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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-07-24 · Heft 30 (24.7.1843) · p. Seite 447

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 30 (24.7.1843)
Date
1843-07-24
Page
Seite 447 (sequence 11)
Language
German
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tausendfach üüspvsaMt-'wiM Ich übergehe diefts Kapitel,- es wurde schon unzählige Mäke manigfach ei ng ekleidet v orgeitzagen, bald in dem Gewände der ernsten Erwähnung, bald in dem' der: beißendsten Scktyre, wie: es auch erschien, es hat bis jetzt noch keine goldenen Flächte getragen. Aber es dehnt sich dieser Uebelstand bis über das Grab hinaus, und das ist etwas, das schmerzlicher ergreift, düs selbst dem fteimüthigsten Auge manche Ehräne der Wehmuth erpreßt, und das ist es, was mich bestimmt im Aufträge mehrer geehrten Freunde nachstehende Zeilen niederzuschreiben^ Zn stiller Bescheidenheit lebte einst, zu jener Zeit, als es dem Israeliten erlaubt wurde, seinen Geist freier zu entwickeln, und man ansing, ihn den Geachteten und den Geehrten der Welt anzureihen — zu jener Zeit lebte'in dem damaligen Athen der Juden ein Mann, der um seiner Kenntnisse willen eine Zierde der Israeliten bis auf die späteste Nachwelt bleiben wird. Er starb. — Kurze Zeit hernach gedachte man manchmal noch seiner, dann aber wurde er von seinen Glaubensgenossen vergessen, höchstens daß der Mie zufällig in einem Konversationslexikon von ihm las; und erst nach langen, langen Jahren, als in dem von Spiritualismus umflorten Gehirn eines Professors die Idee aufstieg, die Israeliten von dem Studio der- Medizin so viel als möglich abzuhalten — da erst erinnerte, man sich seiner, und stellte ihn,, um den Herrn Professor eines Bessern zu belehren, und zwar mit Recht' unter die Koryphäen der jüdischen Aerzte. Dieser Mann war Markus Elieser Bloch. Seine Verdienste sind weltbekannt. Ich' erlaube mir in Bezug seiner, und in Bezug dieses Aufsatzes nachstehende Worte des leider zu früh erblichenen Gelehrtenvn. Ignaz Jeitteles anzuführen.*) „Das. Werk seines Lebens und seiner Liebe" (des Dr. Bloch), „mit deutschem Fleiße und deutscher Gründlichkeit bearbeitet, auch durch die Unterstützung mehrrr Großen fürstlich ausgestattet, eine wahre Zierde und ein Natiönalwerk der deutschen Literatur ist seine Naturgeschichte der Fische, ein Werk, das durch den Reichthum, der ausgestellten Arten, die Neuheit der Bemerkungen über die Oekonomie dieser. Geschöpfe, *) Kritische' Bemerkungen u. f. w? von Ignaz ZerttelM Wien 1842 bet Mäher M CoMp.- M Genauigkeit der Beschreidungew und die PmW der 432 gemalten Kupfer in Qusrsolio noch unerreicht dasteht . ..... . . . . . . Bloch war auch der erste deutsche- Gelehrte, dem die seltene Ehre wiedeffuhr, daß bei seiger Anwesenheit in Paris eine seiner Abhandlungen im National- Jnstitute vorgelesen wurde. Er starb als Mensch wie als Gelehrter hochgeschätzt 1799', im 76. Jahre seines Alters in Karlsbad. Kein Denkmal bezeichnet seine Ruhestätte." Dieser letzte Satz ist es auch zum Eh eile, der zu nachfolgender Berichtigung und Aufforderung Anlass gab. Bald nach dem Tode des Dr. Bloch, welcher p'bV cttpnna 'rt 'a bV’h gestorben, errichtete die Jsraelitengemeinde zu Lichtenstadt ohne Aufforderung dem Verblichenen einen ganz einfachen, der damaligen Zeit entsprechenden Denkstein mit einer hebräischen Inschrift. Mein geliebter Freund,- Herr Nathan-Lederer, Wundarzt zu Lichtenstadt schrieb mir über. diesen Gegenstand: „Dieser Grabstein ist jetzt in der Mitte zerbrochen und wird durch eiserne Klammern unvollständig zusammengehalten, die Inschrift ist mit Moos' bewachsen und fast unlesbar, so daß blos das Gedächtnis weniger Alten, nicht aber der sehr unansehnlichedurch den Zahn der Zeit beinahe zerstörte Denkstein die Stelle bezeichnet, wo die irdischen Ueberreste dieses höchst verdienstvollen Gelehrten ruhen." Vier und vierzig Jahre sind erst seit feinem Da-, hinscheiden verflossen, Dr. Bloch gehört also noch der Mitwelt an, feine Leistungen-aber bleiben für Jahrhunderte. Wenn nun unsere Nachkömmlinge einst die Starte suchen worden, wo sich die letzten Reste des als Mensch und Gelehrten gleich hoch ge-: standenen Dr. Bloch befinden, wenn sie sie suchen-, und nicht finden werden, wie werden sie ans im§v die wir uns rühmen, in dem Zeitalter: der höchstem Intelligenzzu lebend zurüMlicken. Sie: werden ei,U in den Büchern der Geschichte lefew, wie wir miß unfern Gdben" M Errichtung voff MonuMenteüy die manchmal nicht M deutschen NatiöMimteressekagen^ geprüM^ abtr gerade dWs wird' sie vow Mferer- SeeteNkleWM überzeugen^ wie es üNs Nür dÜrünr zu-tpW'n&V; öffentlich zw glänzenmtf wie.wiß dMgröße MrdÄssst, das ünstrw NNioN insonders angehört- ÜnbhrücksichkiW lieM> Will wüb viel-

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