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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-08-07 · Heft 32 (7.8.1843) · p. Seite 470

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 32 (7.8.1843)
Date
1843-08-07
Page
Seite 470 (sequence 6)
Language
German
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470 ten auszusprechen, daß wir und unsere Kinder den Segen des Himmels auf die Häupter derjenigen Männer herabflehen, die in unserm lieben Vaterlande den ersten Schritt zu unserer Befreiung von drückenden Fesseln gethan." — Außerdem sind auch Dankadressen von Duisburg und Ruhrort eingegangen. Desgleichen ist aber noch von den thatsächlichen Dankesbezeugungen zu melden: Aachen, 16. Juli. Auf die Nachricht von dem erfreulichen Votum der hohen Ständeversammlung, Se. Majestät den König zu bitten, die Beseitigung aller noch bestehenden Hindernisse zur völligen Gleichstellung der Juden in bürgerlicher und politischer Rücksicht mit den christlichen Unterthanen Allergnädigst herbeisühren zu wollen: hat die nur wenig zahlreiche jüdische Gemeinde hiesiger Stadt dem Herrn Präsidenten der Armen-Kommission hundert und fünfzig Thaler übersandt, mit der Bitte, dieselben zu einer außergewöhnlichen Vertheilung von Brod an die christlichen Armen unserer Stadt zu verwenden. Düren, 16. Juli. Auch die wenigen Mitglieder der hiesigen israelitischen Gemeinde haben, auf die erfreuliche Nachricht der von dem hohen Landtage beantragten Emanzipation der Israeliten, dem Präses unserer hiesigen Armenverwaltung 25 Thaler zur Brodvertheilung an die Armen überreicht. Köln, 17. Juli. Der hiesigen Armenverwaltung ist heute folgendes Schreiben zugegangen: „Die Stimme der Gerechtigkeit, die sich auf dem hohen Rheinischen Landtage für uns erhoben, erfüllt unser Herz mit Freude, bringt Thränen uns in's Auge. Dem Lenker der Herzen haben wir vor Allem unsere heißen Dankgebete zu entsenden und um den ersten Regungen unserer Gefühle einstweilen einen wenn auch schwachen Ausdruck zu geben, erlauben wir uns ergebenst, Einer wohllöblichen Armen-Verwaltung beikommende, unter den hier wohnenden Israeliten durch freiwillige Beiträge gesammelte Achthundert Thaler mit der Bitte zu übermachen/ daraus 3000 Stück Brode anzukaufen und diese, den Rest-Betrag von 400 Thlr. aber baar unter die Armen der hiesigen Stadt nach eigenem Ermessen gütigst vertheilen zu wollen. Köln, den 16. Juli 1843. Im Aufträge der hiesigen israel. Einwohner Der Vorstand." Crefeld, 18/Juli. (Privatmitth.) Die hiesige Gemeinde hat an den Herrn Bürgermeister folgendes Schreiben ergehen lassen. „Das allseitig mit Jubel begrüßte Votum unse, rer freisinnigen Provinzialstände von 13. d. M., hat auch bei der hiesigen israelitischen Gemeinde, unaussprechliche Gefühle der größten Freude hervorgerufen. Um diesem Gefühle einigermaßen entsprechenden Ausdruck zu geben, haben die Glieder derselben durch freiwillige Beiträge die Summe von IO0 Thlr. zusammengelegt, um die hiesigen Armen aller Konfessionen ,an ihrer Freude mitzubetheiligen. Indem wir diese Gabe Ew. Wohlgeboren hierbei ergebenst zustellen, sprechen wir nur noch Namens derselben den Wunsch aus, solche an dem bevorstehenden Tage des festlichen Einzugs unseres würdigen Deputaten des Herrn Stadtraths von Beckerath nach eigenem Ermessen, unter die hiesigen Bedürftigen gefälligst vertheilen lassen zu wollen, damit jener fröhliche Tag auch von ihnen als ein Tag der Freude mitgefeiert und mitgenossen werde. Mit der ausgezeichnetesten Hochachtung verharret Ew. Wohlgeboren ganz ergebenster Vorstand der hies. israel. Gemeinde, gez. Dr. Ullmann, Oberrabbkner. L. Enger sch. Heidelberg, 18. Juli. Auch von hier aus ist Seitens der israelitischen Gemeinde eine Dankadresse an den Rheinischen Landtag abgegangen. Sie lautet: „Es giebt eine Rede, die so tief zum menschlichen Herzen dringt, die ihren Stoff so frisch aus dem gesunden Leben nimmt, daß ihr Eindruck in den weitesten Kreisen wiederhallt — daß ihre Wahrheit weit hinaus gefühlt wird — wo eben nur verwandte Seelen wohnen. — Während schwere Besorgnisse seit langem schon die Herzen der Israeliten Ihres Landes hart belasten, war' Ihre hohe Versammlung gerecht und gütig gegen sie — während unsere Glaubensgenossen, vom Vaterlande abgerissen

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