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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-09-11 · Heft 37 (11.9.1843) · p. Seite 547

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 37 (11.9.1843)
Date
1843-09-11
Page
Seite 547 (sequence 3)
Language
German
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54iZ, vttdeAllden Schule, und Widerspruch, der sich am,Ende fein^ ganze Armuth eingestchen muß, fiudet. Es war natürlich, Laß die Träger der Offenbarungslehre Lu diesem Kampfe sich nach Vertheidigungsmjttelu umsahen. ES war natürlich, daß sie sich in ihren Vertheidigungsmitteln öfters vergreifen mußten. Die furchtbarste, allerdings aber auch wirkungsreichste - Waffe war ihnen: das unbedingte Joch des blinden Glaubens, die Verwerfung aller Forschung, aller Kritikaller freien Entwickelung des Menschen. Dadurch mußten sie allerdings eine geraume Zeit die Lehre der Offenbarung sichern,' Wall und Graben waren um sie geführt, wer i n der Festung blieb, war sicher. Aber eine umlagerte Festung vertheidigt sich nur selbst, und zwar mit Aufopferung der- Freiheit derer, die in ihr sind; am wenigsten schützt sie das große, weite Land. Um so gefährlicher wird aber diese Waffe zur Zeit, wo die Sehnsucht nach freier Bewegung alle Geister durchdringt: da kann sie nur den Sieg, der Gegner befördern. Alle diese Erscheinungen sind in der Gegenwart wohl zu beachten. Nur-in der Klarheit des Bewußtseins kann unsre Zeit ihre Stärke finden, nur durch den Geist kommt der Sieg. Aber dieser darf nicht geblendet werden, und muß endlich die immer wiederholten Täuschungen von sich weisem Zeitimgsnachrichte». Deutschland. Frankfurt am Main, 27. August. (Privatmitth.) Es giebt wenig jüdische Gemeinden, in, denen im Allgemeinen so., wenig Religiosität und Liebe zum Judenthum vorherrschend ist, als hier, in Frankfurt. ES ist dies die Frucht dieser Afterbildung, dieser Halbbildung, die man hier antrifft. Wahre Bildung bestrebt sich, die Religion aufrecht zu erhalten, diese halbe, oberflächliche Bildung will nur glänzen, das' Abstreifen der Religion soll'ihr eimn neuen Glanz verleihen, man stempelt sich dadurch zum Philosophen, und das reizt nicht nur. Jünglinge, sondern auch Männer, denen man mehr Urtheil und Erfahrungzutrauen sollte. Bequemlichfeit, Nachahmungssucht, namentlich auch noch der; Wunsch, das zu vernichten, was in mancherlei Hinsicht als Hinderniß erscheint (und das ist dennhier. die Religion, obgleich es doch nur das tief wurzelnde. Vorurtheil ist) tragen noch mehr-dazu bei, und so läßt sich, denn so ziemlich der religiöse Zustand unserer Gemeinde erklären^ — Dem Fremden muß esein Räthsel erscheinen, daß selbst an der Gemeinde-- schule (Philantropie) solcher Geist vorherrschend und von Oben aus begünstigt wird; der Einheimische jedoch,. der alle Verhältnisse genau kennt, findet die Lösung in dem vorherrschenden Prinzip, eine, gänzliche Auflösung der Religion . herbeizuführen; daher wird hebräische. Sprache und Religion mehr zum Scheine gelehrt, mehr um nur einigermaßen einen äußeren Haltpunkt zur Auftechthaltung einer jüdischen Separat-Schule zu haben, als der eigentlichem Sache wegen, und gar zu.gern schließt man Alles, aus, was dem positiven Glauben einen Stützpunkt geben kann. Von. dem, was hier geleistet wird, kann man sich sehr leicht einen Begriff machen, wenn man? weiß, daß; in den Mädchenklaffen nur in der unter-, sten Klaffe hebräisch gelehrt wird, und. weiter nicht;, bei Prüfungen werden immer die ersten. Morgenstunden für die Ptüfung im Hebräischen angesetzt, weil da noch nicht viel Publikum versammelt istl Genug, alle Einrichtungen dieser Schule sind dem Prinzipien derselben angemessen. — Unter solchem Umständen darf man sich denn nicht wundern-, daß eine so unreife Idee wie die des Neformvereins von hier aus in die Welt geschickt wurde. Es liegt nicht in meiner Absicht, hier noch einmal aus diesen bis- ‘ zum Ueberdruß besprochenen Gegenstand zurückzukommen, um so weniger, da er nach kurzem Scheindasein schlafen gegangen. Erwähnen will ich nur, daß. er von dieser Schule ausging, daß Leiter und. Lehrer der Anstalt die thatigsten Kämpen waren, (obschon sie nicht den Muth hatten, ihren Namen zu, unterschreiben) und daß andere Namen nur Hinzuge-, zogen, worden sind, um wenigstens eine Autorität, zu haben, die man wie einen Popanz zeigen konnte. Jetzt weiß man es genau, wie I)r. Creiznach nur darum zu thun war, seinen Namen in die Welt zu schicken, wie er die Briefe der vv. Stern und Rießer,. .von ihm rubrizjrt und mit Ueberschriften versehen, ohne Recht und Befugniß umherschickte, und gar leicht wäre es mir zu zeigen, woher die vielen Zeitungsartikel.,. dieses, plötzliche Alarmschlagen gekommen. — Um Ihnen doch die. letzten Fakta niitzuthei-. len, füge, ich noch Folgendes hinzu: Als. der.Abdruck

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