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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-10-02 · Heft 40 (2.10.1843) · p. Seite 594

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 40 (2.10.1843)
Date
1843-10-02
Page
Seite 594 (sequence 6)
Language
German
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Souterrain ist die sehr geräumige mit ein<m Dampf- Koch- und Heizapparat von ganz neuer Struktur versehene Küche, die Vorrathsräume, Lodtenkammer rc. Das Erdgeschoß und das xrste Stock enthalten außer den Wohnungen für die Beamten und den Zimmern für Aerzte und Verwaltung, Krankenzimmer und Säle mit 100 Betten, indem in den großem Sälen acht Betten sich befinden. Für Priyatkostgänger deren man viele erwarten zu dürfen glaubt, finden sich einzelne Zimmer, mit allen erforderlichen Bequemlichkeiten, desgleichen Bade- und Operationszimmer, Lokale für Gemüthskranke u. s. w. Für Pocken- und sonstige Hautkranke steht in dem sehr geräumigen und geschmackvoll eingerichteten Garten ein besonderes Lokal mit 20 bis 28 Betten. Das Wasser durch's ganze Haus, bis unter's Dach, die selbstspülenden >Vater>Oos6t8 einschließlich, liefert die hiesige Elbwafferkunst. — Ferner ist im ersten Stock ein sehr hübscher Betfaal, mit etwa fünfzig Ständen für Männer und Frauen vorhanden, der dem Vernehmen nach an hohen Festtagen zum Gottesdienst benutzt werden soll. In Rücksicht auf jüdisches Ritual befinden sich in der Küche separate Dampfkessel für Fleisch - und Milchspeisen, in den Todtenkammern Einrichtung für die Reinigung und in jedem Krankensaal ein Waschbecken. Eine sehr detaillirte Beschreibung des Hospitals erscheint nächstens von dem ältesten Hospitalarzt Dr. Heilbut, die wir dem ärztlichen Publikum sowol als den jüdischen Gemeinden empfehlen. Mehrere fromme Gaben sind für den Betfaal eingelaufen, darunter eine silberne Ampel zum Nertamiv von der hiesigen Portugiesischen Gemeinde, ein Sefer Tora nebst silbernen Paramenten, Kiddusch- -echer nebst Gewürzbüchse von den Banquiers Gebrüder Meyer und C. G. Halle aus Warschau und ein kostbarer rothsammtner goldgestickter Tabernakel-Vorhang mit bezüglichen Inschriften von dem Kaufmann H. B. Oppenheimer hier. Dieser Vorhang ist ein bewundernswürdiges Kunstwerk, gleich ausgezeichnet an Reichthum als Geschmack in Berlin nach Lyoner Zeichnung verfertigt. Zur Einweihungsfeier hatten sich auf geschehene Einladung etwa 550 männliche Gäste eingefunden, worunter die meiste Zahl unserer Herren Bürgermeister, Syndici und Senatoren, der fremden Gesandten, der Altonaischen Regierungs- und Magistratsbehörden, die Vorstände der hiesigen Portugiesischen Gemeinde und der beiden Altonaischen Gemeinden, viele christliche und jüdische Geistliche, die Armen- und Wohlthätigkeits-Kollegien-unserer Gemeinde, die Honeratioren der Vorstadt St. Pauli u. s. w. Nach einem Choral, aus unserm Tempelgesang- 'buch redete Herr W. D. Herz, Gemeindevorsteher und dermaliger Chef der Bauverwaltung die Versammlung in einem wohlgelungenen, nachmals auf allgemeines Verlangen als Manuskript im Druck erschienenen Rede an. Er resumirte die Entstehungsgeschichte dieses Hauses, sprach den wärmsten Wank gegen den Begründer Herrn Heine (der nun schon 115,000 Mark Banko für diesen Bau hergegeben hat) sowol als gegen den Senat für den geschenkten 'Platz aus, und richtete Worte der Anerkennung an alle bei dem Bau und der. Einrichtung beschäftigt Gewesenen: insbesondere an die Bauverwaltungs- Kommiffion (Herren I..Rintel, I. Maas, S. % Cahen und D. H. I. Jonas), an die Hospital- Kommission (Herren A. Boasson, L. M. Bauer, A. B. Meyer und D. L. Cohen), namentlich an deren bisheriges Mitglied .und jetzigen Gemeinde- Vorsteher Herrn Isaak Iesfel, dessen Thätigkeit und Umsicht ein großer Theil des schönen Werks, von dessen erstem Vorschlag bis zur heutigen Vollendung zu danken ist, endlich auch an den Architekten Herrn I. H. Klees-Wülbern, den Unternehmer des Baues, Maurermeister I. H. Schäfer, den Mechanikus Libbertz und Apotheker Zeise.als den Erfindern und Erbauern ' des Dampfapparats, und an die ärztliche Kommission die den Plan zum Bau und zur innern Einrichtung mit ausgearbeitet und alles von Stufe zu Stufe begutachtet, hat und die aus den beiden Hospital-Aerzten Herren DD. Heilbad und Heine, sodann den DD. Gersön, Schröder und Halm.besteht. Unsere bürgerlichen Verhältnisse, unsere Gefühle, Wünsche und Hoffnungen berührte der Festredner mit Nachdruck und Delikatesse und schloß, indem er diese nunmehr vollendete Anstalt Namens der Gemeinde der Hospital-Kommission übergab und ihr empfahl, bei dem vergrößerten Umfang ihres V.erwaltungszweiges das Budget möglichst zu schonen.. Nach einem schönenvon Herrn Dr. Hahn gedichteten vierstimmigen und eben wie der Choral, .

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