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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-09-18 · Heft 38 (18.9.1843) · p. Seite 568

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 38 (18.9.1843)
Date
1843-09-18
Page
Seite 568 (sequence 8)
Language
German
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568 pensation des via'' und des irtetf, wodurch ein Dispens auch für Staatsdiener ic. gerechtfertigt werden wollte, wurden beleuchtet durch folgende Erinnerungen: Abgesehen davon, daß durch die Einrichtung des!?arna das Uebertreten des Verbotest, •je Deutron. 15, 9 beseitigt wurde, war hiermit keineswegs iw»« suspendirt, soferne durch die Schuld dem Beth-Din übergeben wurde" und als schon einkaffirt zu betrachten war. Iract. Gittin fol. 57 im •naaai öittn, weßwegen auch die Errichtung desselben nur dann statt finden konnte, wenn der Schuldner Immobilien rc. als Eigenthum hatte, die das Beth-Din zu jeder Zeit veräußern konnte. Hinsichtlich des am"1 wurde durch die Suspensation einem ma vorgebeugt, Tract. Jevamqjth fol. 39, und bezüglich des'^i^ hatte das Gebot damals gar keine Anwendung, Tract. Sota 47 pDorr V? nera 'rKiö nbaa *n^a und, was nicht übersehen werden darf, in beiden letzten Fallen lautet die Suspensation:!nwa>n>!-«iaw, was doch bekanntlich die Talmudisten in jedem Falle, wo ein Gebot nicht nach Vorschrift vollzogen wurde, aussprechen konnten, wahrend bei fraglichem Dispens gegen den Wortlaut der heiligen Schrift eine Hauptarbeit naNb7a a« am Sabbat erlaubt werden sollte! — Nach der Vorlage dieses Referats bei der Plenarversammlung wurden dann die v'vm Herrn Korrespondenten aufgeführten speziellen Fragen (aber keineswegs in der von ihm mit „Gewissenhaftigkeit, Vollständigkeit und klarem Bewußtsein" ausgezeichneten Ordnung, auch nicht mit der beigegebenen ^Parenthese „(z. B. zu' einem Gemeindeamte)" an die Plenarversammlung mündlich gerichtet, worüber die Abstimmung, ohne daß eine vorhergangige Belehrung gestattet gewesen wäre, augenblicklich zu erfolgen hatte, weßwegen auch die erwähnte Stimmenmehrheit erzielt worden ist, weil diese Frage von Vielen beantwortet wurde, ohne, daß sie solche richtig ausgefaßt hatten. Dieß der wahre Hergang und-Stand der Sache. Bamberg er, Waisenlehrer. Preußen. Köln, 25. August. Die D. A. Z. theilt/oie Dankadresse, die vr. Frankel an den rhein. Landtag richtete, mit. Sie lautet: „Die Kunde des Triumphes, den die Sache der Menschheit durch den rheinischen Landtag gefeiert, hat das Herz sedes echten Patrioten mit Stolz erfüllt, und in dem Gemüthe der Juden Deutschlands Gefühle der Verehrung und der dankbarsten Anerkennung angeregt. Der rheinische Landtag hat das Wort „Emanzipation der Juden" in seinem ganzen Umfange ^ausgesprochen und hierdurch kundgethan, welche Motive die Vertreter eines edlen und freien Volks belebten. Durchdrungen von -dem Werthe des Menschen, von den Rechten, die weder durch Verschiedenheit der Konfession noch durch Nebenrücksichten je beeinträch-» tigt werden dürfen, hat der Landtag im Juden'den Sohn des Vaterlandes, den einheimischen Bürger des deutschen Bodens anerkannt, dem gewährt werden soll, wozu seine gerechten Ansprüche ihn berechtigen. Es hat die Wahrheit ihre mächtige, unbesiegbare Kraft, sie trätzt ein göttliches Zeichen an ihrer Stirn, das nicht durch die falbe Schminke einer erheuchelten Aufklärung, nicht durch den falschen mißverstandenen Eifer für Gott, nicht durch eine ängstliche, -kleinliche Engherzigkeit, eine schlecht verhüllende Vorsicht erlangt werden kann,. Dort, wo man, was dem Juden gegeben wird, als Gnade ansieht, wandelt sich die Gabe in kränkendes, herznagendes Almosen um; es wird abgezirkelt und abgewogen und berechnet und bemessen, bis das Gewährte in ein Nichts zusammensinkt, bis der Empfänger inne wird, wie wenig Ernst es dem Spender war, wie ihn nicht ein höherer, von der Achtung vor der Würde des Menschen beseelter Wille trieb, sondern nur der Schein gemieden werden sollte, als gebe man der Stimme der Menschheit nicht Gehör. Wo nicht aus einem lebendigen Ergüsse des Rechts sich die Stimme für den gedrückten jüdischen Mitbürger erhebt, wird der bettelhaften Gabe die Unwürdigkeit hinzugefügt, daß man, die eigne Schuld auf den Juden hinüberwälzend, ein grauenerregendes Bild von seiner Verworfenheit aufstellt, ihm jede menschliche Schwäche zum Laster anrechnet und neue andichtet, mit ihm erst philanthropische (!) Persuche anstellen, ihn durch Beschränkungen und Verklausulirung von vorn herein unschädlich machen will; und man fügt zum Unrecht den Spott hinzu, ihm die drückendsten Beschränkungen als liebende

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