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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-05-29 · Heft 22 (29.5.1843) · p. Seite 323

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 22 (29.5.1843)
Date
1843-05-29
Page
Seite 323 (sequence 3)
Language
German
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3L3 sämmtliche Gemeinden der Provinz erlassen um eine gemeinschaftliche Beantwortung zu veranlassen. Möchten dies die größer» Gemeinden anderer Provinzen nur auch veranlassen. ‘ L. Deutschland. Dresden, II. Mai. Die Bert. Zeit, berichtet: „In Folge der theilweisen Emanzipation der Juden, welche so in's Leben übergegangen war, daß man bis zum Beweis des Gegentheils ihnen ziemlich gleiche Rechte im Handel und Wandel mit den Christen zugestand, wurden auch unsre Jahrmärkte häufiger als sonst von ihnen besucht, obschon ein alter Befehl von 1740 allen ausländischen Juden den Kleinhandel bei harter Strafe verbietet. Allein ihre Konkurrenz wurde den christlichen Kaufleuten so bedenklich, daß bereits am letzten Jahrmärkte die ernstlichsten Schritte geschahen, um dem Stadtrathe die fortdauernde Gültigkeit jenes Gesetzes zu beweisen, was denn nun auch den Erfolg gehabt hat, daß selbiges eingeschärft worden ist, und auf dem nächste Woche beginnenden Jahrmärkte zum ersten Mal wieder mit Strenge exekutirt werden soll." — —. Wenn man die jetzige Lage der sächsischen Industrie genauer betrachtet,, wie sie sich namentlich erst wieder auf der eben verflossenen Ostermesse offenbart hat, so muß man sich freuen, daß in Sachsen, außer Dresden und Leipzig, keine Juden wohnen, und auch in den genannten Städten nur wenige. Denn wäre dies nicht so, würde man nicht von allen Seiten stürmisch behaupten, die.Juden wären an dem großen Werfall derselben Schuld?. Aber die Nemesis schreitet schnell. Völlig unparteiisch behaupten wir, es wäre für die sächsische Industrie höchst vortheilhaft, wenn Juden in den sächsischen Fabrikstädten wohnten, die den Fabrikanten als gewandte Zwischenhändler dienen könnten'.,! und die sächsischen Fabrikate viel geschickter verschleußen würden, statt daß jetzt die Fabrikanten selbst zur Messe ziehen müssen und nur zu Grunde gehen. Möchten doch einsichtsvolle sächsische Volksrepräsentanten diesen Gegenstand aufmerksamer und vorurtheilsloser in Betrachtung ziehen. Frankfurt am Main, 13. Mai. (B. Z.) Dem Vernehmen nach wird hiesige:Stadt durch einige Neubauten wieder mehrere Zierden erhalten. Der hiesige israelitische Gemeinde-Vorstand soll den Beschluß gefaßt haben, daß außer dem schon beschlossenen neuen Schul- und Gemeindehaus , auch eine neue Synagoge im großartigsten Styl erbaut werden soll. Die Freiherrlich von Rothschild'sche Familie soll zu diesem letzter» Bau eine namhafte Summe beizuschießen sich erboten haben. — Die Magdeb. Zeit, vom 20. Mai meldet hierüber, daß diese neue Synagoge allerdings vom Rothschild'schen Hause gebaut werden soll, und dieses Haus dazu 350,000 fl. bestimmt hat, auch die ersten Architekten aufgefordert seien, Pläne und Risse einzureichen. Kassel, 21. Mai. Die Redaktion erhält so eben folgende Erklärung, die sie mit der Bemerkung veröffentlicht, daß ihr die fragliche Nachricht zweimal schriftlich und einmal mündlich zugekommen, und daß das darin ausgesprochene Faktum, so unerfreulich es ihr persönlich war, doch zu bezeichnend war, als daß sie es übergehen durfte. Die Erklärung lautet: Die No. 19. der Allgemeinen Zeitung des Judenthums enthalt einen Artikel aus Kassel vom I.d. M. über den Stand der hiesigen Rabbinerwahl-Angelegenheit, worin Angaben der Oeffentlichkeit übergeben werden, welche nicht dem wahren Stande der Sache entsprechen; vielmehr ist diese Angelegenheit noch nicht so weit gediehen, um auch nur mit Wahrscheinlichkeit eine bestimmte Person bezeichnen zu können, auf welche die Wahl fallen werde. Insbesondere muß die in Beziehung auf Herrn Rabbiner. Stein in jenem Artikel angeführte Aeußerung als der Wahrheit völlig widersprechend bezeichnet werden. Die Unterzeichnetenhalten sich für verpflichtet, dieses zur Steuer der Wahrheit zu veröffentlichen. Kassel am 15. Mai 1843. Mansbach. Alsberg. Fbescher. : Mitglieder des israelitischen Vorsteheramts der Provinz Niederhessen. DeHau, im Mai. (Privatmitth). Der Rabbiner Dr. Samuel Hirsch wird uns diese Bage verlassen, uitt seinem Rufe als Großherzogl. Luxemburgischen Landrabbiner.' zu'folgen. Dieser junge Ge-

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