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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-06-19 · Heft 25 (19.6.1843) · p. Seite 367

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 25 (19.6.1843)
Date
1843-06-19
Page
Seite 367 (sequence 7)
Language
German
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367 Bericht über das fünfte Jahresexamen am 19. März. Die Schule zählt 140 Schüler, die Prüfung siel trefflich aus. Die Sammlung während derselben stieg so hoch, daß alle Ausgaben während des nächten Jahres dadurch gedeckt wurden. — Kurzer Bericht über drei Vorlesungen, des Dr. Meigs über die Geschichte Jerusalems, des Dr. Ludlow über die Poesie der Bibel, des Prof. Wines über die Zivilverfassung der Israeliten. — Bericht über einen amerikanischen'Missionsverein, der zuerst Geld sammelte, um eine Kolonie getaufter Juden zu gründen, das Geld aber unnütz aufzehrte, nun überhaupt als Miffionsverein sich gestaltet hat. Die Geschichte des Vereins ist wirklich närrisch. — „Dankbarkeit gegen Gott, ein Dialog," aus dem Deutschen. — „Neuigkeiten," aus den ^rcti. und der V. of Jac. Als Eigenes erwähnen wir die Nachricht über Einweihung einer neuen Synagoge in New- Pork den 3. Februar, mit deutscher Rede, da die Mitglieder meist Deutsche sind. Sie ist die sechste Synagoge in dieser Stadt, die 10,000 Israeliten zählt. Im Jahre 1656 kamen die ersten Juden dahin. — Der Anfang dieses Journals ist nach dieser Skizze gewiß vielversprechend. Noch fehlen ihm die deutschen Blätter, was wir um so mehr bewundern, da mehre Exemplare dieser Zeitung nach Philadelphia kommen. — Literarische Nachrichten. Magdeburg. (Robknson's Palästina. Fortsetzung.) lll. Der Sinai. „Wir wandten uns den Wady Solaf etwas hinauf längs dem Fuße des Gebirges in südöstlicher Richtung, kamen in fünfzehn Minuten an die Mündung einer Schlucht oder eines sehr engen Thals, Wady Rüdhwah, das von Südsüdwest durch die Felsklippen herabkommt. Um 12 Uhr 45 Minuten verließen wir das Solaf und singen allmälig an gegen den Fuß des Paffes vor uns, den unsere Araber Nükb Hawy oder Wind-Paß nannten, zu steigen; bei Burckhardt heißt er Nukb —er Rahah von dem Striche Landes oberhalb deffelben. Wir gelangten zu seinem Fuße um 1 Uhr 15 Min., und indem wir von unfern Kameelen abstiegen, fingen wir^an langsam und mühsam das enge Desil« hinaufzusieigen, ungefähr Süd gen Ost, zwischen geschwärzten und zerrissenen Granitklippen, etliche achthundert Fuß hoch und nicht weiter als drei bis vier hundert Ellen von einander entfernt, die jeden Augenblick ihre Trümmer auf unser Haupt herabzustürzen drohten." „Es war halb 4 Uhr, als wir die Höhe erreichten, von wo das Kloster eine Stunde entfernt sein soll; aber wir fanden es zwei StundMj^eit, eben so wie Burckhardt. Wir stiegen nun ein wenig in einen kleinen Wady hinab, der seinen Anfang hier hat und durch eine Felsspalte in das westlich gelegene Gebirge nach dem Wady Rudhwah zu gehen scheint, und singen dann an aufs Neue allmälig in der Richtung Südost gen Osten hinaufzusteigen. Wir kamen bei einem kleinen Quell mit gutem Wasser vorbei, hinter-welchem sich das Thal allmälig erweitert, wie auch der- Boden minder uneben wird. Hier zeigten sich uns zuerst die inner» Und höhecn Spitzen des großen Kreises vom Sinai, schwarze, wilde, öde Gipfel; und beim Weitergehn trat die dunkle, drohende Vorderseite des Sinai selbst (der jetzige Horeb der Christen) uns entgegen. Wir gingen noch immer allmalig bergan, und das Thal erweiterte sich mehr; aber noch war Alles eine nackte Wüste. Spater waren einige Sträucher umher zu sehn, und ein kleines Lager von schwarzen Zelten zeigte sich uns zur Rechten mit werdenden Kameelen, Ziegen und einigen Eseln, die zum Kloster gehörten. Die Gegend, die wir jetzt durchwandert hatten, erinnerte mich sehr stark an die Berge um das Eismeer in der Schweiz. Ich hatte nie einen wildern und ödern Fleck gesehn." „Beim Fortschreiten erweiterte sich das Thal immer mehr, stieg allmälig und war voll von Gesträuch und Krauterbüscheln, auf beiden Seiten von hohen Granitgebirgen mit wilden zersplitterten Spitzen, tausend Fuß. hoch, eingeschlossen, während die breite Felswand des Horeb sich grade vor uns erhob. Sowol mein Gefährte als ich brachen unwillkürlich in die Worte aus:' „Hier ist Platz genug für ein großes Lager!" Sobald wir oben auf der Höhe oder der Wasserscheide waren, lag eine schöne, breite Ebne vor uns, die sich allmälig nach Südsüdost abdachte und von rauhen, ehrwürdigen Bergen von dunklem Granit eingeschlossen war : wilde, nackte, gespaltene Spitzen und Kamme von unbeschreiblicher Erhabenheit. Etwa eine halbe Stuüde weit nach hinten schloß die kühne, hehre Wand des Horeb, die senkrecht in drohender Majestät sich zu einer Höhe von 1200 bis 1500 Fuß erhebt, das Ganze. Es war eine herrlich erhabne Umgebung, ganz unerwartet und wie wir Aehnliches nie vorher geschn; die Gedanken, die in

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