Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 37 (11.9.1843)
- Date
- 1843-09-11
- Page
- Seite 558 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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tung eines Hospitals bald Bedeutsames bewirkt fein wird. — Zuletzt brachte Sir Moses noch einey Toast aus die Stadt Birmingham aus. —. Am andern Tage sandtt Monteft'ore in einem Schreiben, worin er seine Dankgefühle aussprach, an dem Mayor 50 L. St., um an die beiden öffentlichen Hospitäler vertheilt zu werden; eine gleiche Summe sandte er an die Synagoge zu Birmingham. Tür k e i. Konstantinopel, 2. August. (D. A. Z.) 'Der österreichische Internuntius Graf Stürmer hat verflossene Woche der Pforte eine vom englischen und toskanischen Gesandten unterstützte Note in Betreff des Mangels eines Begräbnißplatzes für die europäischen Juden in Konstantinopel überschickt.,In ihr. wird-der Pforte bemerkt, daß die europäischen Juden-keinen Begräbnißplatz in Konstanünopel hätten, weshalb sie jedesmal genöthigt waren, dieErlaubniß des hiesigen Oberrabbiners der jüdischen Rajas zur Begrabung ihrer Glaubensgenossen auf dem jenen (den jüdischen Rajas) angehörigen Gottesacker einzuholen; der Oberrabbiner ertheile diese Erlaubniß aber nur mittels der Bezahlungchoher Summen, welche sich für eine Leiche oft auf mehr als 4000 Piaster beliefen. Aus diesen Gründen wurde die Pforte ersucht, den europäischen Juden einen eignen Begräbnißplatz anzuweisen. Die Pforte erwiderte hierauf, daß sie sich nicht gern in die Munizipal- und religiösen Einrichtungen und Rechte ihrer Rajas mische, worauf Graf Stürmer verlangte, daß die Pforte bei dem Oberrabbiner wenigstens dahin wirke, daß die für unbemittelte Personen kaum erschwingbaren Summen für die Erlaubniß zur Bestattung der Leichen herabgesetzt würden. Der Antwort der Pforte hierüber wird.entgegengesehen *). *) So handeln Juden gegen Juden; so müssen erst fremde Machte interveniren, um Juden vor den Erpressungen ihrer Glaubensgenossen zu schützen. Solche Erpressungen gegen fremde Juden bei Todesfällen hat man übrigens in europäischen Gemeinden auch schon oft erlebt. Red. d. A. Z. d. I. LiterarifeheNachrichten. Magdeburg, 9. August. [Homiletik.) Predigt, gehalten am Tage der Zerstörung Jerusalems und der Jubelfeier! des tausendjährigen Bestandes Deutschlands, dem sechsten August 1843, von vr. Ludwig Philippson, Rabbiner. (Auf Vieler Verlangen gedruckt.) Magdeburg, 1843. (Preis 5 Ngr. Zu beziehen durch jede Buchhandlung von der Creuz'schen Buchhandlung* in Magdeburg.) Das eigenthümliche Zusammentreffen, daß die kirchliche Feier des tausendjährigen Bestandes Deutschlands mit dem Erinnerungstage an die Zerstörung des Tempels'auf Morijah zusammensiel, gab dieser Predigt ihren eigenthümlichen Stoff. Nachdem in der Einleitung der Kontrast dieser beiden Ereignisse von einem hohem Standpunkte aus ausgeglichen worden, wird im ersten Theil „der Gedanke der Zerstörung," im zweiten „der Gedanke des Bestandes" durchdacht, und im dritten beide zu höherer Weihe, zu höheren Entschließungen vereinigt. — Der Aufblick zu Gott. Preoigt ff. von Rabb. A. Grünbaum. Ansbach, 1843. Eine recht innige Aussprache über das Vertrauen' auf Gott zu 4 Mos. 21, 8. 9. — Magdeburg, 10.'August. ^Kleinere Schriften.) Jehovah, nicht.Moloch, war der Gott der alten Hebräer. Entgegnung auf Ghillany's Werk: „die Menschenopfer der alten Hebräer." Von M. Löwengard, Rabbiner. Berlin, 1843. — Ghillany's Werk hatte bis jetzt, keine Entgegnung, oder vielmehr Entlarvung gefunden — warum? ist leicht einsichtlich. Eine Lüge, die für Jedermann als solche kenntlich ist, braucht Niemand als solche kenntlich zu machen. Es wäre doch ein wenig viel verlangt, wenn man gesunde Kräfte an jede Verirrung, die über ihren Werth keinen vernünftigen Leser im Jrrthum läßt, "verschwenden sollte. Es wäre sogar widersinnig, denn eine solche Mißgeburt ist schon todt. Daher ist das Werk Ghillany's nur von einer einzigen Partei nur erwähnt worden, von der der ehemaligen „deutschen Jahrbücher," die um jeden Preis die Bibel vernichten will; und es wirft eben den Schein der Im moralität auf diese Partei, daß sie nicht anstand, auch solche Produkte zu ihrem Zwecke auszubeuten. Der Werft vorliegenden Heftchens (43 S.) ist der einzige von jüdischer Seite, und wird wol der einzige bleiben, der sich die Mühe nimmt, einige entgegnende Worte an Ghillany zu verlieren. Es