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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-07-03 · Heft 27 (3.7.1843) · p. Seite 401

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 27 (3.7.1843)
Date
1843-07-03
Page
Seite 401 (sequence 13)
Language
German
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401 Israeliten, welche ein Gleiches versuchten, wurden von den Amalekitem und Kanaanitern und später, allem Anschein nach, von dem Könige von Arad bis gen Harma, damals Zephat genannt, zurückgetrieben. Es gab auch eine, lange vor dem Auszug der Israeliten erwähnte, Quelle in Kodes; und die wunderbare Versorgung mit Wasser fand nur bei ihrem zweiten Versuche statt: worin liegt, daß bei ihrer ersten Annäherung kein besonderer Wassermangel stattfand. Von Kades kehrten sie nach dem Berge Hör zurück, und zogen von da auf das rothe Meer zu. Diese Umstande gehen alle zusammen darauf hin, die Lage von Kades bei einer Quelle in dem nördlichen Theile des großen Thales zu setzen; und ich habe schon auf die merkwürdige Uebereinstimmung zwischen der Lage der Quelle el-Weibeh und allen diesen Einzelheiten hingewiesen. Hier würden die Israeliten den Hör in SSO. grade vor sich aufgethücmt gesehen haben; jenseits der ^Azabah ist der Wady-el-Ghuwekr, der einen leichten Uebergang durch das Land Edom darbietet; im NW. erhebt sich der Berg, wo sie versuchten, nach Palästina hinaufzusteigen, mit dem noch sogenannten Paß Sufüh (Zephat); während wir weiter nördlich auch dm Tell 'Arad finden, der die Lage des alten Arad bezeichnet. Zu dem Allen kommt dann noch die Nahe der südlichen Bai des todten Meeres; die das Ghor von der 'Arabah trennende Klippenreihe, oder Abstufung, entsprechend dem Hinaufgang nach Akrabbim; und die Wüste Zin mit dem gleichnamigen Orte zwischen Akrabbim und Kades, nicht unwahrscheinlich an dem Wasser von Hasb in der 'Arabah. Auf. diese Weise wird alles leicht und natürlich, und die biblische Erzählung stimmt vollkommen mit dem Charakter der Gegend überein. Ich habe bis jetzt angenommen, daß die Israeliten zweimal in Kodes waren; denn dies scheint aus einer Vergleichung der verschiedenen Berichte hervorzuzehen. Sie brachen vom Sinai am zwanzigsten Tage des zweiten Monats im zweiten Jahre ihres Auszug's aus Aegypten, entsprechend dem Anfänge Mai, auf; sie kamen in die Wüste Paran, von wo Kundschafter auf das Gebirge von Palästina gesandt wurden „um die Zeit der ersten Weintrauben;" und diese kehrten nach vierzig Tagen in das Lager zu Kades zurück. Da die Weintrauben im Gebirge Juda im Juli anfangen zu reifen, so hat man sich die Rückkunft der Kundschafter im August oder September zu denken. Das Volk murrte jetzt bei dem Bericht der Kundschafter, und vernahm von Jehova den Ausspruch, daß ihre Leiber in der Wüste verfallen, und ihre Kinder vierzig Jahre in derselben wandern sollten. Sie erhielten den Befehl, umzukehren in die Wüste „auf dem Wege zum Schilfmeer; doch waren sie „eine lange Zeit" in Kades geblieben. Die nächste Nachricht von den Israeliten ist, daß sie im ersten Monate in die Wüste Zin kamen und wieder zu Kodes lagerten; hier starb Mirjam; Moses und Aaron bringen Wasser aus dem Felsen; der Durchzug durch das Land Edom wird nachgesucht und geweigert; und sie ziehen darauf von Kades nach dem Berg Hoc, wo Aaron starb im vierzigsten Jahre des Auszugs aus Aegypten, am ersten Tage des fünften Monats, entsprechend einem Theil des August und September. Hier haben wir nur, zwischen dem August im zweiten und dem August des vierzigsten Jahres, eine Zwischenzeit von. achtunddreißig Wandecungsjahren in der Wüste. Damit stimmt eine andere Nachricht überein. Von dem Berge Hör gingen sie nach Elath am rochen Meer und so um das Land Edom und nach dem Bache Sared an der Grenze von Moab; und die Zeit zwischen ihrer Abreise von Kades (was natürlich von ihrer ersten Abreise zu verstehen ist) und ihrer Ankunft nach dem Bache Sared wird in der Schrift zu achtunddreißig Jahren angegeben. Auf diese Weise wird die biblische Erzählung von den Zügen der Israeliten vollkommen übereinstimmend und verständlich. Die bloß in dem allgemeinen Verzeichnisse des 4. B. Mose angegebenen achtzehn Stationen vor der Ankunft, zu Kades sind. dann ohne Zweifel auf diese achtunddreißig Wanderjahre zu beziehen/ während welcher das Volk zuletzt in die Nähe von Ezeongeber kam und spater zum zweiten Mal nordwärts, nach Kades zurückkehrte, in der Hoffnung, gerade durch das Edomiterland zu ziehen. Ihre Wanderungen erstreckten sich ohne Zweifel über die westliche Wüste, obgleich die genannten Stationen wahrscheinlich nur diejenigen Hauptquartiere sind, wo das Zelt aufgeschlagen wurde, und Moses und die Aeltesten und Priester lagerten, wahrend die Hauptmasse des Volks sich nach verschiedenen Richtungen hin zerstreute. Wie in diesen großen Wüsten eine solche Schaar von mehr als zwei Millionen Seelen , ohne. Handel oder Verkehr mit den umwohnenden Horden, einen zu ihrem Unterhalt hinreichenden Bedarf an Speise und Wasser, ohne ein fortwährendes Wunder, finden konnten, bin ich für meinen Theil nicht im Stande zu,errathen. Dabei lesen wir nur von gelegentlichen Wün-

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