zu viel zumuthen. ' A. d. E. yhW ZZMst hßilsam M Mirken, kurz das Muster eines Mahhiyexs r- M mW sein soll. . Ich möchte hier Hey Referenten fragen, ob denn FestundMeß? predigten nur Luxushinge seien und nicht ebenfalls, ja in noch höherm Grade heil- und nutzbringend sein können? ob nicht namentlich die Vorträge an Markt-Sabbaten, Drafchoth wie Predigten, seit Jahren einen wohlthätigen Einfluß bewährten , indem sie auch bei den Bewohnern von Landgemeinden Sinn und Geschmack für das Bessere weckten und belebten , und so auch .dort das Bedürfniß nach öftern und geläutertem gottesdienstlichen Vorträgen rege machten? ob das etwa „ökonymisiren" heiße, in Markt- und Festzeiten oft—wie selbst diesen.mm« der Fall war — an zwei, ja auch drei auf einander folgenden Tagen Vorträge zu halten? und ob es endlich denn etwas gar so Unerhörtes sei, in einer so großen Gemeinde, wie hier, neben einem eigens für sabbatliche Vorträge angestellten Prediger einen Rabbiner zu sehen, dem picht einzig und allein das Predigen obliegt? — Ich will aber dem Referenten auf dieses Gebiet nicht folgen; eigenthümliche Verhältnisse verbieten mir sogar, mich in nähere Erörterungen über die Persönlichkeit des Rabbiners und den Werth seines Wirkens einzulassen. Ich will und muß mich bloß auf das beschranken, was zunächst des Referenten Zetergeschrei veranlaßt hat, finde aber auch so genug zu widersprechen, zu widerlegen und zu berichtigen. — So sind während des zchnmonatlichen Aufenthalts des Referenten, nach meiner Rechnung seitdem August v. I., nicht, wie er angiebt , zwei, sondern die doppelte, dreifache, ja vielleicht vierfache Anzahl Predigt.cn vom Rabbiner gehalten worden. Der Referent ist freilich nicht gehalten sich zu merken , wann Predigt ist oder war, und noch weniger sie zu hören; ihn, als einem, wie wir sehen, .ohne Rücksicht auf Wahrheit und Sachlage stets redefertigen Manne kann auch natürlich diese Zahl nicht genügen; aber wenn man so feierlich .hintreten und vor Gott und Menschen .zur Rechenschaft ziehen will, so muß man selbst in solchen geringfügigen Angaben genauer ungewissenhafter sein. Diese Predigten hatten nun allerdings nicht alle die Miffionsumtriebe zum Gegenstand der Betrachtung, und in keiner einzigen war vielleicht jenes vom Referenten vermuthlich gewünschte Wort zu hören: Fliehet die Missionäre oder ihr seid