Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 27 (3.7.1843)
- Date
- 1843-07-03
- Page
- Seite 402 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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402 schm und Klagen unter» ihnen, wahrend die jetzt in den? selben Gegenden herumstrerfenden Stämme, obgleich kaum ein paar tausend. Mann stark, Hungersnoth, und Entbehrungen jeder Art ausgesetzt .sind , und imbesten Falle nur eine armselige und ungewisse Subsistenz finden. ■*—' V. Jerufalem.. Lage. Jerusalem, jetzt bei den Arabern et-Kuds, „die Heilige," genannt, und auch hei arabischen . Schriftstellern Beit el-Mukdis oder Beit el?Mükaddis „das Heiligthum," liegt nahe an der Höhe eines 'breiten Gebirgrückens. Dieser Rücken oder Gebirgszug erstreckt sich mit geringer Unterbrechung von der Südgrenze.des Berges Libanon bis zu einer Linie,' die man sich zwischen dem Südende des todten Meeres bis zu dem- Südost-Winkel des mittelländischen gezogen denkt; oder richtiger vielleicht kann man die Ausdehnung nach Süden hin bis zu Jebel Arüif in der Wüste annehmen, wo der Rücken sich auf einmal zur-gleichen Fläche, mit dem großen westlichen Plateau absenkt. Dieser-' Zug, welcher allenthalben nicht weniger als zwanzig bis-fünfundzwanzig engl, geograph. Meilen in der Breite enthalt, ist eigentlich hohes unebenes Tafelland. Er bildet überall die westliche Grenzmauer des großen Jordanthales, während er nach Westen zu sich mit einer Abstufung in . eine Reihe von niedrigeren Hügeln absenkt, welchezwischen ihm und der großen Ebene längs der Küste des mittelländischen Meeres liegen. Die Oberstäche dieser ober» Region ist überall felsig, uneben und gebirgig, überdies von-tiefen Thalern durchschnitten, welche östlich und westlichan jeder der beiden Sekten dem Jordan oderMittelmeer zulaufen Die Theklungslinie oder Wasserscheide zwischen den Gewässern dieser Thäler,— ein Ausdruck, der hier fast ausschließlich auf die Gewaffer der Regenzeit anzuwenden ist, — folgt meistentheils der Höhe des Landes längs dem Rücken, jedoch so, daß die Thäler, welche nachher verschiedene Richtungen nehmen, im Anfänge oft eine beträchtliche. Strecke lang durcheinanderlaufen. So zum Beispiel hat ein Thal, welches sichnach dem Jordan hmabsenkt, oft seinen Anfang eine halbe Stunde oder noch mehr westwärts von dem Anfänge anderer Thäler, welche dem westlichen Meere - zulaufen Von > der großen Ebene Esdraelon weiter nach Süden zu erhebt? sich das Gebirgsland allmälig, indem es'dm Landstrich bildet, der vor Alters als das Gebirge Ephraim nur Juda bekannt war; bis. es in. dev Nahe, von Hebron eine. Höhe von beinahe 3000 Pariser Fuß über dem Wasserspiegel des mittelländischen Meeres erreiche Weiter; nach Norden auf einer vom Nordende des todten. Meers grade nach Westen hingezogenen Linie hat der Rücken eine Erhebung von nur ungefähr 2500 Pariser Fuß; und hier liegt dicht bei der Wasserscheide die Stadt Jerusalem. Ihre geographische- Lage ist: 31° 46' 43" NB. und 32° 52' 36" OL. von Paris. Zwei bis drei Stunden nördlich und nordwestlich von der Stadt liegt eine offene Ebene rings um el-Jib (Gibeon) ausgebreitet, welche sich bis nach el-Mreh (Beeroth) erstreckt. Ihre Gewässer fließen auf der SO-- Seite herab durch das tiefe Thal, welches die Araber hier Wady Beit-Hantna nennen, aber welchem die Mönche und Reisenden gewöhnlich den Namen des Terpentin¬ oder Terebinthenthales gegeben haben, in der irrigen Voraussetzung, daß es das alte Elch-Thal sei. Dieses große Thal streift in SW. Richtung eine Stunde oder mehr westlich von Jerusalem vorbei; und zuletzt mündet es. aus den Gebirgen in die westliche Ebne in einer Entfernung. von sechs oder acht Stunden SW. von der Stadt, unter dem Namen Wady es-Surar. Die Oberfläche des hohen Vorgebirges selbst, auf welcher die Stadt steht, senkt sich auch etwas steil nach Osten zu und wird durch den Rand des Thales Josaphat begrenzt. Von der Nordseite, nahe dem heutigen Damaskus-Thor, lauft eine Vertiefung oder ein seichter Wady in einer südlichen Richtung, an dessen Westseite die alten Hügel Akra und Zion stehen, sowie im Osten die niedrigeren Bezetha und Moriah. Zwischen den Hügeln Akra und Zion kommt eine andere Vertiefung oder ein seichter Wady, (der aber noch immer leicht zu erkennen ist) aus der Nähe des Pafathors herab und trifft mit dem vorigen zusammen. Dann läuft er schräg den Abhang herab, aber mit einem tieferen Bette, in einer südlichen Richtung bis nach der Quelle Siloam und'dem Thale Josaphat. Dies ist das alte Tyropoeon. Westlich vom untern Theile steigt hoch der Zion, empor, größtentheits außerhalb der heutigen Stadt; während im Osten des Tyropoeon und. des ersterwähnten Thales die Hügel Bezetha, Moriah und Ophel liegen, letzterer ein langer und vechältnißmaßig schmaler Rücken ebenfalls außerhalb der heutigen Stadt, und in einer Felfenspitze oberhalb des. Teiches Siloam sich endigend. Diese drei letztem Hügel können streng genommen nur als Theile eines und desselben Rückens angesehen werden. Die Breite der ganzen Lage Jerusalems vom Rande des Thales Hinnom nahe beim Püfa-Thor bis' zu dem