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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-07-17 · Heft 29 (17.7.1843) · p. Seite 435

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 29 (17.7.1843)
Date
1843-07-17
Page
Seite 435 (sequence 15)
Language
German
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435 richterstatters keineswegs Ruhm gebracht hat. Im Juli- Hefte des Journal. Asiat. 1842 hatte Herr Munk "obige Notiz mitgetheilt; darauf enthielt das „Magazin der Literatur des Auslands vom 19. September einen F. Lebrecht Unterzeichneten Brief, in welchem dieser beweist, daß er in einem den 4. Juli desselben Blattes erschienenen Artikel „Averroös Verbannung unter die Juden" gleichfalls angezeigt hatte, daß Maimonides kein Schüler des Averroes gewesen, und daß dieser letztere nach Elisana oder Lucena verbannt gewesen sek. Er fordere nun Herrn Munk auf, diese gleichzeitige Uebereinstimmung für eine zufällige zu erklären, da ohnehin sein bekannter rechtlicher Charakter ihn vor der Beschuldigung eines Plagiates schütze, Beschuldigung, die aber Herr Lebrecht auch nicht auf sich ruhen lassen könne, der übrigens erklärt, daß er Herrn Munk eines gegen ihn begangenen literarischen Unrechts für unfähig halte. Das Magazin vom 26. Oktober enthalt nun ein Schreiben von Herrn Munk, der anerkennt, daß Herr Lebrecht bei der Abfassung seines Artikels diese Arbeit noch nicht kennen konnte, mithin also auch keines Plagiats beschuldigt werden könne. Er übersendet zugleich die vom Redakt. des Journ. Asiatique Unterzeichneten Korrekturbogen des Aufsatzes, die am 16. Juni in der k. Druckerei einregistrirt worden. Uebrigens wäre diese Ansicht von Herrn Munk auch schon im Augustheft derAreliives israeliles 1841 aufgestellt worden, welches Blatt aber wahrscheinlich Herrn Lebrecht eben so unzugänglich in Berlin, als das Magazin des Herrn Munk in Paris gewesen. Eine ähnliche von Herrn Munk Unterzeichnete Erklärung befindet sich, im Oktoberhefte des Journal Asialique, in welchem dieser nun sonderbar findet, auf diese Entdeckung einen so hohen Werth zu legen. Je ue Jemande pas mieux que de tendre fralernellement la main ä M. Lebrecht, et de partager avec lui la gloire d’une decouverle, dont il m’a fait apprecier la valeur, et qui, avant sa reclamalion; m’avait paru la chose du monde la plus simple.“ Dies nun der große Kampf, der den Berichterstatter - der literarischen Zeitung veranlaßte, auf unwürdige Weise von einem Schrkftchen zu sprechen, das doch wenigstens das Verdienst hat, eine Anzahl bis jetzt unbekannter Dokumente dem wissenschaftlichen Publikum mitzutheilen. Das geistlose Geschwätz des Verfassers muß für alle Lefer, die davon Notiz nehmen, leicht zu überwinden sein, da er nur auf 16 Seiten mit dem Leser in Berührung ist. auf den übrigen 56 S. aber die Dokumente nebst einet wortgetreuen Uebersetzung sprechen läßt; von aus Pocockes Werken umschriebenen Stellen habe, ich gleichfalls nur Eine aus. der. Porta Mosis finden können; und dies mag doch wol nicht zur wissenschaftlichen Sünde angerechnet werden. Uebrigens enthalte ich mich einer jeden Meinung über die Schrift, die verschiedenartig beurtheilt werden kann;. kann aber auch zugleich versichern, daß Herx Munk selbst es mit Freuden sehen wird, wenn einige Dokumente, die übrigens in der Art wie sie mitgetheilt und erzählt sind, gar kein schlechtes Licht auf Maimonides werfen, durch andere widerlegt würden. Es handelt sich , hier um wissenschaftliche Wahrheit, und diese hat mit Persönlichkeit nichts zu schaffen. Doch der Rezensent dieses. Schciftchens wirst noch einen Blick auf eine frühere Arbeit über Saadia von demselben Verfasser, und begleitet diesen mit einigen Worten über Munk's wissenschaftliche Thatigkeit km Allgemeinen. Hier freut es mich nun im Besitze der No. 80 der Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik zu sein. Diese enthält eine Rezension übet dies Schriftchen von Herrn Lebrecht, der sich darüber solgendergestalt äußert: „der Verf. ein Jünger de Sacy's und einer der gelehrtesten Mitredakteure des Journal Asiatiqne, hat in dieser dem äußern Umfange nach so kleinen Abhandlung, obgleich mit französischer Zunge redend, den deutschen Charakter gründlicher Wissenschaftlichkeit erfreulich bewährt. Er legt kn derselben die Ausbeute seiner Forschungen dar, die er in den reichen Sammlungen zu Paris und Oxford angestellt hat, und verbreitet namentlich vielfach ein neues Licht über die längst bekannte, arabische Version des Jesaias von Saadia, wahrend er mit gleicher Sachkenntniß sich über die noch gar nicht gekannten persischen Versionen verbreitet. Daß bei einer solchen Gelegenheit auch über manchen andern Punkt der Philosophie, Theologie und Bibelauslegung des Mittelalters Aufschluß geboten wird > läßt sich von dem Umfange der' Kenntnisse des Herrn M. wohl erwarten." Er wendet sich sodann zu den Uebers. des Jesaias, deren Werth er durch tiefe Sprachkunde, Geschmack'und'-Unparteilichkeit im Urtheil nach vielen Sekten beleuchtet." Herr Lebrecht kann also nicht der Verfasser der Anzeige in der literarischen Zeitung sein, weil es unmöglich ist, dieselbe Schrift so verschiedenartiK zu beurtheilen; auch .halten wir Herrn Lebrecht, einen in der jüdischen und rabbinischen Literatur recht bewanderten Gelehrten in Berlin nicht fähig, Herrn Munk, einem in der jüdischen und rabbinischen Literatur recht

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